Time To Die

(aus “Dark Mysteries” Nr. 16, im Februar 1954 von Master Comics veröffentlicht)

Ein alleinerziehender Vater erkrankt tödlich und hat nur noch wenige Tage zu leben. Diese verbringt er intensiv mit dem geliebten Sohn. Als es ans Sterben geht, kommt der Junge in die Obhut seines Onkels. Der ist jedoch ein schlechter Erzieher und misshandelt den zehnjärigen Knaben.

Der tote Vater beschließt einzugreifen. Als Geist erscheint er dem Friedhofswärter und befiehlt diesem, seinen Körper zu exhumieren. Dann schleppt sich der Zombie zum Bestatter und lässt sich dort sein Blut (was ihm zur Einbalsamierung entfernt wurde, in den USA damals so üblich) wieder in die Adern pumpen. Solchermaßen „wiederhergestellt“ kriegt der fiese Onkel eins über den Schädel gezogen und Vater und Sohn begeben sich zum Friedhof, um dort im kalten Grab zu kuscheln.

Die Geschichte überrascht und fällt aus allen Formeln. Erstens berührt sie den Leser zutiefst (das leidende Kind folgt dem Vater ins Grab), zweitens kehrt der Tote auf höchst originelle Weise wieder (er macht die Arbeitsschritte seiner Einbalsamierung und Grablegung rückgängig). Ein in gewisser Weise „logischer“ Prozess, den ich hier jedoch zum ersten Mal sehe. Beides lässt den Horrorexperten nicht kalt.