Slaves Of The Undead Brain

(aus “The Beyond” Nr. 30, im Januar 1955 von Ace Magazines veröffentlicht)

Der Geschäftsmann Thorsen möchte gerne das komplette Elektronikimperium „Titronics“ übernehmen und stösst zu diesem Behufe seinen Partner aus dem Fenster. Der Gemeuchelte schwört im Abgang Rache übers Grab hinaus.
Der neue Alleinherrscher Thorsen feuert die alte Belegschaft und stellt einen geheimnisvollen Glatzkopf namens „Nemo“ ein, der ihm das Büro im Alleingang leitet und auf den neuesten Stand der Technik bringt: humanoide Roboter und monströse Rechenmaschinen sind ihm fortan zu Diensten.

SlavesDetailThorsen packt der Größenwahn. Er möchte die Firmen seiner drei größten Konkurrenten übernehmen. Die Bosse lehnen ab, woraufhin Thorsen alle drei umbringt.

Dies erledigen fernsteuerbare, zündkerzenartige „electronic missiles“, die er den Männern an die Mäntel heftet. Nemo erscheint und warnt Thorsen, der Missbrauch der Technologie werde sich rächen, denn „Sie haben das Meisterhirn aus dem Gleichgewicht geworfen“.

Thorsen schickt Nemo mit einem Faustschlag zu Boden, der entpuppt sich als Android, Kabel fallen aus seinem Kopf („Boyiiiiiing!“). Daraufhin bricht alles zusammen, denn Nemo ist das „master Brain“, programmiert mit der Persönlichkeit des ermordeten Geschäftspartners. Die Roboter laufen Amok, alles geht in die Grütze, Thorsen stirbt in einer finalen Elektronik-Explosion.

Hochdramatisch, hochkomplex und hochgradig wirr. Aber eine echte Perle des Science-Fiction-Horrors, die mich begeistert. Das liegt am puren Erlebnisgehalt: Intrige, Mord, Gegenintrige, mehr Morde, künstliche Menschen, die auf Rache sinnen, fernzündbare Höllenmaschinen, Wahnsinn, Zerstörung, Action und Untergang.
Irre, was hier alles reingepackt wurde. Diese kleine Geschichte nimmt ebenso die Gimmick- und Gadget-Welt eines James Bond vorweg wie spätere Androidenfilme wie „Westworld“. Für sowas liebe ich die Comics der 50er Jahre. Und „Slaves Of The Undead Brain“ ist einfach ein berückender Titel…

Wir präsentieren diesen Klassiker aus dem letzten Horrorheft des Ace-Verlags in einem brandneuen, hausgemachten Scan (Achtung, die Pixel sind noch warm!).

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Zeichner ist übrigens der großartige Louis Zansky, der nur für Ace gearbeitet hat. Wurde in den Frühzeiten des „art spotting“ oft mit Gene Colan oder Bernard Krigstein verwechselt.
Wollte ich nur gesagt haben…

 


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