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Dritte (und letzte) „Deutsche Wochen“

20.09.2014

Wir haben Scans der noch nicht gesichteten Ausgaben der Mittsiebziger-Serien DAS MONSTER VON FRANKENSTEIN und DIE GRUFT VON GRAF DRACULA durchgearbeitet – und präsentieren (wie gewohnt zum Herbstanfang) einen letzten bunten Strauß deutscher Nachdrucke von Atlas-Precodern.

Unsere Auswahl beinhaltet die Geschichten „Blick heimwärts, Werwolf!“, „Blindenhund“, „Der einsame Mann!“, „Der Mann, der Grabsteine stahl!“, „Man stirbt nur einmal!“, „Mitternacht auf dem schwarzen Berg“, „Die Stimme des Todes!“ und „Das schreckliche Haus!“. Der Fokus liegt auf Artwork von Mort Lawrence und Al Eadeh.

Danach ist dann auch gut, dann sind die interessanten Geschichten alle abgegrast. Eine Übersicht über die anderen deutschen Fassungen finden Sie unter der „Ersten“ bzw. „Zweiten Deutschen Woche“.

 

Der Horror-Sommer – Publikationsübersicht

02.06.2014

Ich möchte den verlegerischen Output von PS Artbooks mal offiziell als „PS Blitz“ titulieren. Neben dem einbändigen SKELETON HAND ist nun mit OUT OF THE NIGHT eine zweite Reihe des Verlags ACG komplettiert (3 Bände). Bei den Serien FORBIDDEN WORLDS und ADVENTURES INTO THE UNKNOWN stehen die Zähler bei 6 bzw. 7 Bänden.
Gilmores WEIRD MYSTERIES sind veröffentlicht (2 Bände), ebenso Charltons THE THING (auch 2 Bände). Mit dem letzten Band von BLACK CAT MYSTERY ist das Projekt HARVEY HORROR endlich abgeschlossen (insgesamt 15 Bände).
Die Prize-Horrorserie BLACK MAGIC ist weiter in Planung, neu vom Band läuft Avons Science-Fiction-Titel STRANGE WORLDS. Unter dem Label „Pre Code Classics“ bringt PS jetzt solche Einzelserien heraus.

Sehr empfehlen kann ich übrigens Bill Schellys Abriss über das US-Comicheft der 50er Jahre – „American Comic Book Chronicles – The 50s“. Unentbehrlich für jeden Historiker! Der
Verlag Twomorrows erlaubt ein großzügiges Hineinblättern ins Buch unter DIESEM Link.

Ebenfalls beachtlich könnte eine überformatige Sammlung der 50er Jahre Cover-Art von
L. B. Cole
sein, angekündigt ab Sommer bei Fantagraphics. Allerdings auf den Herbst (oder weiter) verschoben ist das Prunkbuch mit Basil Wolvertons Horror- und Science-Fiction-Comics.

Ein spezieller Leckerbissen ist für den Herbst 2014 bereits in der Mache: Craig Yoe bringt in Zusammenarbeit mit Trash-Spezialist Mike Howlett („The Weird World of Eerie Publications“) ein Best-of Worst-of ebenjener Hefte von Eerie Pubs heraus!
Das wird ein Hammer – und zum weiteren Run auf diese kranken Magazine der frühen 70er Jahre führen! Mehr darüber demnächst…

 

Liebesmonat Mai

30.04.2014

FIFTIES HORROR präsentiert den ganzen Mai hindurch Horrorgeschichten, in dessen Mittelpunkt Liebespaare stehen. Glückliche Paare, unglückliche Paare, ungleiche Paare, monströse Paare und mörderische Paare. Im Horrorcomic sind all diese Verbindungen zum Scheitern verurteilt. Glückliche Ehen waren in den 50er Jahren nicht erlaubt!

„My Horrible Romance“ sei deshalb das FIFTIES-HORROR-Motto im Mai. Machen Sie sich gefasst auf einige überraschend zärtliche (und tragische!) Erzählungen junger Liebe. Wo der siebte Himmel zur Hölle fährt und auf dem Boden grausamer Tatsachen zerschellt!

Wir beginnen den amourösen Reigen mit der heutigen Veröffentlichung von „Black Death“. Diese Geschichte zeigen wir erstmals im vierfarbigen Original (eigener Scan).

4 Jahre „Digital Comic Museum“

30.03.2014

Wieder ist es mir eine besondere Freude, auf diesen Geburtstag hinzuweisen.
Das DCM ist meine Lieblingsseite im Internet und zu Teilen auch „mein Baby“.
Als Mitarbeiter „tilliban“ habe ich fast 400 Hefte (davon 110 Horrorhefte!) gescannt und hochgeladen.
Meine Begeisterung über diesen virtuellen Kiosk kennt in der Tat keine Grenzen.
Wer unverbindlich und kostenfrei schauen möchte, was es in den Jahren von 1935 – 1960 an US-Comicheften gab, findet hier eine Auswahl von circa 15.000  Titeln.
Das Luxusproblem am DCM ist, dass der Laie gar nicht weiß, worauf er klicken soll.
Tipp vom Fachmann: Meinen Artikel zum „Horror-Kanon“ aufrufen, runterscrollen und nach Lust und Laune mal diese Hefte im DCM suchen und durchblättern.

FIFTIES HORROR als Plattform für Projekte

03.02.2014

Diese Webseite (die ich übrigens weiterhin werbefrei halte) bietet Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, die Möglichkeit zur Veröffentlichung. Einige Horrorliebhaber haben mich in den letzten Wochen mit interessanten Projekten kontaktiert. Da werden zum Beispiel Dioramen nach Comicvorlage gebastelt, und einige Schul- und Studienarbeiten zu Precode-Horrorcomics sind in der Mache.

Solche Werke und Produkte möchte ich furchtbar gerne präsentieren. Da FIFTIES HORROR den Kosmos der ersten Gruselcomics so gründlich wie möglich kartographieren und ausleuchten möchte, ergeht hiermit folgender Aufruf:
Wenn SIE etwas über alte Horrorcomics geschrieben, gemalt, gebastelt oder gefilmt haben – kontaktieren Sie mich zwanglos. Wenn sich das hübsch aufbereiten und ans Thema ankoppeln lässt, ist diese Webseite Ihr Forum!

Der Horror-Herbst – Publikationsübersicht

03.12.2013

Die Nachdruck-Lawine rollt unaufhaltsam. Craig Yoe produziert ein monothematisches Buch mit den Horrorgeschichten von JACK COLE (seinerzeit im Quality-Verlag erschienen) und weiterhin das Zweimonatsheft HAUNTED HORROR (in Kooperation mit Blogger Karswell). Für die aktuelle Ausgabe (Nr. 7) durfte ich einen ersten eigenen Scan meiner Wahl beisteuern.
Fantagraphics kartet derweil mit EC-Werken von Al Feldstein und Johnny Craig nach, und PS Artbooks wüten immer wilder: Die Harvey-Ausgaben sind bis auf die Reihe BLACK CAT tatsächlich abgeschlossen, die ACG-Bände laufen stetig weiter – dafür ist die schon länger angekündigte Prize-Serie BLACK MAGIC noch nicht in Sicht.
Macht aber überhaupt nichts, denn PS schieben kurzerhand den Gilmor-Titel WEIRD MYSTERIES ein. Band 1 wurde (ich möchte sagen) „handstreichartig“ gedruckt und ausgeliefert.
Und das nächste Kaninchen ist bereits aus dem Hut: Charltons THE THING wird ebenfalls veröffentlicht!

Welle des Verbrechens

18.11.2013

Ich war so verrückt, eine WEITERE Webseite zu installieren. Sie heißt WAVE OF CRIME und präsentiert Fundstücke aus „crime comic books“ der frühen 50er Jahre. Krankes Zeug, irres Zeug, krudes Zeug. Aber interessant und nicht so „mainstream“ und formelhaft wie das Gros dieser Cops-and-Killers-Geschichten.
Ich versammle diese Auswahl jedoch völlig unkommentiert – rein zum Schmökern.
So’ne Heidenarbeit wie mit FIFTIES HORROR mach ich mir doch nicht noch mal!

Deutscher Horror von Weissblech Comics

29.10.2013

Auf die Frage, ob es denn auch zeitgenössische DEUTSCHE Horrorcomics gibt, darf ich besten Gewissens schmettern: Ja, natürlich, die HORRORSCHOCKER von Weissblech Comics! ZombieTerror
Deren Logo nicht umsonst an das der Entertaining Comics der 50er Jahre angelehnt ist.
Herausgeber Levin Kurio hat mit inzwischen 33 Ausgaben plus einigen Sonderheften schon mehr Grusel auf den Markt geworfen als die meisten Originalverlage des Pre-Code-Horrors.
Frisch erschienen ist dieser Tage ein Zombie-Extraband, dessen Cover schon alles klar macht.
Zeichnerisch schauen die Weissblech-Produkte natürlich NICHT nach 50er Jahren aus, aber der „spirit“ ist der richtige!
Gekonnt spielen die Geschichten mit Erwartungshaltungen, transportieren auch gesellschaftskritische Inhalte (Stichwort: „poetic justice twist“) und sind immer von feiner Ironie getrieben.

Freunde des digitalen Lesens können sich HORRORSCHOCKER auch als “App” im iTunes-Store auf ihre Endgeräte laden – verbilligt auf 1,79 Euro.

Zweite „Deutsche Wochen“

28.09.2013

Angeregt durch die von Gerald Berse und Michael Becker herausgegebenen Fanpublikationen „HIT-Chronik“ möchte ich nochmals einige deutsche Nachdrucke von klassischen Atlas-Geschichten der 50er Jahre präsentieren.
Berse, Becker und seine Mitarbeiter listen in drei penibel gestalteten und hochinformativen Bänden SÄMTLICHE US-Nachdrucke in deutschen Heften auf! Mit Quellenangaben, Zeichner-Informationen, Abdruck der Titelbilder und Splash-Pages im Kleinformat – sowie ergänzenden Artikeln zu Künstlern oder der bundesrepublikanischen Zensur.
In die Finger gefallen sind mir (ach was, beschafft habe ich!) einige interessante Hefte der 70er Jahre. In den nächsten vier Wochen zeigen wir „Rendezvous mit einer Unbekannten“, „Das Monster aus dem Teufelssumpf“, „Wohin die Liebe fällt…“, „Bis das (sic!) der Tod uns scheidet“, „Rot wie ein Hummer“, „Horror im Norden!“, „Ein Schrei in der Nacht“, „Sie warten im Kerker“ und „Begaunere keinen Zigeuner“.
Unterstrichene Geschichten sind bereits abrufbar. Eine erste “Deutsche Woche” gab es vor zwei Jahren mit vier Nachdrucken, Übersicht findet sich HIER.

“FAWCETT & CHARLTON HORROR” ist online

18.09.2013

Unser „Imperium des Horrors“ wächst: Die Hefte zweier weiterer Verlage wurden einer monatelangen Analyse unterzogen – und die Ergebnisse von mir journalistisch aufbereitet. Die Spezialistenseite FAWCETT & CHARLTON HORROR ist seit heute offiziell freigeschaltet. Prall gefüllt mit lustigen Infos, krassen Bildern und kompletten Geschichten, allerdings auf Englisch abgefasst. Weil 90 % der Fans und Fachleute in den USA sitzen. Zu allen englischen Seiten gibt es jetzt jedoch auch deutsche Kurzfassungen, zu finden unter unserer Rubrik „Wissen“.
Dank gebührt meiner Netzmeisterin Stefanie Corteyn aus Münster, die sämtliche Webseiten der FIFTIES HORROR-Familie in ein neues „responsive webdesign“ umgestaltet hat. Die Seiten sind jetzt besser abruf- und darstellbar auf Tablets, Smartphones und beleuchteten Gartenzwergen (ach, ich weisses doch auch nicht).

 

Interessante Comic-Links

03.09.2013

Unsere FIFTIES HORROR – Linkliste in der „sidebar“ (rechts) ist ergänzt um zwei schöne Einträge. Zum einen möchte ich COMIC BOOK PLUS (auch „CB+“ abgekürzt) zu Aufmerksamkeit verhelfen. CB+ ist eine Art „Schwesterseite“ zum Digital Comic Museum und präsentiert auch sämtliche Heftscans des DCM.
Der Macher von COMIC BOOK PLUS, Mark Warner, hat seine Seite im Lauf des Jahres tüchtig verbessert und mit genialen „Zielfunktionen“ versehen. Für den Laien superhilfreich ist eine Kategorien-Suchfunktion, die beispielsweise alle Horrorcomics (mit direkter Ansteuerung der verfügbaren Hefte) listet.

Zum anderen präsentieren wir eine Spaßseite, die ich erst vor Wochen (über einen Hinweis auf Facebock) entdeckte: STUPID COMICS. Ein anonym operierender „Mr. Kitty“ aus den USA postet hier Dutzende von bebilderten Mini-Artikeln (sortiert nach Genre-Kategorien) und tritt den Beweis an, dass viele Comics einfach nur sagenhaft blöd sind.
Die Beispiel-Panels sind leider manchmal ein wenig klein, aber die trockenen Kommentare von Mr. Kitty treffen dafür oft genug ins Schwarze. Ich hab Tränen gelacht. Wer mal wissen möchte, wie schamlos Comichefte besonders in den 60er und 70er Jahren Kohle gemacht haben, recherchiere unbedingt bei STUPID COMICS.

Glücksgriff ins Klo

16.07.2013

Der Düsseldorfer „reinraum“ dürfte einer der originellsten Galerien der Welt sein. Es handelt sich um eine ehemalige öffentliche Toilette unter dem Jahnplatz. Seit mehr als 11 Jahren stellen in gekachelten Fliesen-Alp(t)-Räumen die unterschiedlichsten Künstlerinnen und Künstler ihre Werke aus. Weiterlesen

FIFTIES ART ergänzt FIFTIES HORROR

27.06.2013

Neu ist der Menüpunkt „FIFTIES ART“: Der Kölner Fotograf Jo Kirchherr hat Hefte aus meiner Sammlung hochauflösend abgenommen. Aus vielen Dutzend interessanten Details haben wir anschließend eine Diaschau erstellt, die auf faszinierende Weise den Druck und die Papierbeschaffenheit dieser alten Billighefte hervorbringt.
Computerfachmann Dirk Nett hat ergänzend einige Effekte hinein komponiert.
Bei „FIFTIES ART“ geht es weniger um Horrorbilder als um die Präsentation grafischer Klischees, die Dokumentation charmanter Mängel und das Staunen über die Zeitlosigkeit von (Werbe-)Slogans und sonstiger visueller Versatzstücke.
Sie können diese Diaschau über das Menü ansteuern – oder einfach HIER clicken.

Neue „EC Comics Library“

03.06.2013

Die unbestritten besten Comichefte der 1950er Jahre kamen aus dem Haus der Entertaining Comics. Da man diese Werke im Internet nicht zeigen darf (nicht lizenzfrei!), besteht nach wie vor lebhaftes Interesse an Nachdrucken bzw. Neuauflagen.
Der Verlag Fantagraphics veröffentlicht seit letztem Jahr ausgewählte Geschichten (in gutem Schwarz-Weiß-Druck) in neuer Verpackung.
Monothematisch nach Zeichnern sortiert präsentieren sich inzwischen vier Bände in den Comicläden (auch bei Amazon erhältlich). Ein solides und günstiges Angebot für alle, die noch nichts von EC im Regal haben.
Dieser LINK führt zur Fantagraphics EC Comics Library.

“Mad Science”-Monat

30.04.2013

Der Mai bei FIFTIES HORROR steht im Zeichen der verrückten Wissenschaft.
Da ich gerade an einem Vortrag zum Thema arbeite, nutze ich die „Synergie“, um elf vollbescheuerte Horror-Kapriolen frisch hochzuladen.
Erkenntnis vorab: „Mad Science“ hat NIE mit Wissenschaft zu tun, sondern ist die Fortführung des Dämonenzaubers und der Hexenkunst in der Moderne. Die Beschwörungen der Satanisten werden ersetzt durch ebenso beliebig klingende mathematische Formeln, die kein Laie versteht, sondern nur Eingeweihte der Schwarzen Kunst bzw. akademischen Wissenschaft.
Viel Vergnügen mit Frankensteinschen Monstern, abnormen Insekten, amoklaufenden Androiden, rachsüchtigen Robotern, genetischen Ungeheuern, parallelen Dimensionen und sonstigen aberwitzigen Phantastereien.

3 Jahre „Digital Comic Museum“

28.03.2013

Wieder ein Jahr rum, in dem diese Comic-Community Unfassliches geleistet hat.
Mittlerweile hängen im virtuellen Museum mehr als 13.000 Hefte der Jahre 1935 – 1960 aus. Inzwischen 29.000 Mitglieder weltweit unterstützen dieses „Gutenberg-Projekt“ der Schmuddelheftchen.
Ich oute mich heute als Mitarbeiter: Unter dem Tarnnamen „tilliban“ scanne ich Hefte (nicht nur Horrorcomics) und arbeite an der Komplettierung von Genres und Serien.
Das DCM hat rund um die Uhr geöffnet, ist gratis und nur einen Klick entfernt.

Das Horror-Frühjahr – Publikationsübersicht

06.03.2013

Endlich hingewiesen sei auch auf ein neues, in den USA aufgelegtes Horrorheft: HAUNTED HORROR. Blogger Karswell veröffentlicht hier in Zusammenarbeit mit Craig Yoe Perlen der Pre-Code-Horrorzeit. Die Nummer 3 ist frisch erschienen und liegt auch in guten Comicläden aus!

Die Nachdruckgiganten von PS Artbooks haben mit Band 4 der CHAMBER OF CHILLS die erste Harvey-Horrorserie abgeschlossen. Bis zum Sommer soll nun zügig die nächste Serie WITCHES TALES (Band 2 ist bereits erhältlich) komplettiert werden.
Auch bei den Heften der American Comics Group bleiben sie am Ball: FORBIDDEN WORLDS Vol. 2 ist endlich lieferbar (war schon im Frühherbst versprochen). Ebenfalls im Regal liegen die ADVENTURES INTO THE UNKNOWN Band 3 (überraschenderweise pünktlich).

My Bloody Valentine

02.02.2013

Im Februar kommt auf FIFTIES HORROR eine Re-Upload-Lawine runter. Zehn herrliche (und kranke) Geschichten, die wir bisher nur mit Einzelbildern dokumentiert haben, erscheinen in aufgefrischten Vollscans.
Besonderes Augenmerk gilt dabei einem Meister seiner Zeit: Bob Powell. Wie kreativ und elegant dieser Zeichner die Möglichkeiten seines Mediums genutzt hat, zieht mir immer noch die Schuhe aus. Love you, Bob!
Des Weiteren sammeln wir Kräfte und Munition, um ab März neue Entdeckungen und Premieren zu präsentieren. Da geht noch einiges…

„Creepshow“ im Kölner Filmhaus

19.01.2013

Am Freitag, den 22. Februar ab 20.30 Uhr präsentiert „Something Weird Cinema“ George Romeros „Creepshow“ von 1982. Vorgeführt wird die Original-US-Fassung auf 16mm, ungekürzt und geschrieben von Stephen King (der auch als Darsteller mitwirkt!).

„Creepshow“ ist eine Hommage an die Pre-Code-Horrorcomics, und eben deshalb habe ich die Ehre, den Film durch einen halbstündigen Fachvortrag über FIFTIES HORROR einzuläuten.
Also: Vortrag + Film = doppelter Spaß. Karten sind ebenso erhältlich wie erschwinglich.
Ankündigung im Netz finden Sie HIER.

FICTION HOUSE & STANDARD HORROR

27.12.2012

Nach ACE HORROR ist unsere zweite englische Webseite online gegangen, die sich den Produkten der Verlage Fiction House und Standard im Detail widmet. Beschreibung und Bewertung Heft für Heft, Informationen zu den Zeichnern – und Links zu existierenden Scans im Netz.

FICTION HOUSE & STANDARD HORROR!

Unter der Rubrik „Stories“ posten wir bislang unveröffentlichte Geschichten komplett. Natürlich nur solche, die es verdienen. Langeweile bleibt auch hier außen vor. Dafür haften wir bei FIFTIES HORROR mit unserem blutigen Namen.

Als “Appetithäppchen” nach den Feiertagen veröffentlichen wir die beiden Kannibalengeschichten aus dem Hause Standard. Mahlzeit! Und Guten Rutsch…

 

Apokalypsemonat Dezember

01.12.2012

Die Maya möchten, dass am 21. Dezember 2012 die Welt untergeht. He!, das ist der Vorabend meines Geburtstags – ihr Partycrasher! Aus Anlass der Apokalypse präsentieren wir diesen Monat ausschließlich Weltuntergangsgeschichten.

Da es jedoch ansonsten still um die Maya geworden ist (und ich davon ausgehe, dass die Chose wie bisher weiterläuft), wird FIFTIES HORROR unverdrossen weitermachen. Wir versprechen für 2013 einige knackige Reuploads schöner Stories, die bislang noch nicht komplett aufgespielt worden sind – und „Weltpremieren“ von Geschichten, die noch niemand gesehen hat.

Und jetzt alle mal lachen: eine Minute kindgerechte Spaßapokalypse aus der Serie ROBOT CHICKEN – bitte klicken, und zwar HIER.

 

Comics im Lichtbildvortrag

09.10.2012

Der Journalist und Comic-Historiker Tillmann Courth präsentiert in Köln zwei Vorträge über Comics der 50er Jahre. In Zusammenarbeit mit der „Schmitz-Lippert-Stiftung für US-amerikanische Comics“ werfen wir am 26. Oktober einen Blick auf humanistisches Gedankengut früher Science-Fiction-Comics mit der Diaschau „Als STAR TREK noch Science Fiction war“.

Am 24. November lautet das Motto: „The Good, the Bad and the Ugly” – Horrorcomics der 1950er Jahre. Veranstaltungsort ist jeweils der Vortragsraum im „Cöln Comic Haus“. Kalte Getränke werden gereicht, im Anschluss offenes Forum und Diskussion. Eine genaue Beschreibung der beiden Vorträge findet sich HIER (bitte runterscrollen!).

 

Der Horror-Herbst – Publikationsübersicht

19.09.2012

PS Artbooks aus England hinken wie immer dem eigenen Zeitplan hinterher, aber sie liefern. Erhältlich sind Band 3 der CHAMBER OF CHILLS (diese Harvey-Horrorserie soll demnächst mit Band 4 als erste abgeschlossen werden) sowie SKELETON HAND, die vierte Reihe von ACG. In der Pipeline sollte noch der zweite Band der FORBIDDEN WORLDS stecken…

Für den Winter hat PS weitere (!) Überraschungen versprochen; die erste ist, dass Ex-Marvel-Chefredakteur Roy Thomas als „Schirmherr“ des Comic-Programms fungiert und die ersten Bände von PLANET COMICS und (neu im Programm) PHANTOM LADY an den Start schiebt.

Auf das Frühjahr verschoben ist die (erwartungsmäßig sensationelle) Kollektion von Basil Wolvertons Horror- und Science-Fiction-Stories bei Fantagraphics. Das sollte ein Kracher werden!

Animierter Horror

19.08.2012

Der Horror-Boom ist im (Kinder-)Trickfilm angekommen. In diesen Monaten starten gleich drei Projekte, die bekannte Versatzstücke aus Gruselcomics und Monsterfilmen neu arrangieren und frisch interpretieren: “ParaNorman” beginnt den Reigen und lässt seine kindlichen Charaktere eine Invasion von Untoten überstehen. Im Oktober schließlich folgt “Hotel Transsylvanien“, ein wilder Monster-Mix, der in Richtung Schenkelklopfer-Humor weist. Offenbar noch bis in den Januar hinein müssen wir warten auf Tim Burtons “Frankenweenie“, in dessen Mittelpunkt ein Zombiehund steht! Interessanterweise die Trickversion eines Realfilms, den Burton bereits 1984 als Kurzfilm-Fingerübung realisierte.

 

Das Horror-Frühjahr – Publikationsübersicht

18.06.2012

Frisch erschienen ist „Zombies“, eine monothematische Anthologie über die „Living Dead“ der Pre-Code-Horrorcomics. Wie immer wunderbar aufgemacht und herausgegeben von Craig Yoe und Blogger „Karswell“. Fragen Sie Ihren Comichändler oder suchen Sie im Netz unter dem Begriff „Chilling Archives of Horror Comics“.

PS Artbooks haben den zweiten Band der CHAMBER OF CHILLS (Harvey) auf den Markt geworfen sowie die ACG-Reihe OUT OF THE NIGHT begonnen. Weitere Bände sind bereits im Druck.

VIRUS, das deutsche Magazin für „The Dark Side of Entertainment“, präsentiert in der aktuellen Ausgabe (Nummer 47) ein doppelseitiges Feature über FIFTIES HORROR.

Und eine Nachricht aus der Moderne: Leser Philipp Ost hat im Netz ein Forum für das Genre der „Shadow Manga“ gegründet. Wer sich für japanische Düster-Comics interessiert, mag HIER klicken.

Alles neu macht der Mai

09.05.2012

Seit ca. einem Jahr ist FIFTIES HORROR online. Aus diesem Anlass habe ich mich ins Archiv begeben und in den ersten 50 Posts geblättert. Daraufhin habe ich vorhandene Scans gesichtet und mich entschieden, fünf der interessantesten Inhaltsangaben als vollständige Fassung im Re-Upload zu präsentieren. Jeden Mittwoch gibt es eine Komplettgeschichte, digital aufbereitet (wo immer das Bildmaterial von vornherein akzeptable Qualität aufwies). Den Beginn macht die textlastige, jedoch wundersam groteske Kunstmensch-Parabel “The Absent-Minded Professor”.

Ebenfalls neu eingestellt unter der Rubrik WISSEN ist ein Essay über erste Horrorversuche im Comic der Mittvierziger Jahre. DORT zu finden ist auch die erste Gruselgeschichte, die sich eines Hosts bedient (eine alte Hexe, wie sie uns in den 50er Jahren wiederbegegnen wird).

Meeting mit Jim Vadeboncoeur, Jr.

23.04.2012

Nach unserem Mammutprojekt ACE HORROR habe ich mich erneut mit dem US-Comichistoriker Jim Vadeboncoeur, Jr. getroffen und einen weiteren kostbaren Schatz abgestaubt (leihweise, versteht sich!). In den nächsten Monaten werde ich sämtliche fehlenden Horrorhefte des STANDARD-Verlags (THE UNSEEN / OUT OF THE SHADOWS / ADVENTURES INTO DARKNESS) scannen und auf das Digital Comic Museum schießen. Selbstredend knapse ich für FIFTIES HORROR ein paar Schmuckstücke ab. Des weiteren bekomme ich fünf Gruselcomics des PREMIER-Verlags in die Finger, die noch nie ein Mensch zu Gesicht bekommen hat (na gut, wollte auch niemand, die sind nämlich “code-approved” aus den Jahren 1955/56) – vielleicht ist ja trotzdem was Hübsches dabei…

Wer ACE HORROR bislang ignoriert hat, dem sei ans Herz gelegt, dass auf DIESER SEITE fast 50 geniale Geschichten im Vollscan zu finden sind. Die besten, verrücktesten und interessantesten Werke aus 100 Heften.

 

2 Jahre “Digital Comic Museum”

30.03.2012

Die größte und schönste Comic-Schatzgrube im Internet, das DIGITAL COMIC MUSEUM (DCM) ist seit genau zwei Jahren online. Eine unfassbar kurze Zeitspanne, wenn man betrachtet, was diese Webseite seitdem aufgezogen hat. Über 22.000 Mitglieder, verteilt rund um den Globus, schätzen und genießen dieses Archiv von Comicheften aus den Jahren 1935-1960. Bald 12.000 einzelne “comic books” lassen sich bequem und schnell am Bildschirm einsehen und geben einen faszinierenden Überblick über die wilden Pionierzeiten der Comickultur. Und das absolut kostenfrei (Spenden sind natürlich hochwillkommen!). Einfach mal stöbern gehen.

PS Artbooks erweitern Angebotspalette

12.03.2012

Erst war ich begeistert (PS publiziert alle Horrorhefte von Harvey!), dann war ich schockiert (PS publiziert nebenher noch zwei Longseller der American Comics Group?) – jetzt bin ich nur noch sprachlos: PS publiziert auch die beiden anderen Gruselserien von ACG (SKELETON HAND & OUT OF THE NIGHT) und noch dazu ein Abenteuerheft (OPERATION PERIL). Und PS wäre nicht PS, wenn sie hier haltmachten. Sie nehmen obendrein die Reihe BLACK MAGIC von Prize ins Programm und den Golden-Age-Klassiker PLANET COMICS von Fiction House. Uff!

Da bin ich mal sehr gespannt, wie viele Bücher sie 2012 wirklich rausgebracht bekommen. Letztes Jahr waren es immerhin fünf (3 Harvey, 2 ACG). Kurze Rezensionen finden Sie in unserem Literatur- und Reprint-Guide unter “Wissen”, einen absolut steilen Online-Katalog HIER.

 

ACE HORROR ist online!

14.02.2012

FIFTIES HORROR hat ein kleines (natürlich hässliches!) Schwesterchen bekommen: Am 14. Februar 2012 erblickte unser Gruselnachwuchs das Licht der virtuellen Welt. Danke an Hebamme Stefanie für das Aufhübschen des Balgs mit schickem Grafikdesign. Mit einem Geburtsgewicht von 420 Megabyte präsentiert ACE HORROR die Produkte aus dem Ace-Verlag. Da es sich um eine comichistorische Arbeit von internationalem Interesse handelt (for supernerds only), ist diese neue Webseite auf Englisch abgefasst. Uneingeschränkt jedermann und jederfrau empfehlen kann ich die LESEWIESE von ACE HORROR – sie heißt schlicht „Stories“ und präsentiert 49 grandiose Geschichten im  Vollscan!

Scary Movies

30.01.2012

Hinweisen möchte ich auf ein deutsches Horrorfilm-Portal: SCARY MOVIES hat einiges zu bieten. Neben aktuellen Meldungen aus dem Filmgeschäft kann man sich über Ranglisten von Gruselfilmen amüsieren (oder gleich mitabstimmen). Des weiteren informiert ein Startkalender über Kinopremieren und DVD-Erscheinungen. Abgerundet wird das Angebot durch Trailer-Shows und eine Horrrorfilm-Datenbank. Kopf hinter “Scary Movies” ist der engagierte Dennis Niedernhöfer (schönen Gruß!), der so nett war, mit mir ein Interview über FIFTIES HORROR zu führen. Wer daran Interesse hat, kann sich nun dorthin klicken

 

R. I. P. Stanley Morse

06.01.2012

Dieser Tage verstarb der Comicverleger Stanley P.  Morse, hochbetagt und berüchtigt dafür, die krassesten Horrorcomics der frühen 50er Jahre veröffentlicht zu haben: MISTER MYSTERY, WEIRD CHILLS, WEIRD MYSTERIES sowie WEIRD TALES OF THE FUTURE. Ein schmales Ouevre von 42 Heften, das es jedoch in sich hatte. Morse bleibt der Nachwelt als eiskalter Geschäftsmann im Gedächtnis, der seine eigenen Werke nie gelesen haben will. Dem es sogar egal war, wie geschmacksverletzend seine Autoren und Zeichner zu Werke gingen. Sein dazu passendes Zitat: „Keiner hat sich beschwert, also gaben wir den Leuten, was sie wollten – bis sie sich dann beschwert haben.“

Aus gegebenem Anlass präsentieren wir auf der Lesewiese das Machwerk „I Killed Mary“.

FIFTIES HORROR im Dezember

15.12.2011

Neu aufgespielt in der Rubrik WISSEN sind ein Artikel über die “Shock Suspenstories” aus dem EC-Verlag sowie eine Vollscan-Beispielgeschichte aus den Zeiten der Zensur – in “Comics unter dem Code” beleuchten wir (mit größtmöglicher Fallhöhe!) die perverse Verniedlichung des einst so kreativen Gruselgenres.

Des weiteren gibt es um die Weihnachtstage herum ein kleines Artikelfeuerwerk. Habe hier noch Geschichten im Archiv herumfliegen… Alles muss raus!

An Heiligabend präsentiere ich einen Post, in welchem Federvieh einen Bauern schlachtet (Hey, ich bin für vegetarische Weihnachten!), am ersten Feiertag eine tränenrührige Weihnachtsgeschichte und am zweiten Tag veröffentlichen wir todsichere Tipps zum Abnehmen!

“Bob Powell’s Terror”

17.11.2011

Frisch erschienen ist eine Hommage an den Comickünstler Stanley Robert Pawlowski, besser bekant als Bob Powell.

Schon das Durchblättern des 150 Seiten starken, prächtigen Hardcoverbandes macht schockierend deutlich: Dieser Mann gehört ganz weit nach oben, ist einer der fünf besten Zeichner der 50er Jahre.

“Bob Powell’s Terror” widmet sich ausschließlich seinem Precode-Horrorschaffen und versammelt alle seine Klassiker – von “Wall Of Flesh” über “Last Man On Earth” bis zu “Sewer Monsters”. Sahnehäubchen für Kenner: Einige Seiten wurden von Powells Originalzeichnungen reproduziert. Dermaßen unkoloriert wirken sie wunderbar präzise und in ihrer Ausführung berückend.

Zu beziehen (für ca. 20 Euro) über Comicfachhandel oder Amazon.

Mehr Bilder auf FIFTIES HORROR

17.10.2011

Aus rechtlichen Gründen kann ich nicht ohne weiteres komplette Comics veröffentlichen. Ich bemühe mich jedoch, die Beispiel-Panels in Zukunft so zahlreich, so schön und so groß wie möglich einzustellen.

Ich habe einige Originalhefte erstanden, aus denen ich vollständige Geschichten präsentieren werde. Gerne auch solche, die sonst noch nirgendwo zu finden sind. Wer diese auf einen Blick sehen will, gebe in unserem Suchfeld den Begriff “Vollscan” ein. So bezeichne ich eigene Scans ganzer Geschichten.

Zudem scanne ich amerikanische Leihbestände für das Digital Comic Museum. Diese Arbeit wird im Jahre 2012 in eine “Schwesterseite” zu FIFTIES HORROR münden. Die Horrorhefte des Verlages ACE werden von mir journalistisch aufbereitet – und die interessantesten Stories in Gänze hochgeladen. Nur Geduld…

“Deutsche Woche” auf FIFTIES HORROR!

01.10.2011

Um einmal die deutschen Nachdrucke alter Horrorcomics zu würdigen, veranstalte ich vom 1. bis 8. Oktober eine “Deutsche Woche” mit vier Bespielgeschichten, die in den frühen 70er Jahren vom heimischen Williams-Verlag veröffentlicht wurden.

Es handelt sich hierbei ausschließlich um Marvel-Produkte (bzw. Atlas, wie sie in den 50er Jahren firmierten). Die Übersetzungen scheinen mir hervorragend zu sein, das Lettering hingegen ist scheußlich.

Viel Vergnügen mit “Der Mann der auf Wasser ging!“, “Dunkelheit“, “Ein Mann blickt in die Zukunft” und “Ewig ist eine lange Zeit!“. Diese Auswahl erfolgte aus zehn Heften, die ich im Schrank gefunden habe. Mehr hab ich auch nicht.

Kopfschütteln über PS Artbooks

29.08.2011

Vorletzten Monat zeigte ich mich an dieser Stelle begeistert darüber, dass PS Publishing aus England die komplette Horrorbibliothek des Harvey-Verlags auflegt (4 Heftreihen, insgesamt 94 Ausgaben, veröffentlicht in 15 Bänden).

Heute bin ich entsetzt, dass derselbe Verleger zeitgleich die Komplettausgabe von ACG (American Comics Group) stemmen will. Die Produkte dieses Verlags waren zwar als Pioniere zuerst auf dem Markt, sie gelten jedoch auch als brav und betulich, um nicht zu sagen: langweilig.

Der Horror besteht hier in der Menge, die PS herausgeben will: ADVENTURES INTO THE UNKNOWN – sämtliche 174 Ausgaben in 21 Bänden?! FORBIDDEN WORLDS -  sämtliche 145 Ausgaben in 16 Bänden?!

Ich habe Angst, dass sich PS damit übernehmen. Wer soll das alles kaufen, geschweige denn lesen? Die ACG-Bibliothek wird am Ende über 1.000 Euro kosten. Hätte da nicht eine clevere Kompilation (The Best of ACG) vollkommen gereicht?!

Wer sich mal erschrecken will, klicke HIER und sehe sich die meterlangen Regalfüller an…

FIFTIES HORROR auf YouTube und Facebook

16.06.2011

Unser YouTube-Kanal präsentiert neben dem Filmprojekt-Trailer auch Clips zu den Entertaining Comics, zur Zensur in den 1950er Jahren sowie einen Blick in die Fachbücher FOUR COLOR FEAR und THE HORROR, THE HORROR! Und hier geht es zu FIFTIES HORROR auf YouTube.

Des weiteren ist seit heute eine “Gemeinschaft” auf Facebook eingerichtet. Diese Seite berichtet über neu eingestellte Geschichten der LESEWIESE, zeigt Bonusbilder, ein “Cover der Woche” und dient der weiteren Vernetzung und dem Austausch der Fans untereinander. Hier ist auch Platz für Kommentare abseits der Comicwissenschaft. Und hier geht es zu FIFTIES HORROR auf Facebook.

Harvey Horror Library

10.06.2011

Nachdem EC seine Library schon seit langem draußen hat und auch Marvel in Zügen und Schüben dabei zu sein scheint, eine „Atlas Horror Library“ (MENACE, STRANGE TALES, JOURNEY INTO MYSTERY) aufzulegen, kommt endlich Bewegung in ein Projekt, das ich als „Harvey Horror Library“ bezeichnen möchte.

Der kleine englische Gruselverlag PS Publishing veröffentlicht im Juli schon den ersten Band der Harvey-Reihe CHAMBER OF CHILLS. In Gänze sollen außerdem folgen: WITCHES TALES, TOMB OF TERROR sowie BLACK CAT MYSTERY. Also das volle Horrorprogramm.

Und das zu bezahlbaren Preisen. Eine Nachricht, die den Fifties-Horrorfreund elektrisiert. Allerdings noch unklar sind Erscheinungszeitraum und –Rhythmus. Infos HIER.

Horrorcomics-Diashow

03.06.2011

In Berlin und Köln gibt es die „Pecha Kucha Night“, eine Art Speed-Diavortrag. 20 Bilder im 20-Sekunden-Takt zu einem Thema freier Wahl. „Pecha Kucha“ kommt aus Japan und bedeutet „wirres Geplapper“.

DAS kann ich leisten, dachte ich mir. Erleben Sie im Netz meinen Vortrag zu „Horrorcomics und Zensur“. Zu finden unter: „PK Köln Vol. 10 – Die Vorträge – Tillmann Courth” (der mit dem „Mister Mystery“-Cover).

Ebenfalls dort präsentiert Rainer Bechtel einen umfassenden Bericht über die Welt des Donaldismus!

Madam Satan

01.06.2011

Ron Goularts COMIC BOOK ENCYCLOPEDIA verdanke ich den Hinweis auf „Madam Satan“, eine Storyreihe in MLJs PEP COMICS, erschienen in deren Ausgaben 16 – 21. Ganze 36 Seiten Comic, weniger als ein Fliegenschiss in der Historie der Streifenbilder. Aber ein (vielleicht historisch erster?) Versuch in Sachen Horror.
Auf dem Digital Comic Museum liegt der komplette Lauf als Mini-Collection vor, wer schauen mag, klicke einfach mal HIER.

Die schöne, aber skrupellose Tyra geht für Geld über Leichen und verliert in einem Handgemenge mit einem potentiellen Opfer ihr Leben. Satan höchstselbst schickt sie als seine „Botschafterin“ zurück ins Leben. Fortan soll sie unter dem Namen Iola Männer betören und mit einem Kuss des Todes ins Jenseits befördern.

Harry Lucey gestaltete Madam Satan von Juni – November 1941 (!) – anbei ein Bildnis der Teufelsdienerin. Was daran verblüfft, ist, dass zehn Jahre später Bill Everett eine sehr ähnliche Frau in ähnlicher Mission zeichnet (wer’s überprüfen mag, begebe sich auf unsere LESEWIESE, Kategorie „The Good“, Geschichte „The Face Of Death“)… Interesting, isn’t it?!

WEISSBLECH-Comics

25.05.2011

Die Horror-Entdeckung aus Deutschland. In Raisdorf bei Kiel hockt Verleger Levin Kurio auf dem Lande und produziert feinste Gruselware. Im besten Stil der EC-Schule gelingen dem Weissblech-Team zeitgenössische Horrorstories, die keinen internationalen Vergleich scheuen müssen. Die Kurzgeschichtenreihe „Horrorschocker“ überzeugt durch präzise Kenntnis der klassischen Vorbilder, originelle „twists“ und subtile Ironie. Greifen Sie zu! Blick und Klick zum Weissblechverlag.

Danke für Ihre Kommentare

09.05.2011

Liebe Besucher dieser Seiten.

Vielen Dank für Ihr Interesse und die aufmunternden Kommentare. Es freut mich sehr, wenn Sie Spaß an FIFTIES HORROR haben. Dazu ist es auch geschrieben. Bitte haben Sie jedoch Verständnis, wenn ich Ihren persönlichen Beitrag NICHT veröffentliche. Ich möchte den Platz auf dieser Webseite so konzentriert wie möglich am Thema halten. Lob und Grußworte kommen aber auf jeden Fall bei mir an.

Ich will ganze Geschichten lesen!

22.04.2011

Aus rechtlichen Gründen veröffentliche ich auf FIFTIES HORROR nur solche Stories komplett, die ich persönlich aus Originalheften abgescannt habe. Das sind nicht viele, weil diese Hefte selten und teuer sind. Aber es liegen viele taugliche Scans im Internet vor. Daher zwei Tipps für alle Lesewütigen:

1. Arbeiten Sie sich durch den fabelhaften Blog THE HORRORS OF IT ALL. Der beginnt mit dem gelinkten Eintrag im Juli 2007. Der Betreiber “Karswell” (ein Pseudonym aus dem 50er Gruselfilm CURSE OF THE DEMON) hat seitdem weit über 1.000 Geschichten im Vollscan veröffentlicht.

2. Wer eine bestimmte Geschichte aus der “Lesewiese” nachprüfen möchte, merke sich, aus welchem Heft sie stammt – und suche dieses im DIGITAL COMIC MUSEUM. Die meisten liegen dort nämlich vor.

Meine EC-Lieblingszeichner

21.04.2011

Craig, Kurtzman, Krigstein, Crandall

Von Johnny Craig und Harvey Kurtzman bin ich einfach fasziniert. Bei Craig ist es die Eleganz und feine Komposition, der unnachahmlich „cleane“ Look seiner Bilder. Mit Craig assoziiert man klassisches Hollywood-Kino: hochwertig, teuer, in Technicolor. Zum Vergleich wäre Jack Davis das schnell heruntergekurbelte schwarz-weiße B-Movie. Und tatsächlich war ja Davis der schnellste, Craig der langsamste Künstler im EC-Stall.

Bei Kurtzman ist es mir bis heute ein Rätsel, wie der Mann mit seinen zehn geschwungenen Strichen  so unglaublich viel ausdrücken konnte. Bei Kurtzman scheint kaum Tinte auf dem Blatt zu sein, aber diese paar Tupfer vermitteln dem Betrachter einen enormen Reichtum an Lebensfülle – so esoterisch das auch klingen mag. Ich bedaure, dass er nicht mehr gezeichnet hat bei EC (nachgezählt: 6 Horror / 13 Science-Fiction/ 11 Krieg/ 2 Crime/ 4 Humor), denn alle seine Geschichten sind sehenswert. Und seine Cover für MAD, FRONTLINE und TWO-FISTED sind legendär.

Krigstein war sicherlich der Künstler bei EC. Ich glaube, der hat beim Comiczeichnen nie an Comics gedacht. Der fährt mit jeder Geschichte seinen eigenen Film. Höchst eigen und beeindruckend, was Krigstein mit seinen Bildern anstellt. Spektakulär ist übrigens „Bringing Back Father“ aus MAD Nr. 17, eine Parodie auf den Comic-Klassiker „Bringing Up Father“. Hier teilen sich Krigstein und Elder die Seiten und lassen ganz bewusst ihre Stile aufeinander prallen. Der Kontrast allein ist atemberaubend.

Reed Crandall schließlich ist der wohl unterschätzteste Zeichner bei EC. Weil er sich keine Mätzchen leistet. Nicht cool wie Craig, nicht technophil wie Wood, nicht schräg wie Ingels, nicht krass wie Davis, nicht verspielt wie Williamson, sondern realistisch und dynamisch. Crandall bleibt stets sachlich, aber holt aus dieser Prämisse das Beste heraus. Was bei Ingels oder Orlando oft schief und theatralisch aussieht, das bringt Crandall auf den Punkt. Gestik, Mimik, Körper in Bewegung. Niemand zeichnet erschreckte Gesichter besser als Crandall.