{"id":6457,"date":"2015-03-07T11:15:48","date_gmt":"2015-03-07T10:15:48","guid":{"rendered":"http:\/\/fifties-horror.de\/?page_id=6457"},"modified":"2017-01-12T17:42:26","modified_gmt":"2017-01-12T16:42:26","slug":"quality-horror","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/fifties-horror.de\/?page_id=6457","title":{"rendered":"QUALITY HORROR"},"content":{"rendered":"<p>Der Quality-Verlag, dank seiner Serien BLACKHAWK und PLASTIC MAN ein gro\u00dfer Player der 40er Jahre, steigt erst sp\u00e4t und z\u00f6gerlich ins Horrorgesch\u00e4ft ein. Nur 22 Hefte kommen heraus, f\u00fcr die sie immerhin ihren<strong> Starzeichner Jack Cole<\/strong> werkeln lassen (in den ersten 11 Ausgaben).<\/p>\n<p><b>WEB OF EVIL <\/b><\/p>\n<p>Hei\u00dft die einzige Gruselserie von Quality, ein angeh\u00e4ngtes Einmalheft namens <b>INTRIGUE<\/b> beinhaltet nur noch Nachdrucke.<\/p>\n<p>Besonderheit bei QUALITY HORROR ist, dass die Titelgeschichte mit einem <strong>Vollseiten-Splash<\/strong> prunkt. Sonst ist alles ganz normal. Zu normal, m\u00f6chte ich sagen. Vier Geschichten pro Heft, keine Erz\u00e4hlerfiguren, wenig originelle Ideen.<\/p>\n<p><strong>WEB OF EVIL wirkt oft lieblos, wenn nicht gar ratlos arrangiert.<\/strong> Die Autoren hatten offensichtlich kein Faible f\u00fcr Horror, sondern bedienen sich aus dem Setzkasten des Genres. Sie variieren bereits bekannte Handlungsmuster: Fl\u00fcche, Geister, Nacht im Spukhaus, Voodoo-Zombies, Teufelspakte, Gespensterpiraten, Schneemenschen und Monster aus Parallelwelten \u2013 alles kommt mal dran. Au\u00dfer Vampiren und Werw\u00f6lfen!<\/p>\n<p>Direkt mies ist das Angebot nicht, aber es ist nicht \u201emit Liebe gemacht\u201c wie bei EC, oder mit Schmackes wie bei Harvey, oder mit spa\u00dfiger Anarchie wie bei Atlas, mit literarischem Anspruch wie bei Ace oder ACG, oder mit assoziativer Wildheit wie bei Ajax-Farrell und Superior, oder mit brachialem \u201eshock value\u201c wie bei Charlton und Gilmor. <strong>QUALITY HORROR erf\u00fcllt Standards, kann jedoch nur in Ausnahmef\u00e4llen Begeisterung entfachen.<\/strong><\/p>\n<p>Manche Geschichten warten zum Schluss mit einer <strong>logischen Erkl\u00e4rung des Grusels<\/strong> auf \u2013 und entwerten somit alles Vorangegangene als \u201eSpuk\u201c im wahrsten Sinne. Dieses Erz\u00e4hlmuster habe ich den <strong>\u201eratio-twist\u201c<\/strong> getauft (ein Mittel, das DC HORROR fast durchgehend anwendet)!<\/p>\n<p>Positiv hervorzuheben sind die Titelbilder, bei denen es sich ausschlie\u00dflich um <strong>wortlose Szenen des Erschreckens<\/strong> handelt. Geister, Monster oder Skelette schockieren ahnungslose Mitmenschen und \u00fcberraschte Passanten, hier eine kleine Auswahl:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2015\/10\/favethreegallery.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-6458\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2015\/10\/favethreegallery.jpg\" alt=\"favethreegallery\" width=\"1445\" height=\"700\" srcset=\"https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2015\/10\/favethreegallery.jpg 1445w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2015\/10\/favethreegallery-300x145.jpg 300w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2015\/10\/favethreegallery-1024x496.jpg 1024w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2015\/10\/favethreegallery-624x302.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 1445px) 100vw, 1445px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>F\u00fcr den \u201eart spotter\u201c ist es absolut frustrierend<\/strong>, Hefte des Quality-Verlags auf ihre Zeichner abzuklopfen. Die grafische Produktion des Hauses durchlief immer mehrere H\u00e4nde. Abgesehen vom Aussto\u00df des Iger Studios finden sich nirgendwo soviele Eintr\u00e4ge, die achselzuckend <strong>\u201emystery artwork\u201c<\/strong> bescheinigen. Comichistoriker des letzten Jahrhunderts haben da offenbar ein Vers\u00e4umnis begangen\u2026 Andererseits sind auch die bekannten K\u00fcnstler des Hauses fr\u00fch verstorben.<\/p>\n<p>Zum Beispiel Jack Cole (Selbstmord 1958), der als pr\u00e4gende Kraft bei QUALITY HORROR gelten darf. Cole allerdings war ein brillanter Funny-Zeichner, dessen Versuche im Horrorgenre manchen Panels teils unfreiwilig komische Z\u00fcge verleihen. <em>Nebenstehend zeigen wir einen wilden Splash dieses grafischen Genies.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2015\/10\/FaveColeSplash2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6459\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2015\/10\/FaveColeSplash2.jpg\" alt=\"FaveColeSplash2\" width=\"765\" height=\"700\" srcset=\"https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2015\/10\/FaveColeSplash2.jpg 765w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2015\/10\/FaveColeSplash2-300x274.jpg 300w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2015\/10\/FaveColeSplash2-624x570.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 765px) 100vw, 765px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Als Cole zur Halbzeit des Titels bei WEB OF EVIL aussteigt, ersetzt man ihn durch den soliden Vielzeichner Charles Nicholas und den Pfuscher Louis Ravielli (sechs Eins\u00e4tze in den letzten Ausgaben). <strong>Das mag die Wertigkeit anzeigen, die der Verlag seinem Horrorheft zuschrieb.<\/strong><\/p>\n<p>Irrsinnig viele weitere Infos und eine Heft-f\u00fcr-Heft-Besprechung finden sich demn\u00e4chst auf meiner englischen Vertiefungs-Webseite <a href=\"http:\/\/twistmyratio.de\/artists-of-quality\/\">QUALITY HORROR<\/a> (auch dort abgehandelt werden die Hefte der Verlage Avon und DC).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Quality-Verlag, dank seiner Serien BLACKHAWK und PLASTIC MAN ein gro\u00dfer Player der 40er Jahre, steigt erst sp\u00e4t und z\u00f6gerlich ins Horrorgesch\u00e4ft ein. 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