{"id":2198,"date":"2012-04-28T11:31:12","date_gmt":"2012-04-28T09:31:12","guid":{"rendered":"http:\/\/fifties-horror.de\/?p=2198"},"modified":"2017-06-10T19:45:40","modified_gmt":"2017-06-10T17:45:40","slug":"collection-completed","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fifties-horror.de\/?p=2198","title":{"rendered":"Collection Completed!"},"content":{"rendered":"<p><strong>(aus \u201c Vault of Horror\u201d Nr. 25, im Juni 1952 von EC Comics ver\u00f6ffentlicht)<\/strong><\/p>\n<p>Die Ehe zwischen Anita und Jonah ist in die Jahre gekommen \u2013 und kinderlos geblieben. Die karitativ veranlagte Anita k\u00fcmmert sich liebevoll um streunende Tiere und nimmt ein s\u00fc\u00dfes K\u00e4tzchen bei sich auf. Jonah hasst Tiere und legt sich ein Hobby zu, das in die diametral entgegengesetzte Richtung weist: die Taxidermie. Die Kunst der Tierpr\u00e4paration.<\/p>\n<p><em>Damit sind die Fronten klargemacht.<\/em> Wann immer Jonah ein Streuner in die H\u00e4nde f\u00e4llt, landet dieser erst auf dem Seziertisch, dann als Diorama auf dem Regal im \u201eHobbykeller\u201c. <em>Nat\u00fcrlich ist das konstruiert, aber sch\u00f6ner kann man mit Fallh\u00f6he nicht spielen. Und genauso funktionieren EC-Geschichten.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2012\/04\/CollStart2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-2204\" title=\"CollStart2\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2012\/04\/CollStart2.jpg\" width=\"970\" height=\"896\" srcset=\"https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2012\/04\/CollStart2.jpg 970w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2012\/04\/CollStart2-300x277.jpg 300w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2012\/04\/CollStart2-624x576.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 970px) 100vw, 970px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Beziehung der Eheleute h\u00fcpft in schnellen Schritten von Gleichg\u00fcltigkeit zu Entfremdung und zum Hass aufeinander. Irgendwann nat\u00fcrlich geht Jonah zu weit und vergreift sich an seines Weibes Muschi <em>(schweiget still, ihr Psychologen dort drau\u00dfen!)<\/em>. Er meuchelt sie und stopft sie aus. Ahem.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2012\/04\/CollCellar2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2205 aligncenter\" title=\"CollCellar2\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2012\/04\/CollCellar2.jpg\" alt=\"\" width=\"970\" height=\"455\" srcset=\"https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2012\/04\/CollCellar2.jpg 970w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2012\/04\/CollCellar2-300x140.jpg 300w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2012\/04\/CollCellar2-624x292.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 970px) 100vw, 970px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Stolz pr\u00e4sentiert Jonah das Ergebnis: \u201eCollection completed\u201c, seine Sammlung ist vervollst\u00e4ndigt. Nicht ganz, erg\u00e4nzt die enragierte Ehefrau und greift zum Messer. Das Schlussbild zeigt die Sammlung erweitert um ein menschliches Exponat.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2012\/04\/CollCat.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2200 aligncenter\" title=\"CollCat\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2012\/04\/CollCat.jpg\" alt=\"\" width=\"966\" height=\"868\" srcset=\"https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2012\/04\/CollCat.jpg 966w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2012\/04\/CollCat-300x269.jpg 300w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2012\/04\/CollCat-624x560.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 966px) 100vw, 966px\" \/><\/a><\/p>\n<p><em>Das ist rasant und krass und wundervoll inszeniert von Al Feldstein (Text) und Graham Ingels (Zeichnungen). Die d\u00fcstere Atmosph\u00e4re, die nervenzerspannten Gesichter der beiden Protagonisten \u2013 und nicht zuletzt der makabre Hobbykeller, in welchem sich die Perfidien abspielen. Oder sollte man besser \u201eHorrorkeller\u201c sagen, denn auf genau drei Panels zeigt uns Ingels diesen Keller mit Blick zur T\u00fcre hinauf. Und je weiter der Wahnsinn wuchert, desto ferner r\u00fcckt von Bild zu Bild r\u00fcckt diese erl\u00f6sende T\u00fcre.<\/em><\/p>\n<p>(Achten Sie mal drauf, ich hab beim Scannen die drei betreffenden Panels ausgew\u00e4hlt&#8230;)<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2012\/04\/CollMan.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-2202\" title=\"CollMan\" src=\"http:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2012\/04\/CollMan.jpg\" alt=\"\" width=\"372\" height=\"277\" srcset=\"https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2012\/04\/CollMan.jpg 620w, https:\/\/fifties-horror.de\/filecollection\/2012\/04\/CollMan-300x223.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 372px) 100vw, 372px\" \/><\/a><em>Neben Ingels\u2018 dramatischen Strichen beachte man auch Feldsteins Detailliebe im Texterischen: Die nach dem Mord verr\u00fcckt gewordene Anita hockt im Keller und \u201estreichelt liebevoll\u201c ihr totes K\u00e4tzchen. Ihre Arbeit am toten M\u00e4nne erweist sich jedoch als \u201eplumpes Werk\u201c. \u201eDie Glasaugen sind nicht richtig eingepasst\u201c und \u201ehier und da ist das Absteppen unsauber geraten\u201c.<\/em><\/p>\n<p><em>Das sind EC-G\u00e4nsehautmomente zum Sch\u00fctteln. Das braucht keine Splatter-Effekte, sondern nur ein wenig Phantasie und fein formulierte Beobachtung.Visuelles I-T\u00fcpfelchen im rechten Bildvordergrund ist dann noch der wie zuf\u00e4llig herumstehende Eimer (aus welchem irgendwelche Fetzen h\u00e4ngen, \u00fcber die man lieber nicht nachdenken m\u00f6chte). Sch\u00f6ner kann Horrorcomic nicht sein.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(aus \u201c Vault of Horror\u201d Nr. 25, im Juni 1952 von EC Comics ver\u00f6ffentlicht) Die Ehe zwischen Anita und Jonah ist in die Jahre gekommen \u2013 und kinderlos geblieben. 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