Woman in Black

(aus “Astonishing” Nr. 23, im März 1953 von Atlas Comics veröffentlicht)

Taxifahrer Jimmy Dawes hindert eine Frau am Selbstmord. Ihre Mitmenschen würden sie bestimmt vermissen. Sie müsse ihn schon mit in die Tiefe reißen. Wochen später chauffiert er diverse Male eine verschleierte Frau zum Friedhof – und wird neugierig, wer da so intensiv betrauert wird.
Er wird es herausfinden!

Ein echter Hingucker ist das völlig irre Artwork von Chuck Winter, der mir hier in manchen Bildern Robert Crumb vorwegzunehmen scheint.
Und der ist ja beeinflusst von diesen alten Comics. Aber … laber nicht … guckstu:

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Oha, offenbar war die Dame eine Hexe oder ein Medium – und konnte in die Zukuft schauen. Interessant ineinander gesponnene Geschichte, ich hatte jedoch mit einem anderen Ende gerechnet: Jimmy Dawes sei bereits gestorben, da er auf Seite 2 mitsamt der Frau in die Tiefe gestürzt ist (es nur nicht realisiert hatte).

Lachen Sie nicht! Solche Plots gab es. Und die waren übrigens inspiriert von einer Kurzgeschichte des Autors Ambrose Bierce („An Occurence at Owl Creek Bridge“, ca. 1890). Und von der gibt es sogar eine ziemlich vorgebildtreue Comic-Adaption („I’ll String Along“ aus den WITCHES TALES Nr. 20). Blick ins Netz: Was? Hat die noch niemand gepostet?!

Gott, ich häng‘ sie noch an. Was tut man nicht alles für die Volksbildung?

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