Up From The Grave!

(aus “Suspense” Nr. 21, im August 1952 von Atlas Comics veröffentlicht)

Beim Herumtollen auf dem Friedhof stürzt der junge Eddie Nolan ins Grab einer Hexe. Er erwacht als Krüppel, ist jedoch mit unheimlichen Voodoo-Fähigkeiten ausgestattet: Zerstört er ein von ihm geknetetes Objekt, so fällt auch dessen Vorbild in der realen Welt in Trümmer.

FIFTIES-HORROR-Weltpremiere für eine typische Seltsamkeit aus dem Atlas-Verlag:

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Diese Geschichte ist schrecklich unbalanciert. Der gruselige Auftakt der beiden ersten Seiten wird im Folgenden nicht wieder thematisiert.
Der Leser ist angehalten, sich daraus selber eine Erklärung für die seltsamen Töpferei-Fähigkeiten (töpfern SIE mal den Eiffel-Turm!) des Jungen herzuleiten. Macht aber nichts. Hat nämlich was. Ich mag solche Apokalypsen.

Der Trotz des ans Bett gefesselten Jungen ist ein interessanter Handlungsantrieb. Weil er die Menschen „doof“ findet, vernichtet er gleich die ganze Welt?! Aber Eddie ist ja offenbar von dunklen Mächten besessen! Aber wie doof sind diese, wenn sie mit der Zerstörung der Erde auch sich selber ausradieren? Hmmm?

Das ist der Haken an den geschätzten 2.000 Horror-Quickies von Atlas: Sie bieten immer eine Pointe, gehen dafür aber über Leichen (Logik, Menschenverstand, Plausibilität)! So!

 

2 Gedanken zu „Up From The Grave!

  1. comicrichy

    Menschen handeln nicht immer logisch. Das macht den Reiz solcher Geschichten ja aus, auch wenn sie nicht in jedem Punkt plausibel erscheinen. Siehe „Die Fabel vom Skorpion und dem Frosch“.

  2. Fifties Horror Artikelautor

    Die Nicht-Plausibilität menschlicher Handlungen ist aber auch eine prima Ausrede für alle hingestümperten Horrorgeschichten.
    :- )
    Was die Fabel angeht: Varianten davon sind schon im Precode-Horror umgesetzt worden. Im Herbst zeigen wir eine Geschichte, die nah dran ist.

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