Ghoul’s Bride

(aus “Voodoo” Nr. 6, im Februar 1953 von Ajax Farrell Comics veröffentlicht)

Eine hübsche Mörderin (!) erwartet ihre Hinrichtung. Da erscheint aus dem Nichts (?) ein Ghul und bietet einen Handel an: Sie wird seine Braut, dafür wird er sie nach ihrem Tode wiederbeleben. Es geschieht wie geplant. Die Frau hängt, der Ghul holt die Leiche ab und erweckt sie.
Sie ist erst entsetzt, akzeptiert dann ihr Schicksal und verwandelt sich ebenballs in eine Ghulin. Sagt man „Ghulin“? Garantiert.

Aus der interessanten Prämisse (weiblicher Täter) macht die Geschichte leider nichts, aber dafür erfreut sie mit veritabler Blödsinnigkeit:

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Seltsame Frau! Hat als wiedergeborenes Nachtwesen nichts Besseres zu tun als durch die Nacht zu fliegen, um den Gouverneur (der ihre Begnadigung nicht veranlasste) umzubringen?! Dann verheddert sie sich dabei irgendwie in einer Vorhangschnur und erhängt sich mit dieser ein zweites Mal. Wie dumm kann man a) sein und wie b) ist das physikalisch bitteschön möglich?
Am Ende liest der Ghul in der Zeitung vom Tode seiner teuflischen Braut und verdrückt dabei ein Tränchen: „Wo finde ich jemals wieder eine so schöne wie boshafte Perle?“.

Schön läppisch und behumst! Ich finde es in seiner Unbeholfenheit total herzig. Auch das Artwork (wieder mal vom Iger Studio) ist interessant, denn das ist keiner der üblichen Verdächtigen. Der Stil ist sehr inkongruent, als hätten wir es mit einem „swipe artist“ (Kopist und Abmaler) zu tun – oder als hätten da gleich mehrere Zeichner drin rumgemalt …

 


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