Blackout at Midnight!

(aus “Spellbound” Nr. 5, im Juli 1952 von Atlas Comics veröffentlicht)

Der Kauz Michael experimentiert zum Hobby mit Zaubertränken und Magie. Eines Tages stellt er fest, dass er immer um Mitternacht Blackouts erleidet, die bis zum Morgen andauern. In dieser Zeit ist er offenbar auf Friedhöfen unterwegs, kann sich aber nicht erinnern, was er dort angestellt hat. Dann häufen sich mysteriöse Todesfälle …

Okay, bleiben Sie wach, konzentrieren Sie sich und beginnen sie mit der Lektüre auf jeden Fall vor Mitternacht. Wir sehen uns am anderen Ende wieder.

BlackoutMidnight1 BlackoutMidnight2 BlackoutMidnight3 BlackoutMidnight4 BlackoutMidnight5

Nicht die stärkste Geschichte (wir erfahren nie, weshalb Michael zum nächtlichen Monstrum wird, ein Magie-Unfall?), aber konsequent subjektiv ausgeführt: Die Ich-Erzählung wird begleitet von einer subjektiven Kamera! Das ist womöglich eine Premiere in der Comicwelt …

BlackoutCover

Und dies war der letzte Auftritt von Venus in VENUS Nr. 19 vom April 1952. Hat die Frau ein Pech mit ihren Kerlen…

Mir fällt sonst nur Johnny Craigs „Star Light, Star Bright“ ein (aus VAULT OF HORROR Nr. 34 vom Dezember 1953); auch Bob Powells „Colorama“ ist erst vom Sommer 1953 (beide Storys werden allerdings nicht in der ersten Person erzählt).

Sehen wir mit „Blackout at Midnight!“ den ersten subjektiven Comic der Geschichte?
(Wer etwas weiß, bitte per Kommentar mitteilen!)

Das Monster auf der letzten Seite wirkt etwas lächerlich, wie ich finde, und nicht allzu bedrohlich: Ist das nicht Fat Freddy von den Fabulous Furry Freak Brother?!
Es soll wohl eine Mixtur aus Vampir und Ghul sein. Never mix’em, mister!

Das Artwork von Bill Everett ist natürlich immer fein. Verblüffend, wie ähnlich Stella der Figur Venus aus der gleichnamigen Serie ist! Bringt Zeichner Everett hier seinen eigenen Charakter um? Der Titel ist nämlich im Frühjahr 1952 ausgelaufen. Für eine VENUS-Geschichte klicken Sie HIER, es öffnet sich die „Box of Doom!“.

Der absurde Splash, bevölkert mit diversen Horrorgestalten und Gruselrequisiten, lässt mich ein wenig an die irren Kompositionen von Graham Ingels bei EC denken. Andererseits ist es mehr beliebiges Tableau, quasi die Aufbauten einer Geisterbahn …

Schreibe einen Kommentar