{"id":3619,"date":"2013-08-06T11:53:46","date_gmt":"2013-08-06T09:53:46","guid":{"rendered":"http:\/\/fifties-horror.de\/?page_id=3619"},"modified":"2014-01-15T11:47:18","modified_gmt":"2014-01-15T10:47:18","slug":"seduction-of-the-innocent","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/fifties-horror.de\/?page_id=3619","title":{"rendered":"Seduction Of The Innocent"},"content":{"rendered":"<p>\u201eDie Verf\u00fchrung der Unschuldigen\u201c (Seduction Of The Innocent, in Expertenkreisen schlicht \u201e<strong>SOTI<\/strong>\u201c abgek\u00fcrzt) ist der Titel eines Sachbuchs, das im Jahr 1954 zum Sargnagel f\u00fcr eine bl\u00fchende US-amerikanische Comicindustrie wird.<\/p>\n<p>Im Untertitel nennt sich SOTI \u201eThe Influence Of Comic Books On Today\u2019s Youth\u201c und macht eindeutig klar, worum es in diesem Buch geht: Das bei Jugendlichen beliebte Comicheft wird an den Pranger gestellt \u2013 und f\u00fcr die Verwahrlosung einer ganzen Generation haftbar gemacht.<\/p>\n<div id=\"attachment_2621\" style=\"width: 260px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2621\" class=\"size-full wp-image-2621\" title=\"BuchSOTI\" alt=\"\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2012\/10\/BuchSOTI.jpg\" width=\"250\" height=\"367\" srcset=\"https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2012\/10\/BuchSOTI.jpg 250w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2012\/10\/BuchSOTI-204x300.jpg 204w\" sizes=\"(max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><p id=\"caption-attachment-2621\" class=\"wp-caption-text\">Schutzumschlag der Erstausgabe<\/p><\/div>\n<p>Das Buch wird zum Medienereignis, eine emp\u00f6rte \u00d6ffentlichkeit (Comics = Schmutz + Schund) verlangt Ma\u00dfnahmen von der Politik. Diese beruft einen Senatsuntersuchungsausschuss zu \u201eComics und Jugendgewalt\u201c ein, der wiederum ein Medienereignis wird und Comics weiter in schlechtes Licht r\u00fcckt.<br \/>\nAm Ende des Jahres 1954 unterwerfen sich die Comicverleger unter dem Siegel der \u201eComics Code Authority\u201c einer m\u00e4chtigen Selbstzensur.<\/p>\n<p>Autor von \u201eSeduction Of The Innocent\u201c ist der Psychiater Fredric Wertham, zum Zeitpunkt der Ver\u00f6ffentlichung 59 Jahre alt und Darling der Medien, in denen er seit 1948 vor dem sch\u00e4dlichen Einfluss von \u201ecomic books\u201c trommelt.<\/p>\n<p>Wertham tat in etwa das, was heute in Deutschland Menschen wie Thilo Sarrazin mit \u201eDeutschland schafft sich ab\u201c und Manfred Spitzer mit \u201eDigitale Demenz\u201c leisten: Simple Erkl\u00e4rungen f\u00fcr gesellschaftliche Missst\u00e4nde liefern und somit \u00f6ffentliche Erregung sch\u00fcren.<\/p>\n<p>Untermauert durch viele ersch\u00fctternde Fallbeispiele (die man auch anders auslegen k\u00f6nnte, wie ich finde) wird ein Feindbild skizziert. Dieses wird sodann in leuchtenden Farben ausgemalt und als S\u00fcndenbock f\u00fcr die Verderbnis der Moderne pr\u00e4sentiert. Fr\u00fcher war sowieso irgendwie alles besser.<\/p>\n<p>Dabei ist Wertham kein egomanischer Selbstdarsteller, er ist vielmehr ein \u201eGutmensch\u201c wie er im Buche steht: ein aufopferungsvoller, engagierter Doktor und Staatsb\u00fcrger. Er betreibt die \u201eLafargue Psychiatric Clinic\u201c mitten in Harlem und versucht, verhaltensauff\u00e4llige Jugendliche wieder in die Gesellschaft einzugliedern.<\/p>\n<p><strong>Wertham will Kinder retten, versteigt sich jedoch in eine eindimensionale Fixierung: Weil seine Problemkinder alle Comics lesen, m\u00fcssen sie von diesen gepr\u00e4gt und konditioniert worden sein!<\/strong><\/p>\n<p>Dann beginnt er, sich in die Bilder- und Sprachwelt der Heftchen hineinzufressen. Mit erwachsenem Blick und Bewusstsein entsetzt er sich \u00fcber die Brutalit\u00e4t der \u201ecrime comics\u201c, den Schrecken der Horrorcomics und die Anz\u00fcglichkeit von Dschungelabenteuern.<\/p>\n<p>Wertham schie\u00dft \u00fcbers Ziel hinaus und entdeckt homoerotische, faschistische und sadomasochistische Tendenzen in Superheldengeschichten, verborgene sexuelle Bildsprache, besonders verwerfliche Gewalt (sein \u201einjury-to-the-eye-motif\u201c, offenbar ein pers\u00f6nlicher Fetisch) und explizite Handlungsanleitungen f\u00fcr Verbrechen aller Art.<\/p>\n<p>Aus diesem Blickwinkel kann der gute Mann die meisten Comics nur f\u00fcr absolutes Teufelswerk halten.<\/p>\n<div id=\"attachment_2622\" style=\"width: 290px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2622\" class=\" wp-image-2622\" title=\"WerthamFoto\" alt=\"\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2012\/10\/WerthamFoto.jpg\" width=\"280\" height=\"324\" srcset=\"https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2012\/10\/WerthamFoto.jpg 400w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2012\/10\/WerthamFoto-259x300.jpg 259w\" sizes=\"(max-width: 280px) 100vw, 280px\" \/><p id=\"caption-attachment-2622\" class=\"wp-caption-text\">Mann mit Mission: Dr. Fredric Wertham<\/p><\/div>\n<p>Wertham fordert jedoch keine Zensur (im Gegenteil!), sondern strikte Einhaltung des Jugendschutzes (Abgabe bestimmter Produkte nur an Personen \u00fcber 15 Jahren).<\/p>\n<p>Eine Frage steht im Raum, die man stellen sollte:<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #800000\">Hatte Fredric Wertham wom\u00f6glich Recht?<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Zum Teil sicherlich.<\/p>\n<p>Die Scheinheiligkeit und Skrupellosigkeit der Comicverleger kann man durchaus kritisieren. Werbeanzeigen f\u00fcr Waffen und Wundermedikamente ebenso.<br \/>\nDie Sensationsheischerei mancher Titelbilder sicherlich auch. Den waltenden Rassismus und Sexismus sowieso. Und die Widerw\u00e4rtigkeit einzelner Bilder auf jeden Fall.<\/p>\n<p>Was Wertham allerdings nie beachtete, war:<br \/>\nTransportieren manche Produkte nicht auch hervorragende Trivialunterhaltung?<br \/>\nArbeiten nicht manche Zeichner an der Entwicklung und Erweiterung eines neuen grafischen Mediums? Begeistern nicht manche Geschichten durch gekonnte Ironie?<\/p>\n<p>Doch der Gutmensch per se steht auf Kriegsfu\u00df mit Ironie, Sarkasmus und Neugier im Allgemeinen. Wertham war der konkreten Auffassung, dass Comiclekt\u00fcre ihre Leser f\u00fcr die \u201efeineren Gen\u00fcsse\u201c verrohen lie\u00dfe. Dass Comichefte nicht den geringsten Wert besitzen oder vermitteln.<\/p>\n<p><strong>Der Mann hatte sichtlich keinen Sinn f\u00fcr Entertainment.<\/strong><\/p>\n<p>Aus heutiger Sicht besteht die Ironie darin, dass Wertham den <strong>Beginn einer popkulturellen Revolution<\/strong> verschl\u00e4ft. Dass diese kruden Wegwerferzeugnisse die Jugendlichen einstimmen auf die \u201eTonlage\u201c einer neuen \u00c4ra (wie es zeitgleich auch die Musikkultur mit Rock\u2019n\u2019Roll tut) und eine neue Generation von K\u00fcnstlern pr\u00e4gt (u.a. George Lucas, Stephen King, Steven Spielberg), ist ihm unvorstellbar.<\/p>\n<p>Die Gegenfrage an Wertham muss lauten: Wie kann es fiktionales Erz\u00e4hlen ohne Drama geben?<\/p>\n<p>Denn Wertham klagt wortreich und ausf\u00fchrlich, dass in \u201ecrime comics\u201c seitenlang Verbrechen geschildert werden, aber nur im Schlussbild das Gute siegt und der B\u00f6sewicht bestraft wird.<br \/>\nDas jedoch ist eine sinnlose Klage, denn so funktioniert ein Thriller nun mal &#8211; jedes H\u00f6rspiel, jedes Krimi-Buch, jeder Spielfilm verf\u00e4hrt nach derselben Dramaturgie. Mit solchen Weinerlichkeiten verwischt Wertham sein nicht unberechtigtes Anliegen und klingt wie eine alte Jungfer, die in jedem Winkel Gespenster lauern sieht.<\/p>\n<div id=\"attachment_2623\" style=\"width: 538px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2012\/10\/DisplayBooks.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2623\" class=\" wp-image-2623  \" title=\"DisplayBooks\" alt=\"\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2012\/10\/DisplayBooks.jpg\" width=\"528\" height=\"355\" srcset=\"https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2012\/10\/DisplayBooks.jpg 800w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2012\/10\/DisplayBooks-300x202.jpg 300w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2012\/10\/DisplayBooks-624x420.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 528px) 100vw, 528px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2623\" class=\"wp-caption-text\">Ansammlung von Schmutz und Schund im \u00dcberblick<\/p><\/div>\n<p>Dass es ab 1955 tats\u00e4chlich (und notgedrungen) ein fiktionales Erz\u00e4hlen ohne Drama gibt, ist die erschreckende Konsequenz aus der eilig ausgerufenen Selbstzensur der Comicverleger. All die Comichefte unter dem Siegel der freiwilligen Selbstkontrolle f\u00fcllen ihre Seiten mit nahezu fantastischen Konstrukten einer Welt, die mit dem realen Alltag noch weniger zu tun hatten als die abenteuerlichsten R\u00e4uberpistolen in den Jahren zuvor (ein sch\u00f6nes Beispiel siehe <a href=\"http:\/\/fifties-horror.de\/wissen\/comics-unter-dem-code\" target=\"_blank\">HIER<\/a>).<\/p>\n<p>Es ist frustrierend, sich intensiv mit dem Pamphlet des Doktor Wertham zu besch\u00e4ftigen. Denn nichts weiter als ein Pamphlet ist es. Die Unwissenschaftlichkeit seiner Arbeit ist schon vielfach beschrieben worden (unter anderen sehr gr\u00fcndlich von Adrian Wymann, bei Interesse klicken Sie <a href=\"http:\/\/www.panelology.info\/Wertham1940s.html\" target=\"_blank\">HIER<\/a>).<\/p>\n<p>FIFTIES HORROR will jedoch einen \u00dcberblick \u00fcber den Kosmos der 50er Jahre bieten, deshalb sei auf einige Internet-Publikationen hingewiesen. Die Webseite \u201elostsoti.org\u201c listet vergn\u00fcglich auf, welche Comichefte in \u201eSeduction Of The Innocent\u201c erw\u00e4hnt werden (siehe <a href=\"http:\/\/www.lostsoti.org\/FoundSOTI.htm\" target=\"_blank\">HIER<\/a>), aber auch, welche Textstellen bei Wertham immer noch schleierhaft sind und (noch) keinem konkreten Heft zugeordnet werden konnten (siehe <a href=\"http:\/\/www.lostsoti.org\/LostSOTI.htm\" target=\"_blank\">HIER<\/a>)<\/p>\n<p>Nicht zuletzt ist das originale Buch unter <a href=\"http:\/\/www.dreadfuldays.net\/soti.html\" target=\"_blank\">DIESER <\/a>Seite im Internet einzusehen.<\/p>\n<p><em>(Achtung: Die Illustrationen im Text stammen NICHT aus Werthams Buch, sondern wurden \u201ezur Auflockerung und Bebilderung der Lekt\u00fcre\u201c vom Gestalter der Webseite eingef\u00fcgt! Auf diese Beispiele nimmt Wertham Bezug bzw. solche Bilder k\u00f6nnten seine \u201eInspiration\u201c gewesen sein.)<\/em><\/p>\n<p>\u201eSeduction Of The Innocent\u201c ist eine m\u00fchselige Lekt\u00fcre, ein redundanter Stiefel. Immer wieder dieselbe Leier. \u201eGute Literatur\u201c sei wichtig und beschere ihren Lesern einen Gewinn f\u00fcrs ganze Leben. Comics verdrehten Kindern den Kopf in ausschlie\u00dflich sch\u00e4dlicher Weise und reduzierten die Sprache auf \u201eWham!\u201c, \u201eBlam!\u201c und \u201eAarggh!\u201c.<\/p>\n<p>Nach der Lekt\u00fcre von \u201eSeduction Of The Innocent\u201c lautet mein Fazit:<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><strong>ST\u00d6HN!<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><strong>\u00c4CHZ!<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><strong>W\u00dcRG!<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: right\"><em>Tillmann Courth, ehemals Klasse 5a, sozialisiert durch MICKY MAUS, ZACK und MAD.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: right\"><strong><br \/>\nNachtrag Februar 2013:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Die Professorin Carol Tilley, Medienwissenschaftlerin an der Universit\u00e4t von Illinois, ver\u00f6ffentlicht ihre Recherche zu Werthams nachgelassenen Aufzeichnungen zu SOTI. Sie f\u00f6rdert zu Tage, dass Wertham weite Passagen seines Buches mit entstellten Zitaten, falschen Daten und manipulierten Fallbeispielen gestaltet hat. Online-Artikel aus dem &#8222;News Bureau&#8220; der University of Illinois finden Sie <a href=\"http:\/\/news.illinois.edu\/news\/13\/0211comics_CarolTilley.html\" target=\"_blank\">HIER<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: right\"><strong>Nachtrag Januar 2014:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Der Timely-\/Atlas-\/Marvel-Fachmann Dr. Michael J. Vassallo pr\u00e4sentiert auf seinem Blog eine \u00fcberaus ersch\u00f6pfende Geschichte der Zensurbem\u00fchungen. Beginnend mit einem Blick auf die Debatten um &#8222;gute Literatur&#8220; im viktorianischen England zeigt Vassallo chronologisch auf, wie die amerikanischen Medien seit dem Jahr 1948 ihre Kampagnen gegen Comichefte f\u00fchrten. Artikel f\u00fcr Artikel (oft im Originalabdruck einsehbar!) l\u00e4sst sich nachverfolgen, wie Stimmung gegen Comics gesch\u00fcrt wurde. Dieser Online-Quellenschatz findet sich <a href=\"http:\/\/timely-atlas-comics.blogspot.ca\/2011\/02\/frederic-wertham-censorship-anti.html\" target=\"_blank\">HIER<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><span style=\"color: #ff0000\">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/span><\/p>\n<h3>Anhang: Ein Wertham-Beispiel<\/h3>\n<p>In Kapitel 14 (\u201eThe Triumph Of Dr. Payne\u201c) aus SOTI emp\u00f6rt sich der Psychiater \u00fcber eine \u201eLustmord-Geschichte\u201c, in welcher diversen Frauen diverse K\u00f6rperteile abgeschnitten werden. Dieser Comic l\u00e4sst sich unschwer identifizieren als \u201e<strong>The Body Maker<\/strong>\u201c aus Harveys BLACK CAT MYSTERY Nr. 39 (vom September 1952), exquisit illustriert von Warren Kremer. Und richtig, die Handlung wird (in Teilen) korrekt beschrieben: Der missgestaltete Dr. Payn \u00fcberf\u00e4llt Frauen und verst\u00fcmmelt sie.<\/p>\n<p>Wertham erw\u00e4hnt jedoch nicht, weshalb er dies tut. Dr. Payn will wie Frankenstein (auf den er ausdr\u00fccklich Bezug nimmt) ein perfektes Gesch\u00f6pf erschaffen \u2013 eine Bilderbuchfrau, die seine eigene H\u00e4sslichkeit vergessen macht. Payn will dieses Wesen nicht als Gef\u00e4hrtin halten und gebrauchen, sondern pure Sch\u00f6nheit kreieren. Also zieht er los und \u201esammelt\u201c von verschiedenen Frauen ihre sch\u00f6nsten K\u00f6rperteile ein. Nat\u00fcrlich ist das entsetzlich und keine Lekt\u00fcre f\u00fcr Grundschulkinder, aber es ist auch keine \u201eLustmord-Geschichte\u201c.<\/p>\n<p>Payn kommt auf seiner Mission ums Leben. In einem grotesken Unfall stranguliert er sich in den Haaren seines letzen Opfers. Das ist zwar einerseits an den Haaren herbeigezogen (und darauf wird vom Autor der Geschichte im Schlussbild sogar angespielt), andererseits auch ein \u201epoetic justice\u201c-Finale, wie es im Horrorcomic gang und g\u00e4be war.<\/p>\n<p>Wertham liest \u201eThe Body Maker\u201c als rei\u00dferisches und sinnloses Brutalit\u00e4ten-Kabinett.<br \/>\nIch verstehe \u201eThe Body Maker\u201c als absurde und schwarzhumorige Frankenstein-Persiflage.<\/p>\n<p><em>Damit SIE sich ein Bild machen k\u00f6nnen, ver\u00f6ffentlichen wir hier \u201eThe Body Maker\u201c als Vollscan. Viel Vergn\u00fcgen (oder auch nicht)\u2026<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2012\/10\/BodyMaker1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft  wp-image-2625\" title=\"BodyMaker1\" alt=\"\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2012\/10\/BodyMaker1.jpg\" width=\"1000\" height=\"1427\" srcset=\"https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2012\/10\/BodyMaker1.jpg 1000w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2012\/10\/BodyMaker1-210x300.jpg 210w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2012\/10\/BodyMaker1-717x1024.jpg 717w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2012\/10\/BodyMaker1-624x890.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2012\/10\/BodyMaker2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft  wp-image-2626\" title=\"BodyMaker2\" alt=\"\" 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\/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eDie Verf\u00fchrung der Unschuldigen\u201c (Seduction Of The Innocent, in Expertenkreisen schlicht \u201eSOTI\u201c abgek\u00fcrzt) ist der Titel eines Sachbuchs, das im Jahr 1954 zum Sargnagel f\u00fcr eine bl\u00fchende US-amerikanische Comicindustrie wird. 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