Return From The Grave

(aus “Tomb Of Terror” Nr. 6, November 1952 von Harvey Comics veröffentlicht)

Ein Magier behandelt seinen Bühnengehilfen schlecht und wird von diesem folgerichtig gehasst. Während eines lebensgefährlichen Entfesselungstricks (in einem Sarg lebendig begraben!) lässt der Gehilfen seinen Boss kaltblütig ersticken. Fortan übernimmt er dessen Act und dessen Freundin: „Fortune smiled upon me the moment the fool died“.

Schnitt auf den Friedhof. Dort gräbt sich der tote Magier als Zombie aus dem Erdreich empor und quakt Drohungen: „Roberto! Where are you? I am coming for you, Roberto!“. Dann latscht der Zombie ins Theater und erschreckt den treulosen Roberto. Der schubst ihn von sich und läuft auf die Bühne, um zu performen. Aus dem Seitengang jedoch wirkt der Zombie einen furchtbaren Zauber: Bei der Vorführung eines Kartentricks zerschmilzt (!) Roberto – siehe Abbildung…

Dämlichkeitsfaktor 10 für diesen Quark. Einfach nur idiotisch, wie der Mensch zusammenschmilzt. Wie der Kopf noch viel Text deklamierend in der Pfütze liegt! Wie der Zuschauer am Bildrand rechts scharfsichtig „Look! He’s dead!“ ausruft. Blöööödsinn!

Peinlich zu Ende gebrachte Eifersuchts- und Rachegeschichte. Die hat ja eigentlich was. Der Assistent, der den Meister auf illegale Weise beerbt, aber doch dafür zahlen muss. Diesen Meister jedoch einfach so aus der Erde krabbeln zu lassen und sein Opfer simpel einzukassieren, ist dünn. Leider kein Einzelfall. Paradebeispiel für eine Formelgeschichte ohne Seele.

Und noch etwas fällt auf. Das Grundmuster kommt mir bekannt vor. Ein Zauberer, seine schöne Assistentin, sein Gehilfe. Der alle Tricks des Meisters beherrscht. Der das Herz der jungen Frau gewinnt. Der den Meister vor Eifersucht rasend werden lässt. Dann jedoch bringt der Meister den zu gut gewordenen Gehilfen um die Ecke. Natürlich rächt sich dieser aus dem Jenseits und der Meister büßt mit gleicher Münze.
Das ist Reed Crandalls „Hanged By The Neck“ aus OUT OF THE SHADOWS Nr. 9 (Standard-Verlag), interessanterweise vom Juli 1953. Eine Variante? Auf jeden Fall besser erzählt und besser illustriert.

Anmerkung zum Jahresende 2014:

Dieser Beitrag stammt aus den frühen Tagen von FIFTIES HORROR. Damals habe ich noch keine vollständigen Geschichten hochgeladen. Im Zuge einer Auffrischung meiner Webseite werden manche Beiträge in sogenannten „Re-Uploads“ komplettiert, andere werden verlinkt. Diese Geschichte können Sie UNTER DIESEM LINK auf Karswells gigantischem Blog „The Horrors of It All“ einsehen.

 


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