{"id":1565,"date":"2011-09-18T11:22:53","date_gmt":"2011-09-18T09:22:53","guid":{"rendered":"http:\/\/fifties-horror.de\/?p=1565"},"modified":"2016-06-15T17:37:57","modified_gmt":"2016-06-15T15:37:57","slug":"greeds-grisly-treasure-black-horror-of-druids-glen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fifties-horror.de\/?p=1565","title":{"rendered":"Greed\u2019s Grisly Treasure + Black Horror Of Druid\u2019s Glen"},"content":{"rendered":"<h3><strong>(beide aus \u201cBaffling Mysteries\u201d Nr. 13, im Januar 1953 von Ace Magazines ver\u00f6ffentlicht)<\/strong><\/h3>\n<p><em>Diese beiden Geschichten folgen derselben Formel: Junger Abenteurer l\u00e4sst sich leichtsinnig mit d\u00e4monischen Kr\u00e4ften ein. In beiden Varianten erweist sich das B\u00f6se als unschlagbar, und\u00a0 beide Geschichten graben (bei aller Oberfl\u00e4chlichkeit, die ein 7-Seiten-Action-Comic erfordert) erstaunlich tief in menschlichen Mythen. Beide sind mit vielf\u00e4ltigen Schrecken aufgeladen, und beide h\u00e4tte ich als Kind nicht lesen m\u00f6gen. \u201eGrisly Treasure\u201c wartet sogar mit einem derben Schockbild auf.<\/em><\/p>\n<p>Aber fassen wir mal zusammen: In \u201e<strong>Greed\u2019s Grisly Treasure<\/strong>\u201c beauftragt ein geheimnisvoller Fremder namens \u201eSammael\u201c den Abenteurer Frost, ihm einen Schatz aus dem Keller eines Wirtshauses zu stehlen. Danach l\u00f6st sich Sammael erst in Flammen, dann in eine Schlange mit Beinen auf, was Frost nicht weiter zu beunruhigen scheint (s. abgebildete Seite).<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"942\" height=\"1356\" class=\"size-full wp-image-1567 aligncenter\" title=\"GrislyTreasure1\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/09\/GrislyTreasure1.jpg\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/09\/GrislyTreasure1.jpg 942w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/09\/GrislyTreasure1-208x300.jpg 208w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/09\/GrislyTreasure1-711x1024.jpg 711w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/09\/GrislyTreasure1-624x898.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 942px) 100vw, 942px\" \/><\/p>\n<p>Der marschiert zum Gasthof, zecht dort munter mit der merkw\u00fcrdigen Belegschaft, steigt sodann in den Keller und liefert sich ein erstes Duell auf Leben und Tod mit dem gruseligen Wirt. Dieser nimmt Wolf- wie Unholdsgestalt an, wird jedoch von Frost so verdroschen, dass er zu Knochen zerf\u00e4llt. Beim Schatz erwartet ihn der Bossgegner: Pirat Schwarzbart bedr\u00e4ngt ihn mit dem S\u00e4bel, doch ein gezielter Faustschlag vermag den B\u00f6sewicht regelrecht zu k\u00f6pfen (<em>s. Abb.<\/em>).<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-1566\" title=\"GrislyTreasure2\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/09\/GrislyTreasure2.jpg\" alt=\"\" width=\"341\" height=\"336\" srcset=\"https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/09\/GrislyTreasure2.jpg 341w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/09\/GrislyTreasure2-300x295.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 341px) 100vw, 341px\" \/>Frost will sich mit dem Schatz davonmachen, da erscheint Sammael und stellt ein paar Dinge klar. Erstens sei er schon tot, denn der Pirat habe ihn so sauber enthauptet, dass er nichts gesp\u00fcrt habe. Und zweitens geh\u00f6re ihm seine Seele, denn er, Sammael, sei die Schlange aus dem Garten Eden, der gro\u00dfe Verf\u00fchrer und Angebote-die-man-nicht-ablehnen-kann-Macher. <em>He\u2019s been around since Jesus Christ, why didn\u2019t you guess his name?!<\/em> Frost f\u00e4hrt kopflos zur H\u00f6lle, und zwei Gendarmen finden seine zerteilte Leiche: \u201eThese adventuring americans! Will they never learn to be cautious\u201c\u2026<\/p>\n<p><em>Das ist schon vollgepackt mit mythischem Tobak bis zum Rand: die verfluchte Taverne, ein Wolfsmensch, ein geh\u00f6rnter D\u00e4mon, ein Schatz samt Pirat und nat\u00fcrlich der Teufel h\u00f6chstselbst. Der griechischen Baruch-Apokalypse zufolge pflanzt der Engel Sammael den Wein, der Adam zum S\u00fcndenfall f\u00fchrt \u2013 und wird daf\u00fcr zum Satan! Und wenn er keine Vinothek er\u00f6ffnet hat, dann spukt er durch amerikanische Comichefte.<\/em><\/p>\n<p><strong>\u201eBlack Horror Of Druid\u2019s Glen\u201c <\/strong>schildert die Zerschlagung einer US-amerikanischen Expedition in den walisischen Bergen. Im Auftrag des Reiseanbieters \u201eWeird Tours Inc.\u201c (!) forschen zwei P\u00e4rchen nach gespentischen Ausflugszielen. Sie landen an einem versteckten Druiden-Tanzplatz und entfesseln dort durch viel Ungeschick und naive Neugier den erzb\u00f6sen \u201eBlack Druid\u201c, der in den jungen Bert einf\u00e4hrt. Zudem erscheinen weitere Driuden und nehmen die Reisegesellschaft gefangen. Sie tanzen einen Feuertanz und befehlen ein Blutopfer, um die entweihte Sakralst\u00e4tte (<em>auf welcher die Gruppe picknicken wollte!<\/em>) wiederherzustellen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1569 aligncenter\" title=\"DruidsGlen1\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/09\/DruidsGlen1.jpg\" alt=\"\" width=\"480\" height=\"491\" srcset=\"https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/09\/DruidsGlen1.jpg 480w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/09\/DruidsGlen1-293x300.jpg 293w\" sizes=\"(max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/>Ein uralter Baum wird lebendig und packt sich eine Dame, die zur \u201eBraut des Waldes\u201c gek\u00fcrt wird. Bert alias \u201eThe Black Druid\u201c ersticht seine Gef\u00e4hrtin mit einem steinernen Dolch, woraufhin die B\u00e4ume ergr\u00fcnen. Die beiden letzten Reisenden wollen fliehen, doch werden von Wurzeln umfangen und versteinern zu B\u00e4umen. Bert verwandelt sich endg\u00fcltig in den Black Druid, seine Augen werden zu schwarzen H\u00f6hlen: \u201eFrom Bert\u2019s eyes the blackness stared out \u2013 triumphant forever!\u201c. <em>Die Geschichte schlie\u00dft auf einer humorigen Note.<\/em> Bert kehrt in die USA zur\u00fcck und lockt fortan als Reiseveranstalter Touristen nach Druid\u2019s Glen. \u201eWeird Tours Inc.\u201c verr\u00e4t die Spiegelschrift auf der T\u00fcre\u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-1570 aligncenter\" title=\"DruidsGlen2\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/09\/DruidsGlen2.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"327\" srcset=\"https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/09\/DruidsGlen2.jpg 640w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/09\/DruidsGlen2-300x153.jpg 300w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/09\/DruidsGlen2-624x318.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p><em>Auch hier ist Recherche dahinter. Den ganzen Hokuspokus mit den B\u00e4umen h\u00e4tte man sich doch sparen k\u00f6nnen. So aber gewinnt auch diese Story an Dichte und Authentizit\u00e4t. <\/em><\/p>\n<p><em>Obschon beide Geschichten leider hastig gezeichnet wirken, entwickeln sie trotzdem eine Atmosph\u00e4re der Beunruhigung. \u201eDruid\u2019s Glen\u201c pr\u00e4sentiert uns bedrohlichen Rauch, brennende K\u00f6rperteile, belebte B\u00e4ume, ein Menschenopfer sowie unheimliche Verwandlungen.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/09\/DruidsGlen3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-1571\" title=\"DruidsGlen3\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/09\/DruidsGlen3.jpg\" alt=\"\" width=\"337\" height=\"336\" srcset=\"https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/09\/DruidsGlen3.jpg 337w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/09\/DruidsGlen3-150x150.jpg 150w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/09\/DruidsGlen3-300x300.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 337px) 100vw, 337px\" \/><\/a><em>ACE-Horrorcomics sind fast immer mit Text \u00fcberfrachtet. Als habe man m\u00f6glichst viel Bedeutung hineinstopfen wollen. Und das ist ihnen auch hier absolut gelungen. <\/em><\/p>\n<p><em>Ich mag die Gruselware von ACE, sie bietet untersch\u00e4tzte Perlen. <\/em><\/p>\n<p><em>Ich habe daher begonnen, s\u00e4mtliche ACE-Horrorcomics (in Zusammenarbeit mit dem US-Comic-Historiker Jim Vadeboncoeur, Jr.) auf der Grand Comics Database zu erfassen und die Zeichner zu ermitteln.\u00a0<\/em><\/p>\n<p>(Diese Aufgabe ist inzwischen abgeschlossen. Wer Interesse hat, klicke sich <a href=\"http:\/\/aces-of-ace.de\/\" target=\"_blank\">HIER <\/a>zur Schwesterseite ACE HORROR)<\/p>\n<p><em>Abb. rechts: Das Schlussbild von &#8222;Black Horror Of Druid&#8217;s Glen&#8220; &#8211; achten Sie auf die Spiegelschrift an der T\u00fcre sowie den h\u00fcbschen Prospekt &#8222;Don&#8217;t miss Druid&#8217;s Glen&#8220;!<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(beide aus \u201cBaffling Mysteries\u201d Nr. 13, im Januar 1953 von Ace Magazines ver\u00f6ffentlicht) Diese beiden Geschichten folgen derselben Formel: Junger Abenteurer l\u00e4sst sich leichtsinnig mit d\u00e4monischen Kr\u00e4ften ein. In beiden Varianten erweist sich das B\u00f6se als unschlagbar, und\u00a0 beide Geschichten graben (bei aller Oberfl\u00e4chlichkeit, die ein 7-Seiten-Action-Comic erfordert) erstaunlich tief in menschlichen Mythen. 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