Death Is My Hobby

(aus “Strange Mysteries” Nr. 21, im Januar 1955 von Superior Comics veröffentlicht)

Der Engländer Alan ist von Schwarzer Magie besessen, entdeckt das „Handbuch des Teufels“ und befehligt schon bald einen Dämon – mit dessen Hilfe er ungestraft Morde ausführt. Wird ihm diese Macht ungut zu Kopf steigen? Und wird er noch Zeit für seine Freundin Cynthia finden?

Erfrischend alberne Quatschgeschichte, bei der ich oft lachen musste. Unbeholfen und käsig bis zum Anschlag. Viel Spaß!

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Ist Ihnen aufgefallen, dass die spannendsten Szenen nicht gezeigt werden, sondern nur am Rand erwähnt (und zwar im Splash, dem Aufmacher-Panel auf Seite 1)?
„Ich habe Hexen konsultiert, Schwarze Messen besucht, und einmal sogar eine Ziege bei Vollmond geschlachtet!“ – Ja, bitte. Das wär’s gewesen.
Stattdessen sehen wir Alan ein Zimmer vollqualmen und mit einen Dämon diskutieren!

Das Heft STRANGE MYSTERIES Nr. 21 ist ein Komplettnachdruck von JOURNEY INTO FEAR Nr. 7 (vom Mai 1952). Deswegen findet sich hier auch wieder das frühe Artwork von IGER HORROR – die „putzigen kleinen Menschen“, wie ich sie nenne, die völlig deplatziert im  Horor wirken.
Wir wissen nicht, wer dieser Zeichner war, aber er stammt (wie Jack Kamen) aus der „Good Girl Art“-Schule des Iger Studios (sieht man an den standardisiert-hübschen Frauenfiguren – und den sportlich-jungshaften Männern, kicher!).

In der späteren Phase des IGER HORROR übernehmen dann oft der schräge Ken Battefield und der kantige Robert Hayward Webb die Gruselware – und sind dieser Aufgabe deutlich gewachsener.

Übrigens ist „Death Is My Hobby“ ein Superprofi-Scan, sieht aber so verhutzt aus, weil wir es mit einem Produkt des Superior-Verlags zu tun haben. Die haben nicht nur auf Butterbrotpapier gedruckt, sondern auch die Farbwalzen weder gewartet noch gereingt.
Die Schande der Schmutz- und Schundindustrie!

 

Ein Gedanke zu „Death Is My Hobby

  1. comicrichy

    Der Superior-Verlag hat mit dem Kartoffeldruck auf Toilettenpapier Spitzenleistung abgeliefert. Basta ! 😉

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