Talent for Terror

(aus “Adventures into the Unknown” Nr. 49, im November 1953 von American Comics Group veröffentlicht)

Der Reporter Ray Kent recherchiert über die Bildhauerin Mady George und verliebt sich dabei in sie. Madys Skulpturen sind allesamt lebensgroße Statuen von Menschen, die verschwunden sind. Menschen, die etwas Entsetzliches gesehen haben.

Haben SIE eine Ahnung, was dieser Schrecken gewesen sein könnte? Finden Sie es heraus, auf Seite 5 spätestens …

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Hahaha – Mady George ist Medusa die Gorgone! Da kommt man leicht drauf, oder?

Erstaunlich ist jedoch, dass diese Kombination nur dieses eine Mal im Precode-Horrorcomic benutzt wurde. Es gibt Bildhauer-Horror (z. B. „The Hands of Horror“, „Terror of the Sleeping Monster“, „The Monster Maker“, „Face of Stone“) und es gibt Medusenhorror („Medusa“), aber diese sinnfällige Verbindung von beiden schafft nur „Talent for Terror“.

Weiter ist zu beachten, dass diese Story nicht wie eine Geschichte von ACG klingt. Sie ist unter 7 Seiten lang, hat kein Happy End und präsentiert eine starke Protagonistin: Mady die Meduse ist eine durchtriebene Frau, die sich Männer nimmt und auch um die Ecke bringt, sobald sie keinen Spaß mehr an ihnen hat. Seite 6 kostet das exquisit aus: Der arme Ray versteinert langsam (!), während ihm seine Ersetzbarkeit darlegt. Fein gemein.

Artwork von Ken Landau, der in einem Stil illustriert, der zwischen den Hauskünstlern Harry Lazarus und Ogden Whitney liegt. Gar nicht übel. Seine Geschichte transportiert eine unterschwellige Sexiness, die an Jack Kamen, Johnny Craig, den erwähnten Ogden Whitney denken lässt.

„Talent for Terror“ ist seine erste Arbeit für ACG HORROR, seine Visitenkarte sozusagen. Von Ken Landau präsentierten wir bereits: „Bride of the Swamp“.

Bride of the Swamp

 

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