(aus “The Beyond” Nr. 27, im Juli 1954 von Ace Comics veröffentlicht)
Kleines Gedankenexperiment, liebe Leser:
Stellen Sie sich vor, Sie sind Zahnarzt und die Sonne scheint Ihnen da raus, wo kein Dentist hinkommt. Ihre hübsche Freundin jedoch driftet in die Arme eines stattlichen Burschen.
Was machen Sie, um ihre Liebe zurückzugewinnen? Tick, Tock, die Zeit läuft…
Im folgenden Comic jedenfalls betäuben Sie Ihren Rivalen, ziehen ihm alle Zähne und implantieren ihm die Reißzähne wilder Hunde. Das lässt den Rivalen nicht nur hässlich aussehen, sondern auch zum Werwolf werden!
Dass man sich einen Werwolf besser nicht zum Feind macht (und sich darob schlimme Komplikationen einstellen) brauche ich wohl nicht weiter auszuführen. Das tut für uns der heutige Vollscan, der bislang noch nicht im Netz zu finden ist:
Ein solch jammervolles Ende hat noch kein Werwolf genommen. Von Kindern mit Abfall beworfen!
Die Geschichte ist einfach nur beknackt und pendelt bedenklich zwischen Grausamkeit und Slapstick. Ein typisch wirres Konstrukt der frühen 50er Jahre. Die bravouröse Idee, Werwolfmythen mit Zahnmedizin zu koppeln, verdient jedoch unseren Applaus.
Auch wenn Ace-Starzeichner Lou Cameron hier nicht sein übliches Layout-Feuerwerk entfacht (abgesehen vom hübschen Splash mit dem Blick aus dem Wolfsmaul), verdient „Fangs Of The Fiend“ doch seine online-Veröffentlichung.
„Fangs Of The Fiend“ übrigens ist eine tolle Alliteration und ein knackiger Titel, ins Deutsche kaum zu retten: „Des Unholds Hauer“? „Die Beißer des Biests“? „Das Gebiss des Grauens“?