{"id":1794,"date":"2011-11-22T11:37:30","date_gmt":"2011-11-22T09:37:30","guid":{"rendered":"http:\/\/fifties-horror.de\/?p=1794"},"modified":"2013-09-29T11:36:25","modified_gmt":"2013-09-29T09:36:25","slug":"the-jellyfish","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fifties-horror.de\/?p=1794","title":{"rendered":"The Jellyfish"},"content":{"rendered":"<h3><strong>(aus \u201cVault Of Horror\u201d Nr. 19, im Juni 1951 von EC Comics ver\u00f6ffentlicht)<\/strong><\/h3>\n<p>Ein Pharma-Manager begeht Betrug in\u00a0 gro\u00dfem Stil: Die Regierung bestellt bei ihm eine Million Dosen Insulin. Der Betrieb k\u00f6nnte aber nur die H\u00e4lfte liefern. Also verd\u00fcnnt der Manger das Medikament und macht den Deal hinter dem R\u00fccken seines Laborleiters. Der hatte den Schwindel aus ethischen Gr\u00fcnden verweigert und war deswegen als \u201er\u00fcckgratlose Qualle\u201c beschimpft worden. Der Betrug hat t\u00f6dliche Folgen. \u00dcberall im Land sterben Diabetes-Patienten, weil ihre Dosis falsch berechnet ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1795 aligncenter\" title=\"jelly1\" alt=\"\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/10\/jelly1.jpg\" width=\"620\" height=\"556\" srcset=\"https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/10\/jelly1.jpg 620w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/10\/jelly1-300x269.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><\/p>\n<p>Die Regierung schreitet ein, macht dem Pharmakonzern den Prozess und verknastet den Laborleiter (der seine Unschuld nicht belegen kann) zu zehn Jahren Gef\u00e4ngnis. W\u00e4hrend der m\u00f6rderische Manager ein feines Leben in Freiheit f\u00fchrt, sinnt sein Opfer auf Rache. Er arbeitet seiner Qualifikationen wegen im Gef\u00e4ngniskrankenhaus und entwickelt eine spezielle Chemikalie.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1796 aligncenter\" title=\"jelly2\" alt=\"\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/10\/jelly2.jpg\" width=\"620\" height=\"284\" srcset=\"https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/10\/jelly2.jpg 620w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/10\/jelly2-300x137.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><\/p>\n<p>Wieder in Freiheit, sucht er den Manager auf und bettelt um einen neuen Job. Der am\u00fcsiert sich k\u00f6niglich \u00fcber sein r\u00fcckgratloses Gegen\u00fcber. Dann nehmen sie einen Vers\u00f6hnungs-Drink zu sich. In diesen jedoch hat der Laborleiter seine Chemikalie geschmuggelt. Diese l\u00f6st Knochen auf. Der Manager f\u00e4llt zu einem Haufen Fleisch auf dem Fu\u00dfboden zusammen. Wer ist jetzt eine r\u00fcckgratlose Qualle?!<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><a href=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/10\/jelly3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-1797 aligncenter\" title=\"jelly3\" alt=\"\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/10\/jelly3.jpg\" width=\"1000\" height=\"906\" srcset=\"https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/10\/jelly3.jpg 1000w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/10\/jelly3-300x271.jpg 300w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2011\/10\/jelly3-624x565.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><\/p>\n<p><em>Mit solchen Geschichten wurde EC zum Marktf\u00fchrer in Sachen Horror. Und v\u00f6llig zu Recht. Eine wunderbare Racheparabel, originell angesiedelt im Pharma-Milieu, mit groteskem Finale und bissigen Kalauern des Crypt-Keepers (siehe letztes Bild: \u201e\u2026 No hard feelings anymore\u2026 It was getting late, he had to step on it!\u201c).<\/em><\/p>\n<p><em>Nat\u00fcrlich ist diese Aufl\u00f6sung (im wahrsten Sinne des Wortes) fantastisch, aber gerade das ist der Zauber von EC! Der Leser ist gebeutelt zwischen Ekel, Faszination und Lachreiz. Ohne den Jux des Crypt Keepers k\u00e4me diese Moral biblisch grausam daher. So aber ist es ein nachwirkendes Gedankenspiel, das sich im Hinterkopf festsetzt. Wieso sollte es NICHT eine solche Chemikalie geben k\u00f6nnen?!<\/em><\/p>\n<p><em>Ebenfalls hier sch\u00f6n bei der Arbeit zu beobachten ist ECs Philosophie der \u201epoetic justice\u201c. Den b\u00f6sen Manager ereilt eine ironisch r\u00e4chende Strafe. Ein Medikament f\u00fcgt ihm Schaden zu, wie er zuvor anderen Menschen mit Medikamenten Schaden zuf\u00fcgte. Der Topper ist dabei, dass es ihn zur Qualle mutieren l\u00e4sst. Selbst seine verbalen Grausamkeiten werden ihm mit gleicher M\u00fcnze heimgezahlt.<\/em><\/p>\n<p><em>\u00dcbrigens eine der ersten zehn Geschichten, die Jack Davis f\u00fcr EC gestaltete. Sein Stil wird sich in den beiden n\u00e4chsten Jahren noch enorm verfeinern.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(aus \u201cVault Of Horror\u201d Nr. 19, im Juni 1951 von EC Comics ver\u00f6ffentlicht) Ein Pharma-Manager begeht Betrug in\u00a0 gro\u00dfem Stil: Die Regierung bestellt bei ihm eine Million Dosen Insulin. Der Betrieb k\u00f6nnte aber nur die H\u00e4lfte liefern. Also verd\u00fcnnt der Manger das Medikament und macht den Deal hinter dem R\u00fccken seines Laborleiters. 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