{"id":3638,"date":"2013-08-06T12:03:54","date_gmt":"2013-08-06T10:03:54","guid":{"rendered":"http:\/\/fifties-horror.de\/?page_id=3638"},"modified":"2024-06-17T11:53:54","modified_gmt":"2024-06-17T09:53:54","slug":"literatur-und-reprint-guide","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/fifties-horror.de\/?page_id=3638","title":{"rendered":"Literatur- und Reprint-Guide"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Nachdrucke von 50er-Jahre-Horrorcomics:<\/h2>\n\n\n\n<p>Ich sch\u00e4tze, dass weltweit keine 200 Menschen intime Kenner der Pre-Code-Horrorcomics sind. Auch ich bin nur engagierter Laie. Eine umfassende Kenntnis erfordert den Besitz von \u00fcber 1.000 Original-Heften. Das ist nicht nur unbezahlbar, sondern auch unerreichbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Man kann sich jedoch gut in die Materie einarbeiten. An ein gutes Drittel (vielleicht gar die H\u00e4lfte) des \u201eStoffes\u201c kommt man heran \u2013 mit Nachdrucken, einigen Fachartikeln und einem digitalen Museum! Wie das funktioniert, schildere ich im Folgenden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nachtrag 2016:<\/strong> Hohoho. Inzwischen kommt man an mindestens <strong>Dreiviertel<\/strong> (!) des Stoffs heran! Ich selber habe ordentlich digitale L\u00fccken gef\u00fcllt, und die Flut von Nachdrucken in Buchform rei\u00dft nicht ab. Serie um Serie wird neu aufgelegt (s. weiter unten, B\u00fccher von PS und Craig Yoe).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">THE COMPLETE EC LIBRARY (Russ Cochran im Eigenverlag, <img decoding=\"async\" class=\"alignright  wp-image-398\" title=\"CompleteLibrary\" alt=\"\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/CompleteLibrary.bmp\">1977-2006).<\/h3>\n\n\n\n<p>Eines Verlegers Lebenswerk: in 18 vielkiloschweren Schubern ist das Oeuvre der Entertaining Comics abgelichtet. 12 dieser Monster versammeln das \u201eKernwerk\u201c aus den Zeiten des \u201eNew Trend\u201c. Diese wurden auch schnell ver\u00f6ffentlicht (bis 1985). Die Vorl\u00e4ufer und Nachgeburten kamen peu a peu noch hinterher. Eine Zierde in jedem Comicschrank.<\/p>\n\n\n\n<p>Kurioserweise erfahren selbst hochpreisige Nachdrucke wie diese keine Wertsteigerung. Die Library l\u00e4sst sich auf Ebay mit ein bisschen Geduld noch komplett zum damaligen Ausgabepreis zusammensteigern.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Neue &#8222;EC Comics Library&#8220; (Fantagraphics, seit 2012)<\/h3>\n\n\n\n<p>Hier handelt es sich um eine fortlaufende Serie von Hardcoverb\u00e4nden zum kleinen Preis.<br>\nIn gutem Druck (jedoch kleinformatig und unsch\u00f6n komprimiert) pr\u00e4sentiert Fantagraphics ebenfalls in Schwarz-Wei\u00df einzelne Zeichner von EC: Kriegscomics von Harvey Kurtzman, Horrorwerke von Jack Davis, Thriller von Wally Wood and alles von Al Williamson in leider lieblos wirkender Aufmachung.<br>\nMich spricht dieses Programm nicht an, aber wer noch nichts von EC hat, ist eventuell dankbar f\u00fcr dieses Angebot. Interessenten m\u00f6gen bitte die Webseite zur <a href=\"http:\/\/www.fantagraphics.com\/browse-shop\/the-ec-comics-library-2.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Fantagraphics EC Comics Library<\/a> studieren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">FIFTIES TERROR (Eternity Comics, 1988-1989).<\/h3>\n\n\n\n<p>Schwarz-wei\u00df-Reprints auf billigem Papier. Vier oder f\u00fcnf Geschichten pro Heft. Es existieren sechs Ausgaben. Wenige Einzelhefte auf Ebay zu finden. Die Auswahl scheint superb (Powell, Nostrand, Sparling, Check im ersten Heft, \u00fcbrigens alles Harvey-Reprints). Enthalten weder Kommentare noch Zeichner-Credits, aber die Erstver\u00f6ffentlichungen sind angegeben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">SILVER SCREAM (Lorne-Harvey Publications, 1991).<\/h3>\n\n\n\n<p>Ebenfalls schwarz-wei\u00df-Reprints auf billigem Papier. Es existieren drei Ausgaben. Auch d\u00fcnne Hefte mit allerdings ausgesucht feinen Geschichten. Leider finden sich nirgendwo Credits, Recherchen ergeben jedoch, dass es sich um Nachdrucke aus Comics des Harvey Verlags handelt, meist \u201eBlack Cat\u201c.<br>\nHerausgeber \u201eLorne-Harvey\u201c scheint Rechtsnachfolger zu sein. Auch hier wie schon bei \u201eFifties Terror\u201c viel sch\u00f6nes Artwort von Bob Powell und Howard Nostrand!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">SEDUCTION OF THE INNOCENT (Eclipse Comics, 1985-1986).<\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft\"><a href=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/03\/SeduInno.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"193\" height=\"300\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/03\/SeduInno-193x300.jpg\" alt=\"SeduInno\" class=\"wp-image-3346\" srcset=\"https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/03\/SeduInno-193x300.jpg 193w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/03\/SeduInno.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 193px) 100vw, 193px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Ironisch benannt nach dem Buch, das 1954 die Welle der \u00f6ffentlichen Emp\u00f6rung gegen Comics an sich kr\u00f6nte.<br>\nSechs schmale Hefte mit je nur vier oder f\u00fcnf Geschichten.<\/p>\n\n\n\n<p>Exzellente Repros von Originalbl\u00e4ttern, darunter mehrere Geschichten von Alexander Toth. Im Internet noch erh\u00e4ltlich.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Gewarnt&#8220; sei allerdings vor der Neukolorierung, die den Liebhaber der Originale augenblicklich befremden wird:<\/p>\n\n\n\n<p>Seltsam erdige und gedeckte T\u00f6ne nehmen den Geschichten viel vom schrillen Charme der sehr viel kontrastreicheren (sprich: &#8222;bunteren&#8220;) Erstver\u00f6ffentlichungen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">MR. MONSTER SUPER DUPER SPECIALS (Eclipse Comics, 1986-1987).<\/h3>\n\n\n\n<p>Der r\u00fchrige Eclipse-Verlag legte nach mit mehreren Sonderheften, die Horror-, Science Fiction- und Crime-Stories pr\u00e4sentieren. Auch das sind nur d\u00fcnne Heftchen, die ebenfalls neu koloriert ausgew\u00e4hlte Delikatessen feilbieten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die, monster, die! (malibu graphics publishing group, 1991).<\/h3>\n\n\n\n<p>Obacht, leider eine Mogelpackung.<br>\nDer Untertitel verspricht zwar &#8222;24 Classic Tales Of Monsters, Madmen And Mayhem From The Pre-Code Horror Comics Of The 50s&#8220;, aber bietet keine COMIC STORIES, sondern Textgeschichten! Ja, genau 24 kurze Textgeschichten aus der Heftmitte der Gruselcomics.<br>\nDas k\u00f6nnte ja ein lesenswertes Projekt sein, aber mir kommen die ausgew\u00e4hlten Texte \u00e4u\u00dferst wahllos kombiniert vor. Und richtig grottig sind sie auch nicht durchgehend. Urteil: \u00fcberfl\u00fcssig.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">TALES TOO TERRIBLE TO TELL (New England Comics Press, 1991-93).<\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft\"><a href=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/03\/Tooterri.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"250\" height=\"272\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/03\/Tooterri.jpg\" alt=\"Tooterri\" class=\"wp-image-3356\"\/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Diese Fanzine-Reihe rei\u00dft bis heute Menschen in den Sog der Comicsucht. Noch alle 11 Ausgaben sind als USA-Import \u00fcber Ebay erh\u00e4ltlich.<br>\nMit Gl\u00fcck erwischt man einen kompletten Satz. Die Hefte sind in Schwarz-Wei\u00df gehalten und wirken ein wenig schmuddelig.<br>\nOft reproduziert Herausgeber Suarez nicht von Originalkunst (verschollen), sondern aus alten Heften. Das wirkt leider wie aus dem Fotokopierer gezogen, tut aber der Sache keinen Abbruch.<br>\nDer Hauptspa\u00df besteht in seinen Ausf\u00fchrungen zur Horrorforschung und den ironischen Kommentaren in seiner \u201ecover gallery\u201c.<br>\nDavon inspiriert, pr\u00e4sentiert FIFTIES-HORROR eine eigene Titel-Galerie mit Kommentaren.<\/p>\n\n\n\n<p>Achtung, Schn\u00e4ppchen! Auf ihrer Homepage vertickt die NewEnglandPress einen kompletten Satz TTTTT f\u00fcr sagenhafte 20 Dollar! Sehen Sie <a href=\"http:\/\/www.necpress.com\/Ticksearch.aspx?q=[HORROR]\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>.<br>\n<strong>Nachtrag Juli 2013:<\/strong> Erfahre soeben, dass dieses Angebot offenbar nicht f\u00fcr Europa gilt. Nicht bestellen! Der Verlag hatte Schwierigkeiten mit dem deutschen Zoll, da manche Hefte Kriegsgeschichten aus den 40er Jahren nachdruckten. Da kommen dann Hakenkreuze vor, das hat der deutsche Zoll offenbar \u00f6fters mal einkassiert.<br>\nNewEnglandPress versendet deshalb nicht mehr direkt nach Deutschland!<br>\nBitte euer Bietergl\u00fcck auf Ebay versuchen&#8230; :- (<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">The MAMMOTH BOOK OF BEST HORROR COMICS (Running Press Book Publishers, 2008).<a href=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/03\/mammoth.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-3358\" alt=\"mammoth\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/03\/mammoth-175x300.jpg\" width=\"175\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/03\/mammoth-175x300.jpg 175w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/03\/mammoth.jpg 240w\" sizes=\"(max-width: 175px) 100vw, 175px\" \/><\/a><\/h3>\n\n\n\n<p>F\u00fcr 10 bis 20 Euro erh\u00e4ltlich in USA oder Gro\u00dfbritannien, auch bei Amazon Deutschland.<br>\nFettes Teil in Schwarz-Wei\u00df mit \u00fcber 500 Seiten, aber was kann es bieten? Doch einiges.<br>\nImmerhin 19 Nachdrucke aus den 50er Jahren, darunter namhafte K\u00fcnstlerbekanntschaften wie Palais, Heck, Fox, Cameron, Hollingsworth, Cole, Grandenetti und Katz.<br>\nDie Repros sind nicht brillant, aber ordentlich.<br>\nHerausgeber Peter Normanton (Macher des englischen Horror-Fanzines \u201eFrom The Tomb\u201c) packt noch 28 Geschichten aus sp\u00e4teren Jahrzehnten hinzu und bietet uns somit einen griffigen und kenntnisreichen \u00dcberblick \u00fcber die Stile und Entwicklungen des Horrorcomics.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">CRYPT OF HORROR (AC Comics, seit 2005).<\/h3>\n\n\n\n<p>Etwa halbj\u00e4hrlich erscheinen hier auf 120-140 Seiten pro Heft feine Nachdrucke. Eigentlich ein sensationelles Projekt, das ich jedoch noch nirgendwo im Handel gesehen habe (es handelt sich offenbar um &#8222;print-on-demand&#8220;-Produkte, die dann auf Bestellung erst erstellt werden&#8230;).<br>\nIch kenne auch niemanden, der sie besitzt. Sie sind einfach viel zu teuer.<br>\nMittlerweile sind 17 Ausgaben auf dem Markt, allerdings zum &#8222;Mir-bluten-die-Ohren&#8220;-Preis von je 25 bzw. 30 Dollar! Noch dazu handelt es sich um schwarz-wei\u00dfe Nachdrucke.<br>\nHmm. Kein berauschendes Preis-Leistungs-Verh\u00e4ltnis.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">MARVEL MASTERWORKS \u2013 ATLAS ERA (Marvel Comics, seit 2007).<\/h3>\n\n\n\n<p>Marvel ist seit einiger Zeit auf den Trichter gekommen, dass man auch Werke aus den fr\u00fchen 50er Jahren nachdrucken kann. Als Marvel noch Atlas hie\u00df, waren sie ja die gr\u00f6\u00dften und flei\u00dfigsten Verleger von Horrorcomics.<\/p>\n\n\n\n<p>2009 wurde die komplette pre-code-Serie <strong>MENACE <\/strong>aufgelegt (11 Hefte). Seit 2007 werden die <strong>STRANGE TALES<\/strong> chronologisch ver\u00f6ffentlicht (inzwischen vier B\u00e4nde mit insgesamt 40 Heften). Ab der Nummer 35 tragen die Hefte das Siegel der Comics Code Authority (und sind damit nicht mehr pre-code, sondern post-code). Dasselbe gilt f\u00fcr <strong>JOURNEY INTO MYSTERY<\/strong> (im Nachdruck seit 2008, hier endet der Grusel mit Ausgabe Nummer 23).<\/p>\n\n\n\n<p>Das Reizvolle an den Masterworks ist, dass sie bisher nicht in Horror-Anthologien nachgedruckt wurden (weil nicht lizenzfrei!). Diesen Stoff gibt es also ausschlie\u00dflich in diesen sch\u00f6n gemachten (aber mit 60 Dollar auch brutal teuren!) B\u00e4nden.<br>\nEtwas gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig ist allerdings die Reproduktion auf wei\u00dfem Hochglanzpapier.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright\"><a href=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/MarvelMenace.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"209\" height=\"300\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/MarvelMenace-209x300.jpg\" alt=\"MarvelMenace\" class=\"wp-image-400\" srcset=\"https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/MarvelMenace-209x300.jpg 209w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/MarvelMenace.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 209px) 100vw, 209px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Die Farben (gerade in den \u201eStrange Tales\u201c Nr. 1 \u2013 5) wirken zum Teil regelrecht \u201epoppig\u201c. Man fragt sich unwillk\u00fcrlich, ob das noch authentisch sein kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Noch drei Beobachtungen zu den Gruselserien von Atlas:<br>\nErstens ist das Artwork relativ homogen, wenn ich b\u00f6se sein wollte w\u00fcrde ich sagen: austauschbar. Ob die Geschichten von Tuska, Goldfarb, Everett, Sinnott, Reinman oder Kida gestaltet sind (um nur einige Stammkr\u00e4fte zu nennen), stilistisch ist das alles recht nah beieinander. Selten tanzt da mal ein Krigstein, Colan oder Maneely aus der Reihe.<\/p>\n\n\n\n<p>Zweitens finden sich immer wieder reine Crime- oder Science-Fiction-Stories in den Horrorpaketen. Da fehlt mir manchmal die Trennsch\u00e4rfe, der Gestaltungswille. EC war in seinen Titel sehr viel konsistenter. Wenn bei EC \u201eCrime\u201c, \u201eHorror\u201c oder \u201eScience\u201c draufsteht, dann war da auch nix anderes drin.<\/p>\n\n\n\n<p>Drittens verlassen sich Atlas-Titel offenbar ausschlie\u00dflich auf Ironie. Das hat Vor- und Nachteile. Alle Comics sind durchaus solide. Sie beweisen Niveau und moralische Haltung. Es findet sich kein \u201eSchrott\u201c in diesen Heften. Leider wirkt das mitunter farblos \u2013 trotz der sch\u00f6nen Kolorierungen. Ich vermisse konkret auch mal eine Geschichte, die mich \u201e\u00c4hhhh\u2026\u201c st\u00f6hnen l\u00e4sst. Wo sind die herrlich saudummen Geschichten, wo ist der Trash, wo bricht auch mal der kranke Wahnsinn durch? (Master Comics, ACG, Fawcett, Story und Harvey greifen so sch\u00f6n oft auch mal richtig tief ins Klo\u2026)<br>\nNicht bei Atlas. Was ich schade finde. Atlas ist leicht steril.<\/p>\n\n\n\n<p>Und gleich darf ich mich selber korrigieren: Die Beitr\u00e4ge der Atlas-Serie <strong>VENUS <\/strong>(die Hefte 14 bis 19 z\u00e4hlen zum Horrorkanon) sind wundersam d\u00e4mlich. Obschon von Bill Everett ansprechend gezeichnet, sind die Texte von einer Qualit\u00e4t, dass man in die Tastatur bei\u00dfen m\u00f6chte: Betulich, schwachsinnig und unlogisch bis dorthinaus. &#8222;Baddies&#8220; durch die Bank. Zu bestaunen auf Karswells Blog &#8222;<a href=\"http:\/\/thehorrorsofitall.blogspot.com\/2011\/05\/kiss-of-death.html\">The Horrors Of It All<\/a>&#8222;.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">FORBIDDEN HORRORS &#8211; Comix From The Gone World (Cremo Studios, 2011).<strong> <\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Ein echtes Kuriosum ist dieses Werk von Michael Aitch (\u201eH\u201c) Price. Entdeckte ich auf Amazon, und obwohl man in das Buch hineinschauen durfte (Amazons \u201elook inside\u201c-Funktion), konnte ich mir keinen Reim darauf machen, was das f\u00fcr ein Buch sein sollte. Es sah aus wie eine Hommage an das Iger Studio, dessen Flie\u00dfbandkr\u00e4fte bekanntlich viele Heftserien der 50er Jahre mit Artwork best\u00fcckt haben.<br>\nIst es auch. Einerseits. Denn es druckt in Schwarz und Wei\u00df 22 pre-code-Geschichten von Igers stilbildendem Stammzeichner Robert Hayward Webb nach. Andererseits hat Price all diese Geschichten verfremdet und neu betextet!<br>\nDas ist oft r\u00e4tselhaft und m\u00fchselig, bereitet bisweilen aber auch Vergn\u00fcgen. Wenn mit der Sprache der 50er Jahre gespielt wird. Wenn Klischees thematisiert werden. Wenn Dr. Wertham als Zombiefigur die Comics von innen unterwandert. Oder wenn meta-humoristisch beklagt wird: \u201eWhere\u2019s Steve Ditko when a phantasmagorical scene needs him?!\u201c<br>\nMein Urteil: Schr\u00e4ger Spa\u00df f\u00fcr Experten!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mehr \u00fcber die Persiflagen von Michael H. Price<\/strong> erfahren Sie unter <a href=\"http:\/\/fifties-horror.de\/blog\/und-jetzt-ein-bisschen-werbung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">diesem Blog-Eintrag<\/a> &#8211; der auch auf eine Beispielgeschichte verweist&#8230;<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"620\" height=\"114\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/HarveyHorrors.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2078\" title=\"HarveyHorrors\" srcset=\"https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/HarveyHorrors.jpg 620w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/HarveyHorrors-300x55.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Harvey horrors &#8211; collected works (PS artbooks, seit 2011).<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Comichefte der Verlage EC, Atlas und Harvey gelten als die literarisch und grafisch besten Produkte ihrer Zeit. Was ich allerdings nach Lekt\u00fcre der ersten beiden Serien relativieren m\u00f6chte (s. unten). Dennoch: PS Publishing aus England macht Horrortr\u00e4ume wahr und arbeitet an der Gesamtausgabe der Harvey-Hefte. Bislang erschienen sind:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>CHAMBER OF CHILLS<\/strong>, Volume One &#8211; die ersten sieben Ausgaben der Jahre 1951\/52. Aus Originalheften abgescannt und mit aufgewei\u00dften Seitenr\u00e4ndern auf mattes Papier in Originalgr\u00f6\u00dfe reproduziert. Schon diese ersten sieben Hefte bieten ein tolles, ein wildes Spektrum &#8211; darunter so kranke Klassiker wie der k\u00f6stliche &#8222;Snake-Man&#8220; von Rudy Palais, &#8222;Operation: Monster&#8220; von Giunta\/Stallman, &#8222;Jelly Death&#8220; und &#8222;Pit Of The Damned&#8220; von Bob Powell, &#8222;Crawling Death&#8220; von Simon\/Perlin, &#8222;Dungeon Of Doom&#8220; von Vic Donahue sowie &#8222;Seven Skulls Of Magondi&#8220; von Kremer\/Elias.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft\"><a href=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/03\/ChamberCover.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"197\" height=\"300\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/03\/ChamberCover-197x300.jpg\" alt=\"ChamberCover\" class=\"wp-image-3305\" srcset=\"https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/03\/ChamberCover-197x300.jpg 197w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/03\/ChamberCover.jpg 350w\" sizes=\"(max-width: 197px) 100vw, 197px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Volume Two versammelt Hefte des Jahres 1952 und bleibt den K\u00fcnstlern von Volume One treu. Mit Ausgabe Nummer 13 betritt Howard Nostrand die B\u00fchne (&#8222;The Man Germ&#8220;). Im Vergleich zum fulminanten ersten Band schockieren diese n\u00e4chsten sechs Hefte jedoch durch inhaltliche Langeweile. Ein deutlicher Absturz, wir behalten das im Auge. Erw\u00e4hnenswert sind einzig \u201eHeadless Horror!\u201c (Abe Simon), \u201eBride Of The Crab\u201c (Moe Marcus) und \u201eThe Fruit Of Death\u201c (Rudy Palais).<\/p>\n\n\n\n<p>Mit Volume Three betreten wir das Jahr 1953 und erleben, dass Rudy Palais den Verlag verl\u00e4sst. Die gute Nachricht: Die inhaltliche Durststrecke ist \u00fcberwunden, und ab Heft 17 l\u00e4sst es die Redaktion richtig krachen. \u201eCycle Of Horror\u201c von Al Eadeh, \u201eAmnesia!\u201c von Warren Kremer, \u201eHaircut!\u201c von Howard Nostrand, \u201cAtom\u201d von Joe Certa, \u201cFriend\u201d und \u201cHappy Anniversary\u201d von Bob Powell sind die H\u00f6hepunkte dieses dritten Sammelbands.<\/p>\n\n\n\n<p>Volume Four beschert uns hingegen wieder eine kalte Dusche. Die eine H\u00e4lfte der Geschichten sind fadenscheinige, unlogische \u00c4rgernisse ohne Hand und Fu\u00df. Die andere H\u00e4lfte sind die wunderbaren, schwarzen Humoresken von Bob Powell und Howard Nostrand. Weitere K\u00fcnstler sind Joe Certa und Manny Stallman, neu im Aufgebot ist Jack Sparling. Dieser Band enth\u00e4lt gleich sieben Hefte (wobei anzumerken ist, dass die beiden letzten Ausgaben Nachdrucke fr\u00fcherer <strong>COC<\/strong>-Hefte sind). Hit-Stories sind \u201eChoir Master\u201c (Powell), \u201eInside Man\u201c, \u201eDust Unto Dust\u201c und \u201eI, Vampire\u201c (alle Nostrand) sowie \u201eLottery\u201c und \u201eHeartline\u201c von Stallman.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright\"><a href=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/03\/WitchCover1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"201\" height=\"300\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/03\/WitchCover1-201x300.jpg\" alt=\"WitchCover\" class=\"wp-image-3374\" srcset=\"https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/03\/WitchCover1-201x300.jpg 201w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/03\/WitchCover1.jpg 400w\" sizes=\"(max-width: 201px) 100vw, 201px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n<p><strong>WITCHES TALES<\/strong>, Volume One &#8211; die ersten sieben Ausgaben des Jahres 1951. Bereits besser (n\u00e4mlich heller) gedruckt als der erste Band der &#8222;Chamber Of Chills&#8220;. Enth\u00e4lt jede Menge Geschichten von Rudy Palais, weitere Klassiker von Powell (&#8222;Sewer Monsters&#8220;, &#8222;Servants Of The Tomb&#8220; und &#8222;League Of The Damned&#8220;) und einiges, was zu entdecken sein d\u00fcrfte.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Volume Two gilt leider dasselbe wie f\u00fcr den zweiten Band der CHAMBER OF CHILLS. Im Jahre 1952 produziert Harvey inhaltlich ziemlichen M\u00fcll. Die Geschichten wirken halbgar, hastig, hingehuddelt. Immerhin kann das kreative Artwork ein bisschen Boden gutmachen.<br>\nRudy Palais, Bob Powell, Vic Donahue, Manny Stallmann und Joe Certa sind die Stammzeichner.<br>\nDie Ausbeute an Klassikern aber bleibt mager: \u201eToys Of Terror\u201c von Lee Elias, \u201eTank Of Corpses\u201c von Joe Certa, \u201eIt!\u201c von Bob Powell und \u201eThe Torture Jar\u201c von Morris Marcus. Mehr ist hier nicht drin.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch Volume Three hat mich einigerma\u00dfen schockiert. Wir bekommen mehr dramaturgisch mit der hei\u00dfen Nadel gestrickte Pseudo-Geschichten, die oft peinlich verpuffen.<br>\nAm besten funktionieren einige Plots, die sie von EC geklaut haben; am originellsten sind Nostrands \u201eMother Goose\u2019s Nursery Crimes\u201c. An Stories zu erw\u00e4hnen sind blo\u00df \u201eArt For Death\u2019s Sake\u201c von Palais, \u201eZodiac\u201c von Warren Kremer, \u201eKiss And Kill\u201c sowie \u201eThe Invasion\u201c von Bob Powell. O weh, o weh, Harvey. Das Denkmal bekommt t\u00fcchtige Risse.<\/p>\n\n\n\n<p>Volume Four hingegen \u00fcberrascht wieder mit Qualit\u00e4t! Jede Menge fabelhaftes Artwork &#8211; fast ausschlie\u00dflich von Powell, Nostrand und Stallman. Dazu gibt es viele gute (und sogar einige originelle) Stories: &#8222;Eye Eye, Sir&#8220; von Sid Check, &#8222;What&#8217;s Happening at 8.30?&#8220; und &#8222;Ivans-Woe&#8220; von Nostrand, &#8222;The Ticket&#8220; und &#8222;Monopoly&#8220; von Stallman, &#8222;Ali Barber and the Forty Thieves&#8220; und &#8222;The Hunter&#8220; von Powell. Insgesamt findend die letzten Ausgaben von <strong>WT<\/strong> einen eigenen ironischen Ton.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft\"><a href=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2013\/08\/TombTerror11.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"400\" height=\"600\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2013\/08\/TombTerror11.jpg\" alt=\"TombTerror11\" class=\"wp-image-4380\" srcset=\"https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2013\/08\/TombTerror11.jpg 400w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2013\/08\/TombTerror11-200x300.jpg 200w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n<p><strong>TOMB OF TERROR<\/strong>, Volume One &#8211; die ersten sechs Ausgaben aus dem Jahre 1952. Harveys Horror-Nesth\u00e4kchen geht als dritte Ausgabe an den Start. Neben den Verlagsstars Powell (hier vertreten mit \u201eRat Man\u201c und \u201eCavern Of The Doomed\u201c) und Palais (\u201eCrypt Of Death\u201c und \u201eHead Of The Medusa\u201c) machen wir hier Bekanntschaft mit zwei &#8222;neuen&#8220; Zeichnern, die h\u00f6chst entdeckenswert sind: Joe Certa und Morris Marcus.<br>\nTOMB OF TERROR kann sich dem Fluch des textschwachen Jahres 1952 besser entziehen als die Schwesterhefte CHAMBER OF CHILLS und WITCHES TALES, denn hier rifft man nicht nur auf Versatzst\u00fccken herum, sondern wartet auch mal mit originellen (sprich: meist abstrusen) Ideen auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Volume Two reicht bis zum Herbst 1953 und pr\u00e4sentiert im Gro\u00dfen und Ganzen \u201eokayes\u201c Zeug. Ein paar \u00e4rgerliche Ausrei\u00dfer werden aufgefangen durch ein paar originelle Stories. Der Rest ist passable Gruselware. Das Artwork ist \u2013 wie meist bei Harvey \u2013 attraktiv. Dieser Band pr\u00e4sentiert vor allem Lee Elias (darunter \u201eBubble, Cauldron, Bubble!\u201c), Bob Powell (\u201eCommunist\u201c), Howard Nostrand (\u201eThe Rift Of The Maggis\u201c) und Manny Stallman (\u201eThe Eyes Of March\u201c).<\/p>\n\n\n\n<p>Volume Three macht den Sack zu und druckt die f\u00fcnf letzten Hefte (bis Sommer 1954) ab. Mit Ausgabe Nummer 13 (von 16) wandelt sich TOT zum Science Fiction-Heft! In der Schlussnummer brillieren Sid Check und Howard Nostrand noch mit dem Vampirhorror \u201eTag\u2026 You\u2019re It\u201c. Davor zu erw\u00e4hnen sind \u201eTale Of Cain\u201c von Nostrand, \u201eGerm Sequence\u201c von Joe Certa, \u201eThe Dead Planet\u201c und \u201eThe Report\u201c von Bob Powell sowie \u201eBreak-Up\u201c und &nbsp;\u201eWhat D\u2019you Know, Joe\u201c von Jack Sparling, dem Sp\u00e4tzugang in Harveys Horroraufgebot.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>BLACK CAT MYSTERY<\/strong>, Volume One &#8211; die ersten sechs Ausgaben aus den Jahren 1951\/52. Dieser eher harmlos wirkende Titel entfaltet vor uns das komplette Spektrum des Harvey-Wahnsinns: blutige Gewalt gegen Mensch und Tier, kalte Grausamkeit und unerbittliche Rachsucht &#8211; kranker Schei\u00df vom Feinsten. Darunter &#8222;Sleepwalking Killer&#8220;, &#8222;Jack Of Horror&#8220;, &#8222;Last Man On Earth&#8220;, &#8222;Marching Zombies&#8220; und &#8222;Army Of Scorpions&#8220;. Gezeichnet von (im Grunde) nur drei K\u00fcnstlern: Vic Donahue, Bob Powell und vor allem Palais, Palais, Palais (der Rudy nat\u00fcrlich).<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright\"><a href=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2013\/08\/BlackCat48.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"400\" height=\"584\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2013\/08\/BlackCat48.jpg\" alt=\"BlackCat#48\" class=\"wp-image-5380\" srcset=\"https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2013\/08\/BlackCat48.jpg 400w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2013\/08\/BlackCat48-205x300.jpg 205w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Volume Two pr\u00e4sentiert uns die zweite Jahresh\u00e4lfte 1952. Mehr zeichnerischer Wahnsinn von Bob Powell, Rudy Palais, Joe Certa sowie Don Perlin und Abe Simon. Viele Geschichten sind belanglose Gr\u00fctze, aber es finden sich auch Klassiker: \u201eRotting Demons\u201c von Bob Powell, \u201eThe Body Maker\u201c von Warren Kremer und \u201eLive Man\u2019s Funeral\u201c von Al Eadeh.<br>\nSchockierend ist allerdings Peter Normantons Portr\u00e4t von Rudy Palais, das vor Fehlern nur so strotzt. Der Mann ist Horrorexperte und weist Palais trotzdem gleich mehrfach Geschichten zu, die dieser nie entworfen hat. Hinzu kommen noch Beispielbilder (!), die ebenfalls NICHT von Palais stammen. Herrje, wieso fragt mich denn vorher keiner?!<br>\nDie Leute von Yoe-Publications tun das inzwischen\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Volume Three deckt das Jahr 1953 ab und beweist, dass der nun nur noch BLACK CAT genannte Gruseltitel wahrscheinlich Harveys beste Serie ist. Neben wenigen m\u00fcden Beitr\u00e4gen brillieren daf\u00fcr die beiden Starzeichner Bob Powell (mit \u201eMy Husband, The Cat\u201c, \u201eExcursion\u201c und \u201eColorama\u201c) und Howard Nostrand (mit \u201eSearch For Evil\u201c und \u201eLow Noon\u201c). Sch\u00f6ner Bonus ist ein umfangreiches und spa\u00dfiges Vorwort von Comicgr\u00f6\u00dfe Stephen R. Bissette, der vergn\u00fcglich die Geschichte der Reihe verfolgt und herrliche Code-Zensuren pr\u00e4sentiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit Volume Four pr\u00e4sentiert man uns die letzten sechs Hefte aus dem Jahr 1954. Wobei anzumerken ist, dass die beiden letzten Ausgaben Nachdrucke alter BLACK CATs aus dem Jahr 1952 sind! Also noch vier origin\u00e4re Hefte mit Artwork von Powell, Nostrand, Certa und Gastbeitr\u00e4gen. Erw\u00e4hnenswert sind \u201eThe Lonely\u201c von Howard Nostrand, \u201ePest Control\u201c von Jack Sparling sowie \u201eMoe Gambo\u201c und \u201eThe Old Mill Scream\u201c von Bob Powell.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">American Comics Group \u2013 collected works (PS artbooks, seit 2011).<\/h3>\n\n\n\n<p>Ich war skeptisch, ob die ACGs was taugen. Horrorpionier Suarez hat \u00fcber sie abgel\u00e4stert, und sie sind in der Tat nicht so kunstvoll wie die ECs, nicht so krank wie die Harveys, nicht so knackig wie das Zeug von Atlas, nicht so elegant wie manches von ACE. Aber das Artwork ist ansprechender als erwartet, und ich habe sie wirklich gern gelesen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"155\" height=\"169\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/ACGlogo.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2112\" title=\"ACGlogo\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n<p><strong>ADVENTURES INTO THE UNKNOWN<\/strong>, Volume One \u2013 die ersten f\u00fcnf Ausgaben der Jahre 1948\/49. Diese Serie ist der erste fortlaufende Horrorcomic seiner Tage und bleibt 33 Nummern lang ein 52-Seiten-Heft! Deshalb werden die <strong>AITU<\/strong> in F\u00fcnferb\u00e4nden gesammelt. Erw\u00e4hnenswerte K\u00fcnstler: King Ward, Edvard Moritz, Leonard Starr. Enth\u00e4lt Al Feldsteins Horrorm\u00e4r \u201eCreekmore Curse\u201c, erschienen VOR seinen Zeiten als Chefredakteur der EC-Gruselserien.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit Volume Two laufen wir ins Jahr 1950 ein. Weiterhin brave Gruselware im Stil der sp\u00e4ten 40er Jahre. Hauptk\u00fcnstler sind Jon Blummer, Charles Sultan sowie der merkw\u00fcrdige Kuhaugen-Maler Robert S. Pious. Muss man nicht gelesen haben, aber ACG ist der Horror-Pionierverlag und gibt sich M\u00fche. Daf\u00fcr haben sie meinen vollen Respekt.<\/p>\n\n\n\n<p>Volume Three schlie\u00dft das Jahr 1950 ab. Erfreuliche Feststellung: Die <strong>AITU<\/strong> wirken inzwischen ein wenig peppiger und frischer. Auch die steifen Gurkenmaler Wilhelms und Pious geh\u00f6ren nicht mehr zum Aufgebot. Zeichnerische Akzente setzt in diesem Band der ACG-\u201eromance artist\u201c Ogden Whitney.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft\"><a href=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/03\/AdvenIntoUnknown.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"350\" height=\"501\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/03\/AdvenIntoUnknown.jpg\" alt=\"AdvenIntoUnknown\" class=\"wp-image-3303\" srcset=\"https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/03\/AdvenIntoUnknown.jpg 350w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/03\/AdvenIntoUnknown-209x300.jpg 209w\" sizes=\"(max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Volume Four pr\u00e4sentiert das erste Halbjahr 1951 und gl\u00e4nzt nicht nur mit tollen Titelbildern von Ogden Whitney, sondern bleibt auch inhaltlich einigerma\u00dfen unterhaltsam. Zeichnerisch setzen Lin Streeter und Emil Gershwin die Highlights.<\/p>\n\n\n\n<p>Volume Five schlie\u00dft das Jahr 1951, f\u00e4llt aber leider in alte Muster (und alten Look) zur\u00fcck! Die bem\u00fcht literarischen Geschichten reizen nur selten zum Lachen, es herrscht schlimmes business-as-usual bei ACG.<br>\nDieser Verlag braucht eine grafische Frischzellenkur. Im Aufgebot nach wie vor Edvard Moritz, Charles Sultan, Lin Streeter, King Ward, Al Camy \u2013 und selbst George Wilhelms bleibt uns weiter erhalten\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>FORBIDDEN WORLDS<\/strong>, Volume One \u2013 die ersten f\u00fcnf Ausgaben der Jahre 1951\/52. <strong>FW<\/strong> beginnt ebenfalls als 52-Seiten-Heft und pr\u00e4sentiert die spa\u00dfigeren, flotteren, d\u00e4mlicheren Stories mit erfrischend variablem Artwork solcher Zeichner wie Al Williamson, Lin Streeter, Al Camy und (ganz gro\u00df, wie ich finde) Emil Gershwin. Leider nur zwei Geschichten von ihm, wird aber sp\u00e4ter weiter bei ACG auftauchen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit Volume Two beenden wir das Jahr 1952 und erleben leider eine Entt\u00e4uschung. <strong>FW<\/strong> verliert den eigenen Touch der ersten Hefte und landet im ACG-Mittelma\u00df. Die interessanten Geschichten lassen sich an einer Hand abz\u00e4hlen. Grafische Akzente setzen nur die Beitr\u00e4ge von King Ward und Jon Blummer.<\/p>\n\n\n\n<p>Und es hei\u00dft kurioserweise \u201eKommando zur\u00fcck\u201c in Volume Three und den Heften des ersten Halbjahres 1953. Die Geschichten sind wieder flotter, unterhaltsamer, oft ein wenig spinnert \u2013 und das Artwork \u201ejung\u201c wie selten bei ACG. An interessanten K\u00fcnstlern pr\u00e4sentieren sich Charles Nicholas, Jon Blummer, King Ward und Art Gates. Harry Lazarus steigt bei ACG HORROR ein.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright\"><a href=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2013\/08\/ForbWorlds25.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"400\" height=\"580\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2013\/08\/ForbWorlds25.jpg\" alt=\"ForbWorlds#25\" class=\"wp-image-4875\" srcset=\"https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2013\/08\/ForbWorlds25.jpg 400w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2013\/08\/ForbWorlds25-206x300.jpg 206w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Volume Four schlie\u00dft das Jahr 1953 ab und h\u00e4lt im Gro\u00dfen und Ganzen das Niveau von Band Drei. Cooler K\u00fcnstlermix der Stile von Charles Nicholas, Jon Blummer, Bob McCarty, Harry Lazarus und versprengter anderer. Einige Perlen verdienen Namensnennung: \u201eThe Ant Master\u201c von Dick Beck, \u201eNightmare For Two\u201c von Charles Nicholas oder \u201eLove Me Forever!\u201c und \u201eHallahan\u2019s Head\u201c von Ken Landau. Ziemlich schmissig!<\/p>\n\n\n\n<p>Volume Five f\u00fchrt uns durchs erste Halbjahr 1954 und pr\u00e4sentiert uns die \u201erejects\u201c des Charlton-Verlags: Bob Forgione und Sheldon Moldoff. Das Artwork ist gr\u00f6\u00dftenteils so struppig wie diese beiden Zeichner, am Zeichenbrett werkeln weiterhin Charles Nicholas und Ken Landau. \u00c4hnlich uninspiriert sind leider die Geschichten, die wenig echten Horror bieten und sich auf Varianten bekannter Plots verlassen. Seltsam, dass bei ACG die Qualit\u00e4t von Jahr zu Jahr und zwischen den Titeln hin- und herpendelt: Man kann ein gutes Heft erwischen, aber oft ist es mediokre Gr\u00fctze.<\/p>\n\n\n\n<p>Volume Six beinhaltet nur noch zwei Precode-Hefte, die n\u00e4chsten f\u00fcnf Ausgaben sind bereits \u201ecode-approved comic books\u201c aus dem Jahr 1955. Die Geschichten verlegen sich auf Mystery und Science Fiction, neue Zeichner kommen an Bord (Ogden Whitney, John Rosenberger, Kurt Schaffenberger), nur Harry Lazarus bleibt \u2013 jetzt mit glatterem Stil \u2013 erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>OUT OF THE NIGHT<\/strong>, Volume One \u2013 die ersten sechs Ausgaben der dritten Horrorserie von ACG, ver\u00f6ffentlicht im Jahre 1952.<strong>OOTN<\/strong> pr\u00e4sentiert tolle Titelbilder, aber die Geschichten kommen leider oft gestelzt und ohne jede Ironie daher. Bis jetzt die schw\u00e4chste der drei Serien. Starzeichner Al Williamson ist nur dreimal vertreten, der Rest wird aufgef\u00fcllt von Veteranen wie George Wilhelms und Charles Sultan. Hinzu sto\u00dfen frische Kr\u00e4fte wie Harry Lazarus, Pete Riss und der eigenartige Milt Knoff.<\/p>\n\n\n\n<p>Volume Two schlie\u00dft das Jahr 1953 ab und bietet gef\u00fchlte 20 Variationen der beiden ACG-Standardplots \u201eAll-American Liebespaar bek\u00e4mpft das B\u00f6se\u201c bzw. \u201eErmordeter kehrt als r\u00e4chender Geist zur\u00fcck\u201c. L\u00e4sst sich aber locker runterlesen und hat ab und zu auch seinen Charme. Drolligerweise tauchen neben den Stammkr\u00e4ften Harry Lazarus und Edvard Moritz auch der allgegenw\u00e4rtige Charles Nicholas sowie gefeuerte K\u00fcnstler anderer Verlage auf (Bob Forgione von Charlton und Bob McCarthy und Sheldon Moldoff von Fawcett)!<\/p>\n\n\n\n<p>Volume Three pr\u00e4sentiert die letzten f\u00fcnf Hefte (erschienen M\u00e4rz \u2013 November 1954). Hat mir bei der Lekt\u00fcre recht gut gefallen. Am Ende zieht ACG die Schraube ein wenig an \u2013 und serviert auch mal deftigere Geschichten. Durch die Bank solides Artwork von Bob McCarthy, Bob Forgione, Ken Landau \u2013 und mehrere Werke von Lin Streeter. In der Schlussausgabe findet sich die kuriose Geschichte \u201eThe Professor and the Pixie!\u201c. Der unbekannte Zeichner hat hier ganz bewusst bildliche Zitate aus Pre-Code-Horrorcomics versteckt! Hochinteressant, muss ich irgendwann mal vorf\u00fchren\u2026<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft\"><a href=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2013\/08\/OoN5.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"400\" height=\"579\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2013\/08\/OoN5.jpg\" alt=\"OoN5\" class=\"wp-image-5300\" srcset=\"https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2013\/08\/OoN5.jpg 400w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2013\/08\/OoN5-207x300.jpg 207w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n<p><strong>SKELETON HAND<\/strong>, Gesamtausgabe \u2013 alle sechs Ausgaben von ACGs Horror-\u201eNesth\u00e4kchen\u201c. Diese vierte Serie unterscheidet sich inhaltlich nicht von den anderen dreien. Auch das Artwork ist durchschnittlich, geleistet von den Zeichnern, die wir in den anderen Heften finden. Nichts Spektakul\u00e4res, aber auch nichts \u00c4rgerliches.<\/p>\n\n\n\n<p>Als hochinteressanten Bonus jedoch gibt es die einmalige Ausgabe von <strong>THE CLUTCHING HAND<\/strong> (hier versuchte sich der Verlag im Sommer 1954 an Horror der h\u00e4rteren Gangart). ACG f\u00fchlte sich offenbar gen\u00f6tigt, dem Plebs auch mal derbere Ware vorzusetzen (das Ergebnis wirkt gewollt auf Schock geb\u00fcrstet). Deshalb ist dieses Heft ein aufschlussreiches Ausstellungsst\u00fcck im Museum der Pre-Code Horrorcomics.<\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"text-decoration: underline\">Und noch eins zum Schluss:<\/span> <strong>Ich bin einfach verr\u00fcckt nach solchen \u201eHandb\u00fcchern\u201c<\/strong>. Stabil gebunden, toll zum Bl\u00e4ttern, sehen noch dazu schick aus und sind schlicht unverzichtbar f\u00fcr jeden \u201eart spotter\u201c. Tolle Referenzwerke, um Stile abzugleichen und nach K\u00fcnstlern zu forschen.<\/p>\n\n\n\n<p>So schwierig es ist, den <b>\u00dcberblick \u00fcber die Publikationen von PS Artbooks<\/b> zu behalten, so habe ich jetzt doch im Netz <b>die Katalogseite<\/b> gefunden, <b>die ihn uns verschafft \u2013 den <a href=\"http:\/\/www.psartbooks.com\/catalog\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00dcberblick<\/a>!<\/b><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>The Chilling Archives Of Horror Comics &#8211; Bob Powell&#8217;s Terror (Yoe Books \/ IDW Publishing, 2011).<\/strong><\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"241\" height=\"320\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/powell1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1903\" title=\"powell1\" srcset=\"https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/powell1.jpg 241w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/powell1-225x300.jpg 225w\" sizes=\"(max-width: 241px) 100vw, 241px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Auf 150 Seiten versammelt Craig Yoe Horrorklassiker von Bob Powell. Pr\u00e4chtiger Hardcoverband mit h\u00fcbscher biografischer Einf\u00fchrung. Mit diesem Band d\u00fcrfte endlich klar sein: Powell geh\u00f6rt zu den ganz Gro\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichauf mit den Meistern von EC pr\u00e4sentiert sich ein Schaffen, das den Betrachter beinahe ehrf\u00fcrchtig staunen l\u00e4sst. Von fantastischer Sch\u00f6nheit sind einige Seiten, die von Powell\u2019s Originalbl\u00e4ttern reproduziert wurden. K\u00fcnstler wie er definieren in den 50er Jahren, was grafische Kunst bedeutet. Eine \u00fcberf\u00e4llige Hommage.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>The Chilling Archives Of Horror Comics &#8211; Zombies (Yoe Books \/ IDW Publishing, 2012).<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Und gleich der n\u00e4chste Anthologie-Streich von Craig Yoe, diesmal mit herausgegeben von Blogger \u201cKarswell\u201c alias Steven Banes. Wieder 150 Seiten Pre-Code-Sch\u00e4tze zum Thema \u201eWandelnde Tote\u201c. Dem Insider werden einige Geschichten evtl. schon gel\u00e4ufig sein, aber was mir das Herz aufgehen l\u00e4sst, sind zwei Geschichten, abgedruckt von Originalseiten.<br>\nDie sind zwar nur schwarz-wei\u00df, daf\u00fcr aber gestochen scharf: \u201eThe Vault Of Living Death!\u201c von Vic Donahue und \u201eLive Man\u2019s Funeral\u201c von Al Eadeh. Sagenhaft, mit welcher Detailliebe diese Comics gestaltet wurden. Schlechte Farbgebung und mieser Druck haben eigentlich jedes Heft der 50er Jahre ruiniert.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>The Chilling Archives Of Horror Comics &#8211; Jack Cole&#8217;s Deadly Horror (Yoe Books \/ IDW Publishing, 2013).<\/strong><\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright\"><a href=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2013\/08\/ColeHorror.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"400\" height=\"518\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2013\/08\/ColeHorror.jpg\" alt=\"ColeHorror\" class=\"wp-image-4381\" srcset=\"https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2013\/08\/ColeHorror.jpg 400w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2013\/08\/ColeHorror-231x300.jpg 231w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Und der n\u00e4chste Streich aus dem Hause Yoe: Wieder auf 150 Seiten versammelt Craig Yoe Horrorklassiker &#8211; diesmal aus der Feder von Jack Cole, der f\u00fcr die Quality-Serie WEB OF EVIL zeichnete. Pers\u00f6nliches Gest\u00e4ndnis: Ich hab den Band ausgelassen, da ich Jack &#8222;Plastic Man&#8220; Coles Gruselgeschichten nicht f\u00fcr sooo gelungen halte. In diesen ersten 10 Ausgaben, in denen er vertreten ist, kommt QUALITY HORROR \u00e4u\u00dferst textlastig daher. Und Coles Horror-Art &#8222;flasht&#8220; mich prinzipiell nicht.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>haunted Horror (IDW Publishing, seit 2012).<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Herausgeber Craig Yoe hat sich den Blogger Karswell alias Steve Banes (&#8222;The Horrors Of It All&#8220;) ins Boot geholt und wagt ein Zweimonats-Heft mit ausgesuchten Pre-Code-Horrorgeschichten quer durch alle Verlage (mit Ausnahme von Marvel, DC und EC).<br>\nJedes Heft bietet f\u00fcnf oder sechs Geschichten, ist liebevoll restauriert und auf gutem Papier farbenpr\u00e4chtig gedruckt. Ist mit vier Dollar pro Ausgabe noch dazu preisg\u00fcnstig &#8211; und kann beim Comicfachh\u00e4ndler Ihrer Vertrauens problemlos bestellt werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fachb\u00fccher \u00fcber 50er-Jahre-Horrorcomics:<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">HORROR COMICS \u2013 The Illustrated History (Taylor Publishing, 1991).<\/h3>\n\n\n\n<p>Standardwerk von Comicfachmann Mike Benton, der anschlie\u00dfend noch B\u00fccher \u00fcber Crime Comics, Science Fiction und Superhelden herausbrachte. Zwar \u201enur\u201c 140 Seiten stark, aber ein wundersch\u00f6ner, kenntnisreicher Hardcoverband. Besonderheiten: Das Kapitel \u201eWe\u2019ll Burn Your Comics!\u201c zeigt viele Bilder, die Wertham in \u201eSeduction Of The Innocent\u201c verwendet.<br>\nPlus ein 40 Seiten umfassender \u201eFindex\u201c aller Horrorcomics bis 1991. Illustriert, kommentiert und mit Hinweisen auf herausragende Zeichner versehen. Ein griffiges Prachtst\u00fcck. Unverzichtbar allein dieser Checkliste wegen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">ghastly terror! \u2013 The horrible story of the horror comics (critical vision by headpress, 1999).<\/h3>\n\n\n\n<p>Emsiges, faktensicheres und kenntnisreiches Werk des englischen Warren- und Skywald-Fachmanns Stephen Sennitt. So dankbar ich f\u00fcr jedes Buch bin, das &#8222;mein&#8220; Thema behandelt, so hin- und hergerissen bin ich von diesem.<br>\nDas Werk ist mit tollen (leider \u00e4u\u00dferst kleinformatigen) schwarz-wei\u00df-Abbildungen durchzogen, behandelt die 50er Jahre jedoch nur auf 40 Seiten. Und auf diesen verzerrt Sennitt das Bild dieser Jahre, denn er pr\u00e4sentiert ausschlie\u00dflich die gr\u00f6bsten Schocker. Und sonst nichts.<br>\nSo entsteht der Eindruck, die Precode-Horrorcomics seien nichts weiter gewesen als eine monstr\u00f6se Parade von Perversionen. Von den ca. 6.000 damals ver\u00f6ffentlichten Geschichten zitiert der Autor 150 &#8222;schwarze Schafe&#8220;. Diese Listung hat ihren Reiz, doch macht er damit die Ausnahmen zum Regelfall.<br>\nMeiner Beobachtung nach sind 50% aller Geschichten belanglos und uninteressant. Die anderen 50% verteilen sich in etwa so, wie ich es auf der LESEWIESE mit meinen Kategorien Good \/ Bad \/ Ugly \/ Crazy unterteile. Also kann sich jeder ausrechnen, welchen Anteil die derben Geschichten einnehmen. &#8222;Do the math!&#8220;, wie der Amerikaner sagt&#8230;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><b>The Horror Comics \u2013 Fiends, Freaks and Fantastic Creatures, 1940s -1980s (McFarland &amp; Company, 2014)<\/b><\/h3>\n\n\n\n<p>Obwohl Autor William Schoell angibt, tausende Heftchen gelesen zu haben und eine historische wie kritische Sicht auf das Genre bieten zu wollen, bleibt dieses Fachbuch an der Oberfl\u00e4che wie sonst keines. Auf 270 Seiten (120 davon der Precode-\u00c4ra gewidmet) erz\u00e4hlt uns Schoell, was er gelesen hat \u2013 und sonst nicht viel mehr! Nach Verlagen geordnet, erfahren wir, wer was ver\u00f6ffentlich hat \u2013 und dann pickt sich der Autor stichprobenartig Hefte heraus und beschreibt, was drin vorkommt. Der \u201ekritische\u201c Aspekt dieses Werks beschr\u00e4nkt sich darauf, welche Geschichte unserem Leser gefallen haben und welche er geschmacklos fand.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eThe Horror Comics\u201c sind ein r\u00e4tselhaftes und entt\u00e4uschendes Werk. Man fragt sich, was der Sinn dieses Unterfangens sein soll. Schoells Bemerkungen zu Precode-Comics sind (mit Verlaub) f\u00fcr den Arsch: nutzlos, fehlerhaft, ohne \u00dcberblick. Einziger Gewinn seines Buches ist der Teil \u00fcber die Horrorhefte des Silver und Bronze Age: All die austauschbaren Comicserien von DC, Marvel und Charlton beschreibt er mit hartn\u00e4ckiger Akkuratesse. Als Einf\u00fchrung zu diesen Heften mag Schoells Werk taugen (da ich diese aber \u00fcberhaupt nicht kenne, kann ich dies auch nur hoffen\u2026).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">FOUR-COLOR FEAR (Fantagraphics, 2010).<\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright\"><a href=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/FourColorFear.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/FourColorFear.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-401\" srcset=\"https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/FourColorFear.jpg 300w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/FourColorFear-150x150.jpg 150w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die zweite Auflage hat \u00fcbrigens ein anderes Cover, dies war der Titel der Erstauflage<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Nicht billig (30 Dollar), aber ein pr\u00e4chtiger Band und sein Geld auf jeden Fall wert. Aufwendige Farbrepros, Hochglanz-Cover-Galerie, kundige Kommentare von EC-Fachmann und Comic-Historiker John Benson. Manche der Geschichten sind bereits fr\u00fcher in Schwarz-Wei\u00df nachgedruckt worden, aber dieses Werk erschl\u00e4gt einen durch herrliche Vielfalt.<br>\nAuf satten 300 Seiten wird die EC-Konkurrenz beleuchtet. Alle Zeichner-Lieblinge sind drin versammelt, der perfekte Einstieg in die Welt der 50er Jahre Horrorcomics. Die ausgew\u00e4hlten Geschichten (40 an der Zahl) sind meiner Meinung nach nicht die st\u00e4rksten, aber es gibt auf dem Markt nichts Vergleichbares.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">THE HORROR! THE HORROR! Comic Books the Government didn\u2019t want you to read (Abrams Books, 2010).<\/h3>\n\n\n\n<p>Hab ich gerade gesagt \u201cnichts Vergleichbares\u201d? Zeitgleich erscheint in den USA dieses ebenfalls pr\u00e4chtige, ebenfalls 30 Dollar teure und ebenfalls 300 Seiten starke Kompendium zu Pre-Code-Horrorcomics. Hier sind allerdings \u201enur\u201c 16 Geschichten abgedruckt \u2013 die aber halte ich f\u00fcr qualitativ besser als jene im \u201eVergleichsband\u201c FOUR-COLOR FEAR.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Rest sind \u00fcppige Cover-Galleries und kurze Artikel des Herausgebers Jim Trombetta zu Themen der Pre-Code-\u00c4ra: Abgrenzungen, Einfl\u00fcsse und \u00dcberschneidungen zu und mit den verwandten Genres Science Fiction, Crime und Krieg zum Beispiel. Auch wartet Trombetta mit vergn\u00fcglichen freudianischen Betrachtungen zur sexuellen Symbolik der Horrortitelbilder auf: Gerade die fleischlosesten aller Monster, die Skelette n\u00e4mlich, scheinen die sexuell aktivsten Wesen zu sein. Immer wieder fummeln besonders Skelette an Frauen (die meist in roten Kleidern!) herum. Achten Sie mal drauf.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright\"><a href=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/Horrific.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"196\" height=\"300\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/Horrific-196x300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-402\" title=\"Horrific\" srcset=\"https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/Horrific-196x300.jpg 196w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/Horrific.jpg 400w\" sizes=\"(max-width: 196px) 100vw, 196px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Auch verdanken wir ihm die Erkenntnis, dass das ber\u00fcchtigte \u201eBullett-in-the-head\u201c-Cover (HORRIFIC Nr. 3) von Don Heck kein eigenst\u00e4ndiges Titelmotiv ist, sondern nur das vergr\u00f6\u00dferte Detail eines toten Soldaten auf dem Cover von WAR FURY Nr. 1 (ebenfalls Don Heck), erschienen vier Monate vorher\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Als \u201eBonustrack\u201c liegt diesem Buch eine DVD bei. Diese scheint nicht regional codiert zu sein, sie ist auf meinem Computer anstandslos gelaufen. \u201eConfidential File\u201c mit Paul Coates pr\u00e4sentiert unter anderem Senator Estes Kefauver, der in die Kamera best\u00e4tigt, dass Comics Jugendliche zu Gewalttaten anregen. Immerhin spricht er sich gegen Zensur aus und w\u00fcrdigt die Arbeit der Comics Code Authority.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich wundere mich nur, dass dieser Report (ausgestrahlt im Oktober 1955) noch Brisanz beanspruchen kann. Im M\u00e4rz 1955 ver\u00f6ffentlichten die Verlage EC, ACE, Atlas und Trojan ihre letzten Gruselhefte, die andern hatten bereits vorher aufgegeben, der Comics Code war also l\u00e4ngst installiert. Die in der Sendung vorgef\u00fchrten Comics sind definitiv Vergangenheit und auf dem Markt nicht mehr pr\u00e4sent\u2026 Es ging offenbar darum, Restbest\u00e4nde aus dem Verkehr zu ziehen und heimische Sammlungen als \u201egef\u00e4hrlich\u201c zu brandmarken. Eine durchaus nachhaltige Offensive gegen diesen \u201eDreck\u201c.<br>\nO-Ton Coates: \u201eThis comic book describes sexual aberrations so shocking that I couldn\u2019t even mention the scientific term on television\u201d \u2013 Schade, dass er nicht sagt, welches Heft und welche Perversion das gewesen sein sollen\u2026<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft\"><a href=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/TheHorror.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/TheHorror.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-404\" title=\"TheHorror\" srcset=\"https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/TheHorror.jpg 300w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/TheHorror-150x150.jpg 150w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Im Bild zu sehen sind viele Kinder mit Originalcomicheften, da bleibt dem Sammler fast das Herz stehen. Erw\u00e4hnt wird auch der Reed-Crandall-Klassiker \u201eThe Corpse Who Came To Dinner\u201c. Soll wohl schockierend wirken, dabei klingt die \u00dcberschrift schon recht ironisch, wie ich finde. Nach der Lekt\u00fcre der Horrorhefte \u00fcbrigens f\u00e4llt die Kinderbande \u00fcber einen kleinen Jungen her und foltert ihn. Ach komm, das haben wir doch alle gemacht als wir klein waren!<\/p>\n\n\n\n<p>Fazit: THE HORROR! THE HORROR! ist unbedingt empfehlenswert.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">David Hajdu: THE TEN-CENT PLAGUE. The Great Comic Book Scare and How It Changed America (Picador, 2008).<\/h3>\n\n\n\n<p>Kein Roman, sondern ein handfestes Sachbuch. Autor Hajdu hat jahrelang recherchiert und pr\u00e4sentiert eine brillant geschriebene Geschichte der Anti-Comic-Propaganda. <strong> <\/strong>Von ersten Anfeindungen schon im 19. Jahrhundert \u00fcber die Emp\u00f6rung \u00fcber den Verfall der Kultur angesichts der boomenden Zeitungscomics um 1910 herum bis hin zu den hysterischen Hexenjagden der fr\u00fchen 50er Jahre.<br>\nMit Lust und Elan beschreibt Hajdu Aufstieg und Fall des US-Comicheftes, den Durchmarsch der diversen Moden (Superhelden, Crime, Romance, Horror) und den Furor der Zensoren ab 1955. Das Ganze wird unterf\u00fcttert mit soliden Zahlen und etlichen Beispielen aus der damaligen Presse.<br>\nAuch wenn Bekanntes wiederholt ausgebreitet wird (Bill Gaines vor dem Untersuchungsausschuss), erschrickt der Leser doch \u00fcber die Selbstverst\u00e4ndlichkeit katholischer Indizierungsbestrebungen sowie \u00fcber die Masse von Comicverbrennungs-Aktionen. So kompakt und kenntnisreich ist dies dunkle Kapitel amerikanischer Paranoia nie zuvor abgehandelt worden. F\u00fcr Fachleute \u00e4u\u00dferst lesenswert!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Max Allan Collins: Seduction of the Innocent (Titan Books, 2013).<\/h3>\n\n\n\n<p>Kein Sachbuch, sondern ein handfester Kriminalroman. Ironischerweise betitelt wie Dr. Fredric Werthams Buch von 1954, welches Comichefte zu \u201eSchmutz und Schund\u201c stempelte (dies besprechen wir <a href=\"https:\/\/fifties-horror.de\/?page_id=3619\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/fifties-horror.de\/?page_id=3619\">HIER<\/a>).<br> Collins hat sich in die Materie hineingelesen und pr\u00e4sentiert auf 250 Seiten ein akkurates Bild von New York im Sommer 1954 und seiner dort ans\u00e4ssigen Comicindustrie. Dort begleiten wir Jack Starr (Vizepr\u00e4sident eines Comicvertriebs und Privatdetektiv) zu seinen Treffen mit Schl\u00fcsselfiguren der Szene: Bill Gaines, Al Feldstein und Al Williamson von EC, Charles Biro und Bob Wood von Lev Gleason Publishing sowie ihren Gegenspielern Dr. Wertham, Senator Kefauver und Gershon Legman.<br> Was als flotte Doku-Fiktion beginnt, kippt ab Seite 130 endg\u00fcltig ins Fiktionale, denn ab da hei\u00dft es: \u201eWer t\u00f6tete Dr. Wertham\u201c? Der popul\u00e4re Psychiater wird erh\u00e4ngt aufgefunden, und Jack Starr hat nahezu freie Auswahl an motivbeladenen Verd\u00e4chtigen aus dem Comicbusiness.<br> Die Krimihandlung pl\u00e4tschert betont sachlich dahin. Collins schreibt nicht auf Effekt, sondern portr\u00e4tiert mit verhaltener Ironie. Schnellurteil: Dieses Taschenbuch ist kein Rei\u00dfer, als Krimi sogar uninteressant, aber l\u00e4sst gekonnt und detailreich die Figuren und Geschehnisse dieser hysterischen Periode lebendig werden.<br> Auf dem Blog \u201e<a href=\"http:\/\/toobusythinkingboutcomics.blogspot.de\/2013\/02\/an-interview-with-max-allan-collins-on.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Too Busy Thinking About My Comics<\/a>\u201c finden Sie einige h\u00fcbsche Illustrationen sowie ein Interview mit dem Autor!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Foul Play \u2013 The Art And Artists Of The Notorious 1950s E.C. Comics (Harper Design, 2005).<\/h3>\n\n\n\n<p>Pr\u00e4chtig aufgemachtes Buch, das auf 270 Seiten die Zeichner n\u00e4her beleuchtet. Dazu gibt es je einen farbigen Reprint in Originalheftgr\u00f6\u00dfe. Kurtzman ist mit \u201eCorpse on the Imjin\u201c vertreten, Graham Ingels mit \u201eHorror we? How\u2019s Bayou?\u201c, Jack Davis mit \u201eFoul Play\u201c usw. Also Klassiker, die aber meist schon anderswo nachgedruckt worden sind. Z\u00fcckerchen ist eine bislang unver\u00f6ffentlichte Picto-Fiction-Story von Al Williamson (\u201eWanted for murder\u201c, in Schwarz-Wei\u00df). Der Haken am Werk: EC-Neulinge erfreuen sich an der Mixtur der Stile und Geschichten, d\u00fcrften sich allerdings wenig f\u00fcr die K\u00fcnstler interessieren. EC-Fachleute hingegen finden wenig Neues und entdecken kaum mehr als aufgemotzte K\u00fcnstlerbiographien.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Tales of Terror. The EC Companion (Gemstone Publishing &amp; Fantagraphics Books, 2000).<a href=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/ECCompanion.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-405\" title=\"ECCompanion\" alt=\"\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/ECCompanion.jpg\" width=\"270\" height=\"270\" srcset=\"https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/ECCompanion.jpg 300w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/ECCompanion-150x150.jpg 150w\" sizes=\"(max-width: 270px) 100vw, 270px\" \/><\/a><\/h3>\n\n\n\n<p>Die Bibel f\u00fcr jeden EC-Fan-Addict. Auf fast 300 Seiten finden sich Interviews, Anekdoten, Biografien, Fundst\u00fccke, Nachdrucklisten \u2013 und vor allem harte Fakten: Verzeichnis s\u00e4mtlicher EC-Titel mit Coverfoto, Geschichtenindex, Autoren- und Zeichner-Credits sowie Ver\u00f6ffentlichungsdaten.<br>\nHier bleibt kein Wunsch offen. Schwer zu bekommen, habe mein ramponiertes Exemplar selber mal per Zufall und Ebay aus USA ergattert. Ist auch als Taschenbuch erschienen, Amazon f\u00fchrt hier Restexemplare zu Sammlerpreisen\u2026<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Comic Book Marketplace Nr. 112<\/h3>\n\n\n\n<p>2004 erschienenes US-Fachmagazin mit Schwerpunkt EC-Konkurrenz der 50er Jahre. Lohnt sich jedoch nicht sonderlich. Erw\u00e4hnenswert sind eine 20-seitige \u201ecover gallery\u201c mit fast DinA-4-gro\u00dfen Farbrepros einiger Klassiker der Reihen TOMB OF TERROR \/ BLACK CAT \/ CHAMBER OF CHILLS \/ HORRIFIC sowie eine interessante Empfehlung f\u00fcr die DC-Serie WEIRD MYSTERY TALES (1972-1975).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">ALTER EGO Nr. 97<\/h3>\n\n\n\n<p>Die im Oktober 2010 erschienene Ausgabe des Comicfachmagazins ALTER EGO widmet sich schwerpunktm\u00e4\u00dfig dem Thema \u201eHorror Comics of the fearful 1950s\u201c. Der Autor (Lawrence Watt-Evans) pr\u00e4sentiert einen ausgezeichneten Artikel zur Chronologie der Pre-Code-Horrorhefte. Reich bebildert (nicht nur Titelbilder, sondern auch Splash-Pages!) und mit Anmerkungen zum Stil der Verlage versehen. Die beste mir bekannte Abhandlung zum Thema.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Digitale Fundgruben f\u00fcr 50er-Jahre-Horrorcomics:<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u201eDigital Comic Museum\u201c (DCM). (www.digitalcomicmuseum.com)<\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/DCM41.jpg\" alt=\"\" title=\"DCM4\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Da trifft einen der Schlag. Tausende Comics der 40er und 50er Jahre liegen hier als downloadbare (legale!) Scans vor. Eine wackere Truppe von Comic-Historikern stellt t\u00e4glich neue Werke ins Netz. Zum Gl\u00fcck hat meine Festplatte noch einige Gigabytes freien Speicher. Nachdem ich mir die ersten 100 Horrorhefte runtergeladen hatte, habe ich ihnen 50 Dollar gespendet (per Button \u201edonate\u201c \u00f6ffnet sich ein PayPal-Formular)\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Obacht: Nicht auf diesen Seiten zu finden sind Magazine der Verlage DC, EC und Marvel (alias \u201eAtlas\u201c in den 50ern). Dieses Material gilt (noch) nicht als \u201epublic domain\u201c, das hei\u00dft ist nicht lizenzfrei und der \u00d6ffentlichkeit daher nicht unentgeltlich zug\u00e4nglich. Da haben noch aktive Verlage oder Erbengemeinschaften ihren Finger drauf. Ist zwar schade, aber zumindest das Oeuvre von EC liegt ja komplett reproduziert vor. Und wer will schon die 399 Horrorhefte lesen (Z\u00e4hlung Suarez), die Atlas in der Pre-Code-\u00c4ra ver\u00f6ffentlicht hat?!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hinweise zur Handhabung der DCM-Dateien<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Downloads liegen in den Formaten \u201ecbz\u201c, \u201ecbr\u201c oder \u201erar\u201c vor. Das DCM gibt auf dieser Seite <a href=\"http:\/\/digitalcomicmuseum.com\/forum\/index.php\/topic,1808.0.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Empfehlungen<\/a>, mit welcher Software die Hefte am besten zu lesen sind. Mit meinem Windows-7-Notebook bin ich nun sehr zufrieden mit &#8222;CDisplay&#8220; \u2013 dies ist eine Spezialsoftware zum Betrachten von Comic-Scans. Die knackt alle Formate und l\u00e4dt wunderbar schnell und einfach ohne jeden Schnickschnack. Wer sich mit Gucken begn\u00fcgen kann: \u00dcber den Button \u201ePreview\u201c lassen sich (fast alle) Hefte am Bildschirm anmeldefrei \u00f6ffnen und gro\u00dfformatig zum Testen durchbl\u00e4ttern. Auch nicht zu verachten!<br>\nUnd hier geht es mit direktem Klick zum <a href=\"http:\/\/digitalcomicmuseum.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DCM<\/a>!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>BLOGS <\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Neben dem digitalen Comic-Museum gibt es noch einige erw\u00e4hnenswerte Blogger, die regelm\u00e4\u00dfig Scans aus 50er-Jahre-Comicheften ins Netz stellen. Hier finden sich auch Geschichten, die das DCM nicht zu bieten hat! Beim Klicken auf die einzelnen Seiten vergr\u00f6\u00dfern sich diese auf ein lesbares Ma\u00df. Mit dem Zur\u00fcck-Button springt man in die Generalansicht zur\u00fcck. Eine feine Erg\u00e4nzung und Vertiefung sind folgende Blogs:<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>The Fabulous Fifties: <\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Der niederl\u00e4ndische Comicfachmann Ger Apeldoorn postet seit Jahresbeginn 2008 t\u00e4glich (!) Fundst\u00fccke aus den 50er Jahren. Das sind zwar nur selten Horrorgeschichten, aber ein St\u00f6bern lohnt sich auf alle F\u00e4lle.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/allthingsger.blogspot.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/allthingsger.blogspot.com<\/a><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Four-color shadows: <\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Das Gleiche gilt f\u00fcr diesen Blog von &#8222;booksteve&#8220;, der exquisite Rarit\u00e4ten der 40er bis 60er Jahre postet.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/fourcolorshadows.blogspot.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/fourcolorshadows.blogspot.com<\/a><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>The Bloody Pulp \u2013 A Blog Celebrating The Miasma Of Eerie Publications: <\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p><strong> <\/strong>\u201eMykal\u201c nennt sich der Blogger, der schwarz-wei\u00dfe Geschichten aus den 60er-Jahre-Magazinen des Verlags \u201cEerie Publications\u201d ver\u00f6ffentlicht. Das liegt zwar abseits unseres Pre-Code-Fachgebietes, ist aber insofern hochinteressant, da hier alte 50er-Geschichten nachgedruckt, retuschiert oder gar komplett umgezeichnet worden sind! Der Kopf hinter dieser Operation war der ehemalige Atlas-Zeichner Myron Fass. In den sp\u00e4tern 60er Jahren \u00fcberschwemmte er den Markt mit Retuschen bzw. Neuinterpretationen von pre-code-Horrorgeschichten, deren Verlage nicht mehr existent waren.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Internet findet sich eine Listung, die penibel \u00fcber 700 Stories (meist der Verlage Ajax-Farrell und Harvey, aber auch einige von Ace, Quality, Comic Media, Story und Gillmor) nachweist. Am Rande der Legalit\u00e4t (oder eher fernab derselben) erblickten w\u00fcst gestaltete und zusammengeschusterte Magazine wie HORROR TALES, WEIRD, TERROR TALES, TALES OF VOODOO und WITCHES TALES (nicht die von Harvey, oder vielmehr innendrin doch!) das Licht der \u00d6ffentlichkeit. Spezialit\u00e4t dieser Produkte war es, viel Blut spritzen zu lassen und K\u00f6rper zu zerpfl\u00fccken. Geschmacklos, aber lohnt einen Blick.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/www.bloodypulptales.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.bloodypulptales.com<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nachtrag<\/strong>: Leider hat Mykal nach zwei Jahren seinen Blog nicht weitergef\u00fchrt. Dennoch ist der Link aktiv und erlaubt Zugriff auf ein Archiv von \u00fcber 150 kompletten Geschichten!<\/p>\n\n\n\n<p><em>Und hier kommt der Blog of Blogs&#8230;<\/em><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>The Horrors Of It All: <\/strong><\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"620\" height=\"155\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/THOIAbanner.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1937\" title=\"THOIAbanner\" srcset=\"https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/THOIAbanner.jpg 620w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/THOIAbanner-300x75.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><\/p>\n\n\n\n<p>Schon eine Institution ist Karswells THOIA. Seit Juli 2007 pr\u00e4sentiert Karswell fast t\u00e4glich ausgew\u00e4hlte Perlen von pre-code-Horrorstories. Ein Fest f\u00fcr den Liebhaber.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/thehorrorsofitall.blogspot.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/thehorrorsofitall.blogspot.com<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdrucke von 50er-Jahre-Horrorcomics: Ich sch\u00e4tze, dass weltweit keine 200 Menschen intime Kenner der Pre-Code-Horrorcomics sind. Auch ich bin nur engagierter Laie. Eine umfassende Kenntnis erfordert den Besitz von \u00fcber 1.000 Original-Heften. Das ist nicht nur unbezahlbar, sondern auch unerreichbar. Man kann sich jedoch gut in die Materie einarbeiten. 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