The Unctuous Undertaker

(aus “Uncanny Tales” Nr. 22, im Juli 1954 von Atlas Comics veröffentlicht)

Ostberlin 1954: Die russischen Besatzer verzweifeln. Ein Agenten-Phantom bringt ihre besten Leute um und funkt Informationen in den Westen. Wer ist dieser geheimnisvolle Superspion? Und wieso taucht immer wieder dieser fröhliche Bestatter auf?

Zu Beginn noch eine Vokabelhilfe für deutsche Leser: „unctuous“ meint „schmierig, seifig“, auch „salbungsvoll“. Der Bestatter in dieser Geschichte ist jedoch weder salbungsvoll noch schmierig, er freut sich einfach, dass die Geschäfte so gut laufen!

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Diesmal ist die antikommunistische Propaganda von Atlas/Marvel vornehm in eine Allegorie verpackt. Der Tod hat in diesen Nachkriegsjahren die Seiten gewechselt – und ist ein Meister aus Russland. Genauer gesagt: der Sowjetunion, aber wer trifft diese Differenzierung heute noch?

Das feine Artwork (wir vermuten Bill Benulis mit Jack Abel) passt zur ruhigen Geschichte und brilliert nicht nur mit einer tollen Finalseite, sondern auch mit kreativer Kamera. Man beachte auf Seite 2 den ‚subjektiven Blick der Leiche‘ (auf die sechs Gesichter hinabstarren).

Wer noch eine Haudrauf-Kommunistenfresser-Geschichte lesen möchte, klicke bitte weiter zu „In Your Face!“, äh…
ich meine „Bring Back My Face“.

 

3 Gedanken zu „The Unctuous Undertaker

    1. T.Courth Artikelautor

      Der Hinweis auf E-490 sagt uns, welche Farbstoffe der Kolorist verwendet hat.
      Harhar. Spaß!
      Nein, die E-490 ist die sogenannte „job number“, die jeder Geschichte zugewiesen wurde.
      Redaktion und Buchhaltung nutzten diese, um die Stories auf die Hefte zu verteilen und die Honorare für die Künstler abzurechnen.
      Solche „Auftragsnummern“ entdeckt man auch auf den ersten Seiten der Geschichten in anderen Verlagen. Ist also keine Eigenheit von Atlas/Marvel.

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