{"id":3673,"date":"2013-08-06T12:20:18","date_gmt":"2013-08-06T10:20:18","guid":{"rendered":"http:\/\/fifties-horror.de\/?page_id=3673"},"modified":"2016-03-16T20:31:35","modified_gmt":"2016-03-16T19:31:35","slug":"ec-comics","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/fifties-horror.de\/?page_id=3673","title":{"rendered":"EC Comics"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_420\" style=\"width: 134px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-420\" class=\"size-full wp-image-420\" title=\"Eclogo\" alt=\"\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/Eclogo.jpg\" width=\"124\" height=\"148\" \/><p id=\"caption-attachment-420\" class=\"wp-caption-text\">Das Logo von EC<\/p><\/div>\n<p>Das K\u00fcrzel \u201eEC\u201c steht sowohl f\u00fcr \u201eEducational Comics\u201c als auch f\u00fcr <strong>\u201eEntertaining Comics\u201c<\/strong>. Gegr\u00fcndet 1945 als \u201eEducational Comics\u201c von Maxwell Charles Gaines, ver\u00f6ffentlicht der Verlag zun\u00e4chst nur illustrierte Bibelgeschichten. Die PICTURE STORIES FROM THE BIBLE sind der Grundstein von EC.<br \/>\nIn den Jahren 1946-47 folgen \u201efunnies\u201c, das hei\u00dft lustige Kindercomics mit sprechenden Tieren wie Dunny The Flying Donkey, Smoky The Snake, Korky Kangroo oder Freddy Firefly. Die Serien hei\u00dfen TINY TOT COMICS, LAND OF THE LOST, ANIMAL FABLES, DANDY sowie FAT AND SLAT. Diese Ausrichtung bekommt das Label <span style=\"color: #ff0000\">\u201cEntertaining Comics\u201d<\/span>, was fortan beibehalten wird.<\/p>\n<p>Im Sommer 1947 wird Maxwell Gaines auf seinem Sommersitz am Lake Placid Opfer eines Bootsungl\u00fccks. Sein Boot wird von einem anderen in den Grund gerammt. Gaines stirbt und hinterl\u00e4sst neben einer Tochter auch einen Sohn, <span style=\"color: #ff0000\">William Maxwell Gaines<\/span>.<br \/>\nObwohl die Firmenanw\u00e4lte von der Fortf\u00fchrung des unw\u00e4gbaren Comicbusiness abraten, bestimmt Witwe Gaines, dass der 25-j\u00e4hrige William sein Gl\u00fcck im Gesch\u00e4ft versuchen soll. Der verstorbene Vater war sich sicher, dass sein Z\u00f6gling \u201e es nie zu was bringen w\u00fcrde\u201c, war doch Gaines Junior bislang nicht durch T\u00fcchtigkeit aufgefallen.<\/p>\n<div id=\"attachment_421\" style=\"width: 202px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-421\" class=\"size-full wp-image-421\" title=\"BillGaines\" alt=\"\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/BillGaines.jpg\" width=\"192\" height=\"289\" \/><p id=\"caption-attachment-421\" class=\"wp-caption-text\">Bill Gaines in reiferen Jahren<\/p><\/div>\n<p>\u201eBill\u201c, wie Sohn Gaines von allen genannt wird, bezieht die B\u00fcros an der New Yorker Lafayette Street 225 und beginnt, ab Fr\u00fchjahr 1948 das Programm munter umzukrempeln.<br \/>\nEr geht mit dem Zeitgeist und setzt auf Western, Krimis und Liebesromanzen. Er gewinnt neue Zeichner mit expressiv-realistischem Stil (Johnny Craig, Graham Ingels, Wallace Wood) und einen Redakteur, der gemeinsam mit Gaines zum Motor einer neuen Bewegung wird: Albert B. Feldstein, genannt \u201eAl\u201c.<\/p>\n<p>Der gro\u00dfe Wurf gelingt dem Kreativteam mit der erneuten Programmumstellung auf den sogenannten <span style=\"color: #ff0000\">\u201eNew Trend\u201c<\/span> (etwa ab Fr\u00fchjahr 1950). Gaines und Feldstein verk\u00fcnden einen radikalen Anspruch:<br \/>\n<strong>Sie wollen die Besten sein.<\/strong><br \/>\nDies verbreiten sie auch nahezu gebetsm\u00fchlenartig in Anzeigen und auf den Leserbriefseiten ihrer Comics. Das Ziel von EC Comics sei intelligente Unterhaltung, professionell geschrieben und k\u00fcnstlerisch umgesetzt von den ideenreichsten Zeichnern ihrer Generation. Und dies gelingt.<\/p>\n<h3>Der Erfolg kommt aber auch mit einer cleveren Idee:<br \/>\nAls einer der ersten Verlage bringt EC Gruselcomics heraus und st\u00f6\u00dft in eine gewaltige Marktnische.<\/h3>\n<p>Sie waren jedoch nicht DIE ersten. Comic-Historiker weisen darauf hin, dass im Herbst 1948 schon ein Gruselheft namens ADVENTURES INTO THE UNKNOWN existiert, f\u00fcr das Feldstein sogar eine Geschichte gezeichnet hat (Ausgabe Nr. 3 vom Februar 1949). Die Serie aus dem Verlag B&amp;I Publishing (sp\u00e4ter American Comics Group) l\u00e4uft erstaunliche 19 Jahre lang, beschr\u00e4nkt sich jedoch mehr auf traditionelle und unblutige Geistergeschichten. <strong>EC geht das Thema Grusel professioneller, breiter gestreut und offensiver an.<\/strong><\/p>\n<p>\u201eAl und Bill\u201c, <span style=\"color: #ff0000\">Feldstein und Gaines<\/span>, f\u00fchren \u00fcber vier Jahre hinweg eine \u00e4u\u00dferst fruchtbare Arbeitsbeziehung. Beide motivieren sich gegenseitig zu H\u00f6chstleistungen. Gaines verbringt angeblich schlaflose N\u00e4chte, um sich Ideen f\u00fcr Geschichten auszudenken. Am Morgen pr\u00e4sentiert er Feldstein seine Gedankenblitze, beide schrauben daran herum, und ab Mittag setzt sich Feldstein an ein Script.<br \/>\nSo entsteht jeden Tag ein fertiges \u201estoryboard\u201c, das dem daf\u00fcr ausgew\u00e4hlten Zeichner \u00fcbergeben wird. Dieses Pensum m\u00fcssen die beiden auch schaffen, denn sie best\u00fccken s\u00e4mtliche Science-Fiction-, Grusel- und Thrillercomics. <strong>Insgesamt schreiben sie \u00fcber 450 Stories.<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_422\" style=\"width: 345px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-422\" class=\"size-full wp-image-422\" title=\"Gainesfeldstein\" alt=\"\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/Gainesfeldstein.jpg\" width=\"335\" height=\"321\" srcset=\"https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/Gainesfeldstein.jpg 478w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/Gainesfeldstein-300x288.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 335px) 100vw, 335px\" \/><p id=\"caption-attachment-422\" class=\"wp-caption-text\">ECs &#8222;dynamic duo&#8220;: Gaines und Feldstein<\/p><\/div>\n<p>Der Clou beim \u201eNew Trend\u201c von EC liegt darin, dass alle Geschichten am Ende einen sogenannten<strong> \u201etwist\u201c<\/strong> pr\u00e4sentieren \u2013 eine \u00dcberraschung, eine Pointe, eine unerwartete Wendung, die die vorausgegangene Handlung konterkariert. Nicht der dunkle Graf ist der Vampir, sondern sein sch\u00f6nes T\u00f6chterlein. Ein M\u00f6rder begeht ein perfektes Verbrechen, dummerweise vor Dutzenden Zeugen. Ein m\u00f6rderisches Alien greift an, wird vernichtet, hinterl\u00e4sst jedoch tausende Eier. Eine aufgebrachte Menge lyncht einen Gefangenen, dabei ist der Sheriff der T\u00e4ter \u2013 usw.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich bedienen sich Feldstein und Gaines t\u00fcchtig bei <strong>filmischen und literarischen Vorlagen<\/strong>. Zu erw\u00e4hnen ist ein Sonderfall: Nachdem Al und Bill aus zwei Kurzgeschichten des US-Schriftstellers <span style=\"color: #ff0000\">Ray Bradbury<\/span> eine neue Science Fiction-Story (\u201eHome To Stay\u201c) konstruiert haben, flattert in der Redaktion ein Brief von Bradbury pers\u00f6nlich auf den Tisch. Man habe wohl vergessen, ihm seine Tantiemen zu \u00fcberweisen. EC reagiert geistesgegenw\u00e4rtig, fragt den Autor, ob man nicht in Zukunft noch mehr von seinen Geschichten verarbeiten d\u00fcrfe \u2013 und proklamiert dreist eine (ab dann tats\u00e4chliche) Zusammenarbeit mit Bradbury. \u00dcber zwei Dutzend solcher Comics (\u201eAdapted from a story by Ray Bradbury\u201c) zieren anschlie\u00dfend die Hefte von EC.<\/p>\n<p>Das typische EC-Heft setzt sich aus <strong>vier Kurzgeschichten<\/strong> zusammen. Einer mit 8 Seiten (Titelgeschichte), zweien mit 7 Seiten und einer mit 6 Seiten. Jede Geschichte wird von einem anderen Zeichner illustriert. Die Leser werden angehalten, \u00fcber die Geschichten abzustimmen und ihre Meinung in Form von Leserbriefen einzubringen. Oft ergeben sich Kontroversen auf den Leserbriefseiten (1 pro Heft). Der emp\u00f6rte Brief einer Mutter, die sich im Sommer 1952 in WEIRD FANTASY Nr. 13 \u00fcber den<\/p>\n<h3>\u201eDreck, der die Gehirne meiner Kinder verseucht\u201c<\/h3>\n<div id=\"attachment_423\" style=\"width: 230px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-423\" class=\"size-full wp-image-423\" title=\"CrimeCover\" alt=\"\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/CrimeCover.jpg\" width=\"220\" height=\"326\" srcset=\"https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/CrimeCover.jpg 220w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/CrimeCover-202x300.jpg 202w\" sizes=\"(max-width: 220px) 100vw, 220px\" \/><p id=\"caption-attachment-423\" class=\"wp-caption-text\">Dieses Cover landete vor dem Untersuchungsausschuss<\/p><\/div>\n<p>aufregt, ist jedoch von Gaines pers\u00f6nlich gefingert. Er will damit seine Leser aus der Reserve locken und der mitlesenden amerikanischen \u00d6ffentlichkeit vorf\u00fchren, dass EC-Leser keine jugendlichen Deppen, sondern eben gerade erwachsene, m\u00fcndige B\u00fcrger sind.<\/p>\n<p>Damit schl\u00fcpft er kurz in die Rolle des \u201eadvocatus diaboli\u201c, wie sie ihm sonst nicht verg\u00f6nnt ist. Denn der Verlag steht (wie viele andere auch) in der \u00f6ffentlichen Diskussion. Der popul\u00e4re Buchautor <span style=\"color: #ff0000\">Frederic Wertham<\/span> (eigentl. Friedrich Wertheimer, ein aus M\u00fcnchen emigrierter Psychiater) behauptet einen <strong>Zusammenhang von Comic-Konsum und Verbrechen<\/strong>. Jugendliche gerieten durch die Lekt\u00fcre von Bildergeschichten auf die schiefe Bahn. Futter liefern ihm nicht nur (aus dem Zusammenhang gerissene) blutige Bilder aus EC-Comics, sondern auch marktschreierische Publikationen der Konkurrenz. EC n\u00e4mlich tritt eine Lawine los, alle Titel werden dutzendfach von anderen Herausgebern nachgeahmt, und zwar qualitativ schlechter. In den fr\u00fchen 50er Jahren kursiert an amerikanischen Kiosken die unvorstellbare Summe von 700 Comicserien. 100 davon z\u00e4hlen zum boomenden Gruselgenre. Ein optischer \u201eoverkill\u201c, ein penetrantes \u00dcberangebot, das zu Gegenwehr reizt.<\/p>\n<p>Maurice Horn weist in seinem Standardwerk \u201eThe World Encyclopedia Of Comics\u201c darauf hin, wie heikel er es findet, dass EC-Comics an Kinder verkauft werden:<\/p>\n<h3>\u201eKein Wunder, dass die Zensur auf den Plan tritt\u201c.<\/h3>\n<p><strong>1954 kommt es zum Showdown<\/strong>. Wertham ver\u00f6ffentlicht seinen Bestseller <span style=\"color: #ff0000\">\u201eSeduction Of The Innocent\u201c <\/span>(Untertitel: \u201eThe influence of comic books on today\u2019s youth\u201c), die Zeitungsmedien (darunter federf\u00fchrend das \u201eTime\u201c-Magazine) nehmen das Thema dankbar auf. Es kommt zu Senatsanh\u00f6rungen und staatlichen Untersuchungsaussch\u00fcssen zum Thema \u201eComics und Gewalt\u201c. Gaines selber landet als \u201egro\u00dfer Fisch\u201c im April 1954 vor dem Ausschuss und versucht seine Sache zu verteidigen, doch es hat keinen Sinn mehr. Die Vorf\u00fchrung zweier gewaltt\u00e4tiger EC-Cover (siehe anbei) diskreditiert jeden Kunstgedanken. Gaines steht unvermittelt im medialen Feuer. Das hat man so nicht kommen sehen. Feldstein r\u00e4umt ein: \u201eWir hatten einfach Spa\u00df an der Sache. Wir haben das alles nicht ernst genommen\u201c.<\/p>\n<p>Die \u00d6ffentlichkeit schon. Ehe es zu Zwangsma\u00dfnahmen von staatlicher Seite kommt, reagieren die Comicverleger und gr\u00fcnden eine <strong>radikale Selbstzensur<\/strong>. Die CCA, die <span style=\"color: #ff0000\">Comics Code Authority<\/span>, wacht nun \u00fcber die Einhaltung folgender Regeln: Keine Darstellung von Verbrechen und Gewalt, keine Verwendung der Begriffe \u201eHorror\u201c oder \u201eTerror\u201c, keine Fluchworte, keine Nacktheit, keine sonstigen Anr\u00fcchigkeiten.<\/p>\n<p><strong>Das Genre der Grusel- und Thrillercomics ist tot.<\/strong> Wer die Zensur durchl\u00e4uft, bekommt ein Siegel aufs Cover gedruckt. Ohne das Siegel besteht die Gefahr, am Kiosk nicht mehr ausgelegt zu werden. EC weigert sich noch einige Monate, dann knicken sie unter dem finanziellen Verlust ein (siehe \u201eNew Direction\u201c, unten).<\/p>\n<p>Die Entertaining Comics haben jedoch zun\u00e4chst weiterhin Erfolg \u2013 wie auch eine treue Gefolgschaft best\u00e4tigt. Noch in der Schlussphase organisiert der Verlag die <strong>Fangemeinde<\/strong>. Dem sogenannten <span style=\"color: #ff0000\">\u201eFan-Addict-Club\u201c<\/span> treten mehrere hundert Personen bei. \u201eFan-Addict\u201c ist \u00fcbrigens ein typisches EC-Wortspiel. Gebildet aus \u201eFanatic\u201c, also Fan, sowie dem \u201eAddict\u201c, dem S\u00fcchtigen. Diese Art von Wortwitz zieht sich durch s\u00e4mtliche Gruselhefte und verleiht allem Horror und Entsetzen ein ironisches Flair.<\/p>\n<h3>Schlussbetrachtung<\/h3>\n<p>Das Faszinosum der EC C<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"225\" class=\" wp-image-424 alignleft\" title=\"Clubausweis\" alt=\"\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/Clubausweis-300x225.jpg\" srcset=\"https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/Clubausweis-300x225.jpg 300w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/Clubausweis-1024x770.jpg 1024w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/Clubausweis-624x469.jpg 624w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/Clubausweis.jpg 1416w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>omics liegt zum einen darin, dass in diesen (heute beinahe 60 Jahre alten) Werken Themen vor ihrer Zeit angesprochen werden. Siehe dazu Diskussion der einzelnen Serien unten. Zum anderen halte man sich vor Augen, dass diese Comics 10-Cent-Billigheftchen f\u00fcr Jugendliche sind, die keinerlei Kunstanspruch verfolgen. Dennoch gelingen der Redakteurs- und K\u00fcnstlercrew einige <strong>Meilensteine des bildhaften Erz\u00e4hlens<\/strong>.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<h2>Die vier Phasen von EC<\/h2>\n<h3>\u201cPre-Trend\u201d (Fr\u00fchjahr 1948 \u2013 Sommer 1950)<\/h3>\n<p>Die Bezeichnung \u201ePre-Trend\u201c ist sperrig und meint einfach alles, was vor dem \u201eNew Trend\u201c erschienen ist. Also eine Begriffsfindung im Nachhinein. Darunter fallen folgende Comicserien:<\/p>\n<p>GUNFIGHTER (10 Ausgaben)<br \/>\nSADDLE JUSTICE (6 Ausgaben) , dann umbenannt in SADDLE ROMANCES (3 Ausgaben)<br \/>\nCRIME PATROL (10 Ausgaben)<br \/>\nWAR AGAINST CRIME (11 Ausgaben)<br \/>\nMOON GIRL (6 Ausgaben), dann umbenannt in MOON GIRL FIGHTS CRIME (2 Ausgaben)<br \/>\nA MOON, A GIRL, ROMANCE\u2026 (4 Ausgaben)<br \/>\nMODERN LOVE (8 Ausgaben)<\/p>\n<p>Die Heftz\u00e4hlung der nachfolgenden New Trend-Comics folgt in manchen F\u00e4llen der Schlussnummer eines bisher existierenden Pre-Trend-Heftes. Beispiel: WAR AGAINST CRIME wird mit Nummer 12 zu VAULT OF HORROR. WEIRD SCIENCE bekommt die Nummerierung von SADDLE ROMANCES etc. Das hat finanzielle Gr\u00fcnde. Die Verleger sparen an allen Ecken und Enden. Da die Neuanmeldung eines Titels Geld kostet (das hat mit dem Postvertriebssystem der Vereinigten Staaten zu tun), versucht man, Titel unter anderen Titeln fortzuf\u00fchren. Dies treibt oft so kuriose Bl\u00fcten (aus einer Romanze wird ein Horrorheft), dass die Post manchmal kassieren kommt, einen \u201eNeustart\u201c verf\u00fcgt und sich die Heftnummerierung deshalb abermals \u00e4ndert! Aus diesem Grund wird in diesem Artikel die blo\u00dfe Zahl der erschienenen Ausgaben erw\u00e4hnt.<\/p>\n<h3>\u201cNew Trend\u201d (April 1950 \u2013 Februar 1955)<\/h3>\n<p>Die goldene Zeit der EC Comics. 1950 wird noch mit Erz\u00e4hlformen und Zeichenstilen experimentiert, dann stehen Mannschaft und Konzept. In den Jahren 1951, 1952 und 1953 l\u00e4uft der Laden von Bill Gaines zu konkurrenzloser Hochform auf. Folgende Titel werden aufgelegt.<\/p>\n<p>THE VAULT OF HORROR (29 Ausgaben)<br \/>\nTALES FROM THE CRYPT (30 Ausgaben, die ersten drei hei\u00dfen noch THE CRYPT OF TERROR)<br \/>\nTHE HAUNT OF FEAR (28 Ausgaben)<br \/>\nWEIRD SCIENCE (22 Ausgaben)<br \/>\nWEIRD FANTASY (22 Ausgaben)<br \/>\nTWO-FISTED TALES (24 Ausgaben)<br \/>\nFRONTLINE COMBAT (15 Ausgaben)<br \/>\nCRIME SUSPENSTORIES (27 Ausgaben)<br \/>\nSHOCK SUSPENSTORIES (18 Ausgaben)<br \/>\nMAD (23 Ausgaben) \u2013 mit der Nr. 24 konvertiert MAD zu MAD MAGAZINE<br \/>\nPANIC (12 Ausgaben)<\/p>\n<div id=\"attachment_425\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/ECMags.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-425\" class=\"size-medium wp-image-425 \" alt=\"ECMags\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/ECMags-300x282.jpg\" width=\"300\" height=\"282\" srcset=\"https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/ECMags-300x282.jpg 300w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/ECMags.jpg 457w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-425\" class=\"wp-caption-text\">Verkaufsschlager: &#8222;New Trend&#8220;-Hefte<\/p><\/div>\n<p>Die Stimmung in der amerikanischen \u00d6ffentlichkeit ist die Jahre 1953\/54 hindurch aufgeheizt. Die Medien gei\u00dfeln die Comic-Konkurrenz als <strong>\u201eSchmutz und Schund\u201c<\/strong>. Die Auswirkungen dieser Kampagne sp\u00fcrt man selbst im Europa der 70er Jahre noch. Den Makel der Minderwertigkeit werden die Comics jahrzehntelang nicht abwaschen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>In CRIME, FANTASY, SCIENCE, HAUNT und CRYPT erscheint in den Schlussausgaben eine <span style=\"color: #ff0000\">EC-\u201cTodesanzeige\u201d \u2013 \u201cIn Memoriam\u201d<\/span>. Herausgeber Gaines und sein Chefredakteur Feldstein schmei\u00dfen sichtlich genervt, aber immer noch sarkastisch, die Brocken hin. \u201e\u00d6konomisch taumeln wir am Abgrund. Die unbegr\u00fcndeten, ungerechtfertigten und hysterischen Vorw\u00fcrfe\u2026 die wir f\u00fcr totalen Unfug halten\u2026zwingen uns zur Kapitulation. Wir geben auf, wir haben\u2019s satt! Wir vertrauen allerdings darauf, dass von nun an weniger Verbrechen geschehen werden.\u201c<\/p>\n<p>Alle New Trend-Serien werden eingestellt.<br \/>\nAusnahme: WEIRD FANTASY und WEIRD SCIENCE werden fusioniert zu WEIRD SCIENCE-FANTASY. Nach 7 Ausgaben erfolgt die Umbenennung in INCREDIBLE SCIENCE-FICTION (weitere 4 Ausgaben). Faktisch \u00fcberlebt somit die EC Science Fiction den New Trend und wird parallel zur New Direction fortgef\u00fchrt.<\/p>\n<h3>\u201eNew Direction\u201c (M\u00e4rz 1955 \u2013 Dezember 1955)<\/h3>\n<p>EC versucht einen \u201erelaunch\u201c. Dieses neu konzipierte Sortiment von Abenteuer- und Thrillergeschichten geht durch die verlegereigene Comicheftzensurbeh\u00f6rde CCA, um am Kiosk \u00fcberhaupt noch ausgelegt zu werden. Der Haken daran: Das EC-Flair geht verloren, die Fans wenden sich ab. Feldstein und Gaines haben resigniert, sie steuern seit 1954 auch keine Geschichten mehr bei. Das letzte Jahr des New Trend und die New Direction wird von Au\u00dfenautoren geschrieben.<\/p>\n<p>IMPACT (5 Ausgaben)<br \/>\nVALOR (5 Ausgaben)<br \/>\nMD (5 Ausgaben)<br \/>\nACES HIGH (5 Ausgaben)<br \/>\nEXTRA! (5 Ausgaben)<br \/>\nPSYCHOANALYSIS (4 Ausgaben)<br \/>\nPIRACY (7 Ausgaben) geh\u00f6rt streng genommen nicht zur New Direction, da sie schon im Oktober 1954 startet. Die Serie wird allerdings in hauseigenen Werbeanzeigen (notgedrungen) der neuen Linie einverleibt und zugerechnet.<\/p>\n<p>Die Hefte der New Direction beinhalten tolles Artwork aller EC-Stammzeichner und bieten solide Erz\u00e4hlungen, aber die Luft ist raus.<\/p>\n<h3>\u201cPicto Fiction\u201d (September 1955 \u2013 Mai 1956)<\/h3>\n<p>Herausgeber Gaines startet ein Magazinformat zum Preis von 25 Cent. Somit l\u00e4sst sich n\u00e4mlich die Comiczensur, die nicht f\u00fcr Magazine gilt, umgehen. Die Idee dieses Man\u00f6vers sowie der Begriff \u201ePicto Fiction\u201c soll von Zeichner Jack Kamen stammen.<\/p>\n<p>SHOCK ILLUSTRATED (2 Ausgaben)<br \/>\nCRIME ILLUSTRATED (2 Ausgaben)<br \/>\nTERROR ILLUSTRATED (2 Ausgaben)<br \/>\nCONFESSIONS ILLUSTRATED (2 Ausgaben)<\/p>\n<p>\u201ePicto Fiction\u201c meint Textgeschichten mit Einzelbildern ohne Sprechblasen. Heute w\u00fcrde man sagen \u201cgraphic novel\u201d, oder in diesem speziellen Fall, \u201cgraphic short story\u201d. Das letzte Aufgebot. Floppt unsagbar. Die letzte Ausgabe (SHOCK ILLUSTRATED Nr. 3) wird noch in der Druckerei vernichtet.<\/p>\n<h2>Die f\u00fcnf Genres von EC<\/h2>\n<h3>Science Fiction<\/h3>\n<p>Das heimliche Faible von den Machern Gaines und Feldstein. Obwohl die beiden Hefte WEIRD SCIENCE und WEIRD FANTASY verkaufsm\u00e4\u00dfig kein gro\u00dfer Erfolg sind, geben Bill und Al ihr <strong>Lieblingskind<\/strong> nie auf. Die anderen Titel ziehen diese Projekte mit durch. F\u00fcr die Science Fiction rekrutiert werden die Zeichner Orlando und Williamson.<br \/>\nEC\u2019s Science Fiction besticht durch <strong>am\u00fcsante Spekulationen zur conditio humana<\/strong> \u2013 stets gespickt mit einer ironischen, teils gar sozialkritischen Pointe.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/Science.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-426 alignright\" alt=\"Science\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/Science-211x300.jpg\" width=\"211\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/Science-211x300.jpg 211w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/Science.jpg 400w\" sizes=\"(max-width: 211px) 100vw, 211px\" \/><\/a>Zu erw\u00e4hnen ist <span style=\"color: #ff0000\">\u201eJudgement Day\u201c<\/span> (WEIRD FANTASY Nr. 18). Ein irdischer Botschafter, unkenntlich in seinem Raumanzug, begutachtet die Fortschritte auf dem Roboterplaneten Cybrinia, um \u00fcber dessen Aufnahme in die galaktische Republik zu entscheiden. Er entdeckt jedoch, dass zwischen blauen und roten Robotern Apartheid herrscht, muss Cybrinias Anliegen verweigern und reist ab. Im Schlussbild nimmt der Mensch seinen Helm ab, und wir erkennen, es ist ein Afroamerikaner.<\/p>\n<p>Die Geschichte erscheint im M\u00e4rz 1953. Dutzende Leser gratulieren, darunter auch Ray Bradbury. Zur Einordnung in den historischen Kontext sei angemerkt, dass Rosa Parks im Dezember 1955 im US-Bundesstaat Alabama verhaftet wird, weil sie einem Wei\u00dfen ihren Sitzplatz verweigert.<br \/>\nHerausgeber Gaines legt sich knapp drei Jahre sp\u00e4ter mit der Comiczensur an \u2013 wegen des Nachdrucks von \u201eJudgement Day\u201c in INCREDIBLE SCIENCE FICTION Nr. 33. Dem Zensor schmeckt die Botschaft nicht, Gaines wirft ihm das \u201eF-Wort\u201c vor die F\u00fc\u00dfe, druckt es und macht danach seinen Laden f\u00fcr immer zu.<\/p>\n<p>Nicht minder beachtlich f\u00fcr seine Zeit ist die <strong>Zukunftssatire<\/strong> <span style=\"color: #ff0000\">\u201eA Man\u2019s Job\u201c<\/span> in WEIRD FANTASY Nr. 12: Die Vereinigten Staaten werden handstreichartig zur Frauengesellschaft. Ein Rollentausch der Geschlechter, geschildert in allen Einzelheiten. M\u00e4nner sind den Frauen h\u00f6rig, m\u00fcssen Haushalte f\u00fchren und k\u00f6nnen nicht autofahren. Am Schluss verabschiedet sich der m\u00e4nnliche Erz\u00e4hler, weil er in den Kreissaal geschoben wird, denn seine Wehen haben eingesetzt.<\/p>\n<h3>Grusel<\/h3>\n<p>Die erfolgreichsten Titel von EC. Obwohl direkt mit drei Titeln aufgelegt, laufen die Horrorgeschichten von Anfang an wie geschmiert. THE VAULT OF HORROR, THE HAUNT OF FEAR und TALES FROM THE CRYPT sind die <strong>langlebigsten Hefte des Verlags<\/strong>.<br \/>\nDie EC-Gruselcomics fahren ein cleveres (fr\u00fches) <strong>Cross-Marketing<\/strong>: Jedes Heft hat seinen eigenen \u201ehost\u201c, seinen Gastgeber und Pr\u00e4sentator, der die Titel- und Schlussgeschichte ank\u00fcndigt. Die zweite und dritte Geschichte geh\u00f6rt dann jeweils einem Kollegen der beiden Schwestermagazine. Der \u201eVault Keeper\u201c steht der VAULT OF HORROR vor, der \u201eCrypt Keeper\u201c wacht \u00fcber seine CRYPT (OF TERROR), und die \u201eOld Witch\u201c pr\u00e4sentiert ihre HAUNT OF FEAR.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/DreiHosts.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-427 alignright\" alt=\"DreiHosts\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/DreiHosts-99x300.jpg\" width=\"99\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/DreiHosts-99x300.jpg 99w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/DreiHosts-338x1024.jpg 338w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/DreiHosts.jpg 502w\" sizes=\"(max-width: 99px) 100vw, 99px\" \/><\/a>Ebenfalls weitergetrieben wird die Identifikation damit, dass drei Zeichner die Aush\u00e4ngeschilder der drei Serien sind: Johnny Craig bei VAULT, Jack Davis bei CRYPT und Graham Ingels bei HAUNT.<br \/>\nDie Geschichten drehen sich um Gek\u00f6pfte, die Rache suchen, um normale Menschen, die zu Monstern werden, um Erbschleicher, die \u00fcber Leichen gehen, um Zombies, die die Lebenden heimsuchen, um Metzger, die Menschenfleisch anbieten und sogar um teuflische Geschwister, die als verkr\u00fcppeltes (quasi siamesisches) K\u00f6rperteil ein Eigenleben f\u00fchren \u2013 am Schaurigsten in der von Ingels illustrierten Story <span style=\"color: #ff0000\">\u201eThe Ventriloquist\u2019s Dummy\u201c<\/span>.<\/p>\n<p>Der Schrecken geschieht jedoch nie um des puren Grauens willen, sondern ist meist Resultat eines perfiden Verbrechens, was auf \u00fcbernat\u00fcrliche Weise ger\u00e4cht und mit gleichen Mitteln bestraft wird. Dieses Prinzip der <span style=\"color: #ff0000\">\u201epoetic justice\u201c<\/span> darf als <strong>Philosophie des EC-Universums<\/strong> gelten.<\/p>\n<p>Die Horrorhefte verkaufen sich so gut, dass 1954 eine vierte Reihe geplant und angek\u00fcndigt wird: THE CRYPT OF TERROR. Sie erscheint nicht mehr, da s\u00e4mtliche Horrorcomics vom Markt genommen werden. <strong>Erst Mitte der 60er Jahre nimmt der Warren Verlag mit den Comicserien EERIE und CREEPY die EC-Tradition wieder auf<\/strong>. Hier gibt es auch ein Wiedersehen mit den EC-Zeichnern Craig, Crandall, Williamson und Wood.<\/p>\n<h3>Krieg<\/h3>\n<p>Verantwortlich f\u00fcr die Herausgabe der beiden Kriegsserien ist Harvey Kurtzman. EC erkennt das Talent seines Zeichners, und schon im Herbst 1950 beauftragt ihn Gaines mit der Konzipierung eines weiteren Heftes, dem Abenteuercomic TWO-FISTED TALES. Die Geschichten um Konquistadoren, Piraten und Feldherren verlieren sich im folgenden Jahr, und TWO-FISTED wandelt sich zum reinen Kriegscomic.<br \/>\nDer heutige Betrachter denkt unwillk\u00fcrlich an Vietnam, wenn er die asiatisch angesiedelten Geschichten liest. Es handelt sich jedoch um den damals <strong>zeitgen\u00f6ssischen Korea-Krieg<\/strong> (1950-53), der entlang derselben politischen Fronten wie der sp\u00e4tere Vietnam-Krieg verl\u00e4uft.<\/p>\n<p>Kurtzman, der auch alle diese Geschichten schreibt, kniet sich mit Anteilnahme in diese Auseinandersetzung und wagt etwas Neues: TWO-FISTED ist ab seiner vierten Ausgabe ein Anti-Kriegs-Comic. Das im Sommer 1951 anlaufende Schwestermagazin FRONTLINE COMBAT schl\u00e4gt von Anbeginn in die gleiche Kerbe.<br \/>\nDer Krieg bei EC ist schmutzig, willk\u00fcrlich, ungerecht. Soldaten beider Seiten krepieren sinn- und w\u00fcrdelos. Andere Kriegscomics am Kiosk glorifizieren die amerikanische Sache und erfreuen sich an sadistischen und rassistischen Phantasien. Nicht so Kurtzman und seine Mitstreiter. Die GIs sind oft nur R\u00e4dchen in der <strong>monstr\u00f6sen Maschinerie des Krieges<\/strong>. Die Kollateralsch\u00e4den werden sichtbar, viele Soldaten sterben im sogenannten \u201efriendly fire\u201c.<\/p>\n<p>Bahnbrechend immer wieder die Perspektive, die diese Comics einnehmen: Wir sind in Nagasaki, als die Atombombe f\u00e4llt. Wir liegen in den Schlamml\u00f6chern des Ersten Weltkriegs, aus denen es kein Entrinnen gibt. Wir fliegen mit in Bombern, die vom Himmel geschossen werden. Wir erleben, wie Soldaten unter der Anspannung dem Wahnsinn verfallen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/TwoFisted.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-428 alignright\" alt=\"TwoFisted\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/TwoFisted-208x300.jpg\" width=\"208\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/TwoFisted-208x300.jpg 208w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/TwoFisted.jpg 400w\" sizes=\"(max-width: 208px) 100vw, 208px\" \/><\/a>Die prominenteste Geschichte ist die von Kurtzman selbst gezeichnete 6-Seiten-Story <span style=\"color: #ff0000\">\u201eCorpse on the Imjin\u201c<\/span> (TWO-FISTED TALES Nr. 25). Am Ufer des Imjin sitzt ein einsamer GI und isst seine Mittagsration. Er beobachtet einen vor\u00fcbertreibenden Leichnam und ger\u00e4t ins Gr\u00fcbeln, wie der arme Kerl wohl gestorben sein mag. Da springt ihn ein feindlicher Soldat an, beide liefern sich einen Nahkampf auf Leben und Tod. Am Ende treibt ein neuer Leichnam den Imjin hinunter\u2026<br \/>\nDie Geschichte schlie\u00dft mit einem<strong> humanistischen Appell<\/strong> und einer lyrischen Klammer zum Anfang: \u201eHave pity\u2026 for this man has lost that most precious possession that we all treasure above everything. He has lost his life! &#8211; Lightning flashes in the korean hills, and on the rain swollen Imjin, a corpse floats out to sea\u201c. (Habt Mitleid, denn dieser Mensch hat das Wertvollste verloren, was uns \u00fcber alles geht. Er hat sein Leben verloren. &#8211; Blitze lichtern \u00fcber die koreanischen H\u00fcgel, und im regengeschwellten Imjin treibt ein Leichnam Richtung Meer.)<\/p>\n<p>Auch erscheinen in beiden Reihen einige Einzelgeschichten und insgesamt 3 komplette Sonderausgaben zum Thema \u201eCivil War\u201c. Hier werden detailverliebt, ungesch\u00f6nt und historisch akkurat Anekdoten und Eckdaten aus dem amerikanischen B\u00fcrgerkrieg (1861-65) nacherz\u00e4hlt.<br \/>\nKurtzman wird seit 1953 von seiner Arbeit f\u00fcr das sehr erfolgreiche MAD aufgefressen und gibt St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck seine Kriegstitel auf. Vorgeschoben wird jedoch das Ende des Koreakriegs. FRONTLINE COMBAT wird zum Jahresende eingestellt und die TWO-FISTED TALES wechseln die Richtung. F\u00fcr die 6 letzten Ausgaben (The NEW Two-Fisted Tales) \u00fcbernimmt Kollege John Severin das Ruder und konzentriert sich auf Western, Krimi und Abenteuer.<\/p>\n<h3>Spannung<\/h3>\n<p>Mit \u201eSpannung\u201c sei die deutsche \u00dcbersetzung des Begriffs \u201esuspense\u201c gemeint, f\u00fcr die \u201eThriller\u201c zu kurz griffe. Denn jede Art von \u201ethrill\u201c kommt aufs Tapet. Die beiden EC-Serien hei\u00dfen CRIME SUSPENSTORIES sowie SHOCK SUSPENSTORIES (sp\u00e4ter gestartet, im Fr\u00fchling 1952) \u2013 \u201eSuspenStory\u201c ist hierbei ein Neologismus aus \u201esuspense-story\u201c. Spricht sich gleich, aber schreibt sich k\u00fcrzer.<\/p>\n<p>In CRIME tobt sich EC auf dem Sektor des Verbrechens aus. Das ist oft unappetitlich, und <strong>auf keinen Fall f\u00fcr schwache Nerven<\/strong> gedacht. Den folgerichtig gr\u00f6\u00dften \u00c4rger handelt sich der Verlag mit Johnny Craigs drastischen Titelbildern ein: Ein Mann jagt sich eine Kugel durch die Schl\u00e4fe, ein Irrer schwingt ein Messer, eine Frau wird lebendig begraben, unter Wasser erw\u00fcrgt, \u00fcber Wasser erdrosselt, ein Erh\u00e4ngter schwingt an gebrochenem Nacken \u2013 und das ber\u00fcchtigte Cover von CRIME Nr. 22 (siehe oben) zeigt den mit der Axt abgeschlagenen Kopf einer blonden Frau.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/Shock.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-429 alignright\" alt=\"Shock\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/Shock-206x300.jpg\" width=\"206\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/Shock-206x300.jpg 206w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/Shock.jpg 400w\" sizes=\"(max-width: 206px) 100vw, 206px\" \/><\/a>Zur Verteidigung sei vorgebracht, dass die Verbrechen (fast) immer aufgedeckt werden, die perfiden Pl\u00e4ne b\u00f6s zerplatzen. F\u00fcr jeden Leser \u00fcber 16 Jahren sind die Geschichten ein elegantes Vergn\u00fcgen. Sprachlich auf h\u00f6chstem Niveau, zeichnerisch sowieso, nichts weniger als genuss- und stilvoller Nervenkitzel. Hitchcocks zur gleichen Zeit entstandene Klassiker \u201eCocktail f\u00fcr eine Leiche\u201c, \u201eBei Anruf Mord\u201c, \u201eDas Fenster zum Hof\u201c und \u201eImmer \u00c4rger mit Harry\u201c atmen denselben Geist und k\u00f6nnten auch EC-Geschichten sein. Auch sein Sp\u00e4twerk \u201eFrenzy\u201c ist ein guter filmischer Vergleich.<\/p>\n<p>Die SHOCK SUPENSTORIES pr\u00e4sentieren neben einer Grusel-, einer Horror- und einer Krimigeschichte auch eine \u201eSchockgeschichte\u201c \u2013 diese sind <strong>moralhafte Parabeln mitten aus der US-amerikanischen Gesellschaft<\/strong>. Machenschaften des Ku-Klux-Klan, Polizeigewalt, Korruption, Rassenhass, Intoleranz, Sexualverbrechen und Drogensucht landen in drastischen Bildern am EC-Pranger.<\/p>\n<h3>Humor<\/h3>\n<p>Die generell bei EC waltende Ironie \u00e4u\u00dfert sich auch in Insider-Jokes: EC macht sich selber zum Thema. Redaktionsmitglieder stehen Modell f\u00fcr Figuren, und in 8 Geschichten tauchen \u201eBill und Al\u201c als Protagonisten auf. Auch schreibt man r\u00fchrend \u2013spa\u00dfige \u201eorigin stories\u201c, also Herkunftsgeschichten, f\u00fcr zwei Zugpferde des Verlags: den Crypt Keeper und die Old Witch.<br \/>\n<strong>Im Herbst 1952 ist die Zeit gekommen f\u00fcr ein wirklich komisches \u201ecomic\u201c-Heft. MAD <\/strong>erscheint und wird im zweiten Jahr seines Erscheinens nicht nur ein durchschlagender Erfolg, der Gaines zum Million\u00e4r machen und den EC-Verlag vor dem Untergang retten wird, sondern auch ein Heft, das die amerikanische Gesellschaft pr\u00e4gt und zu dem wird, was man gemeinhin als \u201eInstitution\u201c bezeichnet.<\/p>\n<p>Der talentierte Harvey Kurtzman wird mit der Herausgabe von MAD beauftragt und erledigt diese Aufgabe mit Bravour. Schon in Ausgabe Nr. 4 wird Superman k\u00f6stlich durch den Kakao gezogen, es folgen Parodien auf Tarzan, King Kong, Sherlock Holmes, Western und Science Fiction. Zeitgen\u00f6ssische Radio- und Fernsehshows werden satirisch \u00fcberh\u00f6ht und als schamlose Kommerzveranstaltungen blo\u00dfgestellt. MAD er\u00f6ffnet seinen Lesern einen anderen Blickwinkel auf die Wirklichkeit, <strong>streut die Saat der Subversion<\/strong> unters Volk und erweist sich als Schule des Humors, ohne die sp\u00e4tere Comedy-Formate wie die \u201eSaturday Night Live\u201c-Show vielleicht undenkbar gewesen w\u00e4ren.<\/p>\n<p>Auch MAD findet \u00fcber ein Dutzend Nachahmer, und zum Jahresanfang 1954 bringt EC die \u201eonly authorized imitation of MAD\u201c heraus. PANIC erlebt 12 Ausgaben und<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-430\" title=\"MADMagazine\" alt=\"\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/MADMagazine.jpg\" width=\"232\" height=\"300\" \/> wird dann eingestellt, weil Folgendes geschieht: Kurtzman n\u00e4mlich hat im Fr\u00fchjahr 1955 die Nase von Gaines\u2018 Verlagsf\u00fchrung voll, f\u00fchlt sich unterbezahlt und zu wenig respektiert. Er fl\u00fcchtet vor EC \u2013 und nimmt ausgerechnet die Stammkr\u00e4fte Davis und Elder mit. MAD steht auf der Kippe. Als Retter in der Not agiert der bew\u00e4hrte Al Feldstein. Der war ein paar Wochen zuvor (aufgrund der finanziellen Misere und des Scheiterns der New Direction) entlassen worden \u2013 nun holt ihn Gaines rasch wieder an Bord.<\/p>\n<p>Und Feldstein steuert MAD von Erfolg zu Erfolg. Wood und Orlando sind noch da, bis 1960 folgen neue Talente wie Don Martin, Bob Clarke, Al Jaffee, George Woodbridge und Mort Drucker. Auch Davis kehrt zu MAD zur\u00fcck, allerdings erst 1965. Feldstein \u00fcbrigens bleibt volle 30 Jahre Chefredakteur bei MAD.<\/p>\n<h2>Die K\u00fcnstler<\/h2>\n<p>Unter dem Logo von EC versammeln sich junge, hungrige K\u00fcnstlerpers\u00f6nlichkeiten, die jeder f\u00fcr sich einen \u00fcberaus markanten Stil entwickeln. Mit oft gerade Mal Mitte 20 bew\u00e4ltigen sie ein enormes Arbeitspensum \u2013 quer durch alle Genres hinweg. Der schnellste \u00fcbrigens ist Jack Davis, der langsamste Johnny Craig.<br \/>\nEC ver\u00f6ffentlicht in seinen Comics Portr\u00e4ts der im Heft vertretenen K\u00fcnstler. Gleich mehrfach \u00fcber die Jahre verteilt erscheinen Kurzbiografien samt Foto am Arbeitsplatz von den meisten EC-Zeichnern, jeweils auf dem Innencover (Seite 2) der Hefte, f\u00fcr die sie arbeiten.<br \/>\n<em>Anmerkung:<br \/>\nDie Beispielabbildungen zu den EC-K\u00fcnstlern sind repr\u00e4sentative Proben ihres Stils und beziehen sich NICHT auf die sie beschreibenden Texte&#8230;<\/em><\/p>\n<h3>Johnny Craig (1926 \u2013 2001)<\/h3>\n<p>Sein Markenzeichen ist der klare, k\u00fchle, elegante Strich. Sein Lieblingsthema sind m\u00f6rderische Beziehungen. Craig zeichnet die kernigsten M\u00e4nner und die sch\u00f6nsten Frauen. Er ist zudem Redakteur der Heftreihen VAULT OF HORROR und EXTRA! und schreibt die meisten seiner Geschichten selbst. Craig kommt als erster an Bord und bleibt bis zuletzt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-440 alignnone\" title=\"CraigF\" alt=\"\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/CraigF.jpg\" width=\"620\" height=\"574\" srcset=\"https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/CraigF.jpg 620w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/CraigF-300x277.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><\/p>\n<h3>Reed Crandall (1917 \u2013 1982)<\/h3>\n<p>Dynamischer und realistischer Stil. St\u00f6\u00dft im Sommer 1953 zum Team und bekommt Thriller- und Horrorgeschichten zugeteilt. Ist nach Ingels der \u00e4lteste Zeichner im Haus. Seine erste Geschichte ist gleich ein Paukenschlag: \u201eCarrion Death\u201c in SHOCK SUSPENSTORIES Nr. 9 handelt von einem Polizistenm\u00f6rder, der die an ihn gekettete Leiche des Cops in der W\u00fcste zu entsorgen versucht und dabei von Geiern aufgefressen wird.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-441 alignnone\" title=\"CrandallF\" alt=\"\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/CrandallF.jpg\" width=\"620\" height=\"575\" srcset=\"https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/CrandallF.jpg 620w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/CrandallF-300x278.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><\/p>\n<h3>Jack Davis (1924 \u2013 heute)<\/h3>\n<p>Sein d\u00fcsterer, dreckiger, cartoonhafter Stil pr\u00e4destiniert ihn bei EC zum Allrounder. Au\u00dfer Science Fiction bedient \u201eSchnellzeichner\u201c Davis jedes Genre. Seine Horrorgeschichten strotzen vor Tristesse und dunklen Ahnungen, seine Kriegsgeschichten entbehren jeder Glorie und Heldenhaftigkeit. Noch dazu ist er ein brillanter \u201efunny man\u201c: niemand malt herrlichere Fratzen und d\u00fcmmere Visagen. Mit seinem Schaffen f\u00fcr MAD und PANIC setzt er Ma\u00dfst\u00e4be.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-443 alignnone\" title=\"DavisF\" alt=\"\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/DavisF.jpg\" width=\"620\" height=\"578\" srcset=\"https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/DavisF.jpg 620w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/DavisF-300x279.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><\/p>\n<h3>Bill Elder (eigentlich Wolf William Eisenberg, 1921 &#8211; 2008)<\/h3>\n<p>Der Schulclown und Komiker der Klasse. Muss im echten Leben ein grenzwertiger Spa\u00dfmacher gewesen sein. Als Jugendlicher soll er Fleischbrocken in Kleidungsst\u00fccke gesteckt, am Bahndamm verteilt und dann die Polizei gerufen haben. Elders Zeichenstil hat viel von drolligem Cartoon. Seine wenigen Versuche im Horror- und Science-Fiction-Genre sind deshalb nur haarscharf akzeptabel. Mit dem Hauskollegen Severin arbeitet er bei den Kriegscomics zusammen.<br \/>\nZur Entfaltung und Bl\u00fcte kommt Elder, als er seiner absurden Komik in MAD freien Lauf lassen darf. Ber\u00fchmt werden seine \u201eWimmelbilder\u201c: Die Hintergr\u00fcnde f\u00fchren bei Elder ein komisches Eigenleben, ausgemalt mit schr\u00e4gen Miniaturen und ulkigen Beschilderungen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-444 alignnone\" title=\"ElderF\" alt=\"\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/ElderF.jpg\" width=\"620\" height=\"578\" srcset=\"https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/ElderF.jpg 620w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/ElderF-300x279.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><\/p>\n<h3>George Evans (1920 \u2013 2001)<\/h3>\n<p>Erg\u00e4nzt die Mannschaft im Jahre 1953. Realistischer Zeichner mit \u201enoir\u201c-Touch. Alle Menschen im Evans-Universum haben kohlschwarze Augen, oft eingelagert in ebenso dunklen H\u00f6hlen. Wird h\u00f6chst effektiv in den Thriller-Serien eingesetzt. Seine Detailkenntnis und Leidenschaft f\u00fcr die Fliegerei im Ersten Weltkrieg macht sich in den Kriegscomics bezahlt. Evans gestaltet memorable Comiclebensl\u00e4ufe von Fliegerassen wie Immelmann, Richthofen, McCudden und Guynemer. In der New Direction ist Evans das Zugpferd f\u00fcr die Reihe ACES HIGH.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-445 alignnone\" title=\"EvansF\" alt=\"\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/EvansF.jpg\" width=\"620\" height=\"571\" srcset=\"https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/EvansF.jpg 620w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/EvansF-300x276.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><\/p>\n<h3>Albert Feldstein (1925 \u2013 2014)<\/h3>\n<p>Kommt als Zeichner zu EC, beschwert sich \u00fcber die d\u00fcnnen Stories, glaubt es besser machen zu k\u00f6nnen \u2013 und macht es besser! Feldstein wird zu Gaines\u2019 rechter Hand, schreibt ganze Serien und erweist sich als genialer Comic-Kurzgeschichtenautor. In der Fr\u00fchphase des New Trend zeichnet er ebenfalls in allen Heften. Sein Stil ist steif, h\u00f6lzern und dickstrichig. Wer ihn spontan nicht mag, braucht Jahre um ihn goutieren zu lernen.<br \/>\nBei den Kriegscomics bleibt es beim einmaligen Versuch. In der Startausgabe der TWO-FISTED TALES steuert er die rassistische und gewaltverherrlichende Plotte \u201eHongkong Intrigue\u201c bei \u2013 sein pers\u00f6nlicher Tiefpunkt. Kommentiert er selber: \u201eMein Versuch einer Abenteuergeschichte. Armer Harvey!\u201c \u2013 gemeint ist Redakteur Kurtzman, der den K\u00e4se drucken muss.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-446 alignnone\" title=\"FeldsteinF\" alt=\"\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/FeldsteinF.jpg\" width=\"620\" height=\"577\" srcset=\"https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/FeldsteinF.jpg 620w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/FeldsteinF-300x279.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><\/p>\n<h3>Graham Ingels (1915 \u2013 1991)<\/h3>\n<p>Ingels darf als Fan-Liebling gelten und geh\u00f6rt mit Feldstein und Craig zum K\u00fcnstler-Gr\u00fcnderteam von EC. Er ist der Senior im Haus, beginnt bei den Western- und Liebescomics der sp\u00e4ten 40er Jahre. Als ihm 1950 Horrorgeschichten zugeteilt werden, findet er nur widerstrebend in das ihm unsympathische Genre. Schnell hat er sich einen h\u00f6chst eigenen, als \u201egothic\u201c bezeichneten Stil angeeignet. Ein verzweifelt verstrichelter, beinah krakeliger Ausdruck bem\u00e4chtigt sich seiner Geschichten. Alle Ingels-Figuren haben seltsam verzogene Gesichter und stehen oft unanatomisch schief in der Gegend herum. Eine Aura nicht abzusch\u00fcttelnder Depression strahlt von seinen Zeichnungen aus.<br \/>\nEr signiert seine Geschichten oft mit dem K\u00fcnstlernamen \u201eGhastly\u201c (engl. f\u00fcr \u201egrausig\u201c). Ingels ist alkoholkrank (wie auch Crandall und Wood) und driftet oft tagelang unauffindbar durch die Bars von New York. Feldstein umgeht Terminschwierigkeiten mit seinem Zeichner, indem er ihm prinzipiell zwei Wochen verfr\u00fchte Abgabetermine nennt. In der New Direction arbeitet Ingels f\u00fcr PIRACY, IMPACT, VALOR und MD.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-447 alignnone\" title=\"IngelsF\" alt=\"\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/IngelsF.jpg\" width=\"620\" height=\"557\" srcset=\"https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/IngelsF.jpg 620w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/IngelsF-300x269.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><\/p>\n<h3>Jack Kamen (1920 \u2013 2008)<\/h3>\n<p>Gilt als der brave Mann bei EC, unter Fans nicht wohlgelitten. Kamens gef\u00e4lliger, glatter, nahezu langweiliger Zeichenstil tr\u00e4gt ihm viel Spott ein. Die Gruselgeschichte \u201eKamen\u2019s Kalamity\u201c in CRYPT Nr. 31 macht sich \u00fcbrigens genau dar\u00fcber lustig \u2013 ein Paradebeispiel f\u00fcr ECs Selbstironie. Dennoch ist Kamen einer der meistbesch\u00e4ftigten Zeichner im Haus und f\u00fcllt die Seiten aller Thriller-, Science Fiction- und Gruseltitel auf.<br \/>\nKamen ist auch der einzige K\u00fcnstler, der bei EC einen Comic komplett alleine zeichnen darf: die vier Hefte der New-Direction-Serie PSYCHOANALYSIS sind von vorne bis hinten ein Werk von Kamen. \u201cPeople searching for peace of mind through PSYCHOANALYSIS\u201c. Der stockn\u00fcchterne und ernsthafte Versuch, sich mit dieser neuen Mode (1955!) auseinanderzusetzen. Und auf jeden Fall eine echte Kuriosit\u00e4t in der Comicgeschichte.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-448 alignnone\" title=\"KamenF\" alt=\"\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/KamenF.jpg\" width=\"620\" height=\"550\" srcset=\"https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/KamenF.jpg 620w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/KamenF-300x266.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><\/p>\n<h3>Bernard Krigstein (1919 \u2013 1990)<\/h3>\n<p>Der Brooklyn-Boy mit den K\u00fcnstlerambitionen und der letzte Zugang in der EC-Mannschaft (Herbst 1953). Zeichnet haupts\u00e4chlich f\u00fcr die Titel PIRACY, VALOR, ACES HIGH und IMPACT. Sein Stil ist flie\u00dfend und kantig zugleich, dabei immer expressionistisch, seine Figuren wirken skulpturiert. Ein mysteri\u00f6ses Flair umgibt seine Geschichten.<br \/>\nLegend\u00e4r ist Krigsteins Beitrag zu IMPACT Nr. 1 \u2013 die in der Sekund\u00e4rliteratur h\u00e4ufig nachgedruckte Nazij\u00e4ger-Geschichte \u201eMaster Race\u201c. Ein beeindruckend unkonventioneller Comic mit packend arrangierten Panels. Krigstein ringt mit Feldstein darum, diese Story ausbauen und umstrukturieren zu d\u00fcrfen, und bekommt seinen Willen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" title=\"KrigsteinF\" alt=\"\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/KrigsteinF.jpg\" width=\"620\" height=\"560\" \/><\/p>\n<h3>Harvey Kurtzman (1924 \u2013 1993)<\/h3>\n<p>Wie aufs Stichwort betritt mit dem Beginn des New Trend ein auf der Suche befindlicher junger Mann die Redaktion, der sich im Nachhinein als Vision\u00e4r und Trendsetter erweisen wird: Harvey Kurtzman braucht dringend Zeichenjobs und kommt EC gerade recht. Sein minimalistischer, doch ausdrucksstarker Stil gef\u00e4llt den Herausgebern, und Kurtzman zeichnet f\u00fcr alle neuen Hefte.<\/p>\n<p>Seine Bilder sind weniger Abbild der Dinge selber als vielmehr der Energie, die diese abstrahlen. Allerdings ist Kurtzman nie ein Befehlsempf\u00e4nger. Er l\u00e4sst sich nichts vorschreiben und besticht in WEIRD SCIENCE und WEIRD FANTASY durch eine Handvoll selbstgeschriebener, charmant-satirischer Zukunftsspekulationen. Er wird Redakteur f\u00fcr die Serien TWO-FISTED TALES und FRONTLINE COMBAT sowie MAD (das er die ersten 23 Ausgaben komplett schreibt).<\/p>\n<p>Das Verleger-Triumvirat Gaines-Feldstein-Kurtzman ist jedoch kein harmonisches. Die drei k\u00f6nnen nicht recht miteinander, und im Sommer 1955 gibt Kurtzman seinen gr\u00f6\u00dften Erfolg und Triumpf aus der Hand. Er gibt MAD auf und verl\u00e4sst EC. Feldstein berichtet, er habe einige Jahre sp\u00e4ter den Versuch unternommen, Kurtzman wieder zur\u00fcck in den Verlag zu lotsen, doch man fand zu keiner Einigung.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" title=\"KurtzmanF\" alt=\"\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/KurtzmanF.jpg\" width=\"620\" height=\"572\" \/><\/p>\n<h3>Joe Orlando (1927 \u2013 1998)<\/h3>\n<p>Geh\u00f6rt mit Wood und Williamson (und dessen Zuarbeitern Roy Krenkel und Frank Frazetta) zur \u201ejungen Garde\u201c bei EC. Als ehemaliger Assistent von Wood steht Orlando bei EC nun auf eigenen F\u00fc\u00dfen muss sich erst seinen Stil erarbeiten. Der siedelt dann irgendwo zwischen Kamen und Crandall. Orlando zeichnet f\u00fcr die Science Fiction- und Thrillerserien \u2013 und zeigt bei PANIC (sowie sp\u00e4ter bei MAD) auch viel komisches Talent. In der Phase der New Direction obliegt ihm Arbeit bei IMPACT, VALOR und MD.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-451 alignnone\" title=\"OrlandoF\" alt=\"\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/OrlandoF.jpg\" width=\"620\" height=\"569\" srcset=\"https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/OrlandoF.jpg 620w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/OrlandoF-300x275.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><\/p>\n<h3>John Severin (1921 \u2013 2012)<\/h3>\n<p>Heuert gemeinsam mit Elder bei EC an. Gemeinsam gestalten sie Geschichten in diversen Genres. Zeichnet sp\u00e4ter auch im Alleingang (TWO-FISTED TALES und EXTRA!). Verf\u00fcgt \u00fcber einen \u00e4hnlich klaren Strich wie Craig, jedoch ohne dessen Glamour.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-452 alignnone\" title=\"SeverinF\" alt=\"\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/SeverinF.jpg\" width=\"620\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/SeverinF.jpg 620w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/SeverinF-300x278.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><\/p>\n<h3>Al Williamson (1931 \u2013 2010)<\/h3>\n<p>Bereichert ab Sommer 1952 das Team. Seine Bilder wechseln st\u00e4ndig die Perspektive und fangen immer einen ganzen Kosmos ein. Vom Close-Up springt Williamson in die Totale und gleich in neue R\u00e4ume hinein. Ein Sinn f\u00fcrs gro\u00dfe Ganze pr\u00e4gt diese Bilderwelt. Williamsons Zeichnungen sind wie geschaffen f\u00fcr Science Fiction \u2013 und genau das bleibt sein Acker (sowie wenige Beitr\u00e4ge f\u00fcr PIRACY und VALOR).<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" title=\"WilliamsonF\" alt=\"\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/WilliamsonF.jpg\" width=\"620\" height=\"541\" \/><\/p>\n<h3>Wallace Wood (1927 \u2013 1981)<\/h3>\n<p>Neben Ingels der meistbewunderte Zeichner im EC-Universum. Seine Figuren wirken oft statuesk und wenig dynamisch, sehen daf\u00fcr aber verdammt gut aus. Seine M\u00e4nner sind Modellathleten, seine Frauen \u00fcppige Vollweiber. Sein Stil ist klar und detailverliebt. Wood ist der Meister der Science-Fiction-Apparaturen. Seine Raumanz\u00fcge und Raumschiff-Interieurs faszinieren und \u00fcberzeugen durch sinnhaft wirkende Technik.<br \/>\nWood ist wie Kurtzman und Davis ein Zeichner, der in vielen Genres brilliert. Sein phantastisches Werk steht im Vordergrund, doch Wood hat ebenso bedr\u00fcckende Kriegsgeschichten illustriert wie auch schmutzige Thriller gemeistert. Reinen Horror hat er zwar nicht gezeichnet, aber keinesfalls vergessen sollte man seine umwerfenden Beitr\u00e4ge f\u00fcr MAD.<br \/>\n(Korrigierend sei bemerkt, dass Wood 1951, in seiner fr\u00fchen Phase, doch auch einige Gruselstories illustriert hat. Die aber halten im Vergleich zu seinen anderen Werken kaum mit&#8230;)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-454 alignnone\" title=\"WoodF\" alt=\"\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/WoodF.jpg\" width=\"620\" height=\"567\" srcset=\"https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/WoodF.jpg 620w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/WoodF-300x274.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><\/p>\n<h2>Nachdrucke<\/h2>\n<p>Einige Wiederauflagen von EC Comics sind seit den fr\u00fchen 70er Jahren unternommen worden, oft nur fragmentarisch und punktuell. Hervorzuheben ist die Arbeit des US-Amerikaners <span style=\"color: #ff0000\">Russ Cochran<\/span>. Der ehemalige Fan schlug eine Lehrerlaufbahn ein, erinnerte sich dann wieder seiner EC-Leidenschaft, quittierte den Schuldienst und wurde zum Verleger. Gleich drei Projekte tragen seine Handschrift.<\/p>\n<p><strong>The Complete EC Library<\/strong>: In 14 Schubern pr\u00e4sentieren sich alle Titel des \u201cNew Trend\u201d und der \u201cNew Direction\u201d als \u00fcberformatige Schwarz-Wei\u00df-Reproduktionen der Original-Zeichnungen. Fast s\u00e4mtliche Bl\u00e4tter hatte EC-Herausgeber Gaines in einem Privattresor aufbewahrt. Erschienen von 1979 \u2013 1988. Heute seltene Sammlerst\u00fccke. Sp\u00e4ter wurde die \u201eEC Library\u201c noch um die B\u00e4nde der \u201ePicto Fiction\u201c-Reihe und einige Hefte der \u201ePre Trend\u201c-\u00c4ra erg\u00e4nzt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/ECArchives.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-437 alignright\" alt=\"ECArchives\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/ECArchives-223x300.jpg\" width=\"223\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/ECArchives-223x300.jpg 223w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/04\/ECArchives.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 223px) 100vw, 223px\" \/><\/a><strong>The EC Annuals<\/strong>: Alle \u201eNew Trend\/ New Direction\u201c-Hefte zusammengefasst in \u201eJahresausgaben\u201c. Da jeder Titel zweimonatlich erschien, ergeben f\u00fcnf Hefte ein \u201eannual\u201c. Diese Ausgaben sind farbig und entsprechen in etwa der Originalgr\u00f6\u00dfe und \u2013Aufmachung. Erschienen in den 90er Jahren, heute noch gr\u00f6\u00dftenteils erh\u00e4ltlich.<\/p>\n<p><strong>The EC Archive<\/strong>s: Der Versuch einer Hochglanzausgabe. Unzufrieden mit der bisherigen Farbgebung der EC Comics, veranlasst Cochran eine Neukolorierung. Etwas kleiner als die Library-B\u00e4nde, erscheinen 2006-08 dreizehn B\u00e4nde (mit je sechs Heften) aus sieben Serien des New Trend. Der Erfolg (analog anderer \u201eArchives\u201c-Comicausgaben) bleibt anscheinend aus, die Ver\u00f6ffentlichung wird eingestellt. Ebenfalls noch gr\u00f6\u00dftenteils erh\u00e4ltlich. Im Jahr 2012 wird die unterbrochene Produktion mit fehlenden Horrorb\u00e4nden wieder fortgef\u00fchrt.<\/p>\n<p><strong> Cochran vertreibt auf seiner Homepage, was noch an Best\u00e4nden auf Lager ist.<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.russcochran.com\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #ff0000\">www.russcochran.com<\/span><\/a><\/p>\n<p>Der Verlag <strong>Fantagraphics<\/strong> ver\u00f6ffentlicht seit einigen Jahren EC-Material in neuen Zusammenstellungen in Schwarz-Wei\u00df, die unter dem Begriff &#8222;<a href=\"http:\/\/www.fantagraphics.com\/series\/ec-comics\/\">The EC Comics Library<\/a>&#8220; firmieren.<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\">Und dies ist ein sch\u00f6ner (wenn auch qualitativ schlechter!) <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=ZYx-JCAc-ko\">Videoclip zur Geschichte der EC Comics<\/a>.<\/span><\/p>\n<p><strong>Nachtrag M\u00e4rz 2016:<\/strong><br \/>\nWer bei YouTube den Begriff &#8222;EC Comics Showcase&#8220; eingibt, findet dort fast ein Dutzend Clips, in denen ganze Geschichten Bild f\u00fcr Bild VORGELESEN werden! Der Reigen beginnt mit Graham Ingels &#8222;<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=A_F3V3oNRPU\">Mess Call<\/a>&#8222;&#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das K\u00fcrzel \u201eEC\u201c steht sowohl f\u00fcr \u201eEducational Comics\u201c als auch f\u00fcr \u201eEntertaining Comics\u201c. Gegr\u00fcndet 1945 als \u201eEducational Comics\u201c von Maxwell Charles Gaines, ver\u00f6ffentlicht der Verlag zun\u00e4chst nur illustrierte Bibelgeschichten. Die PICTURE STORIES FROM THE BIBLE sind der Grundstein von EC. 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