Book Of The Grey Dragon

(aus “Dark Mysteries” Nr. 2, im August 1951 von Master Comics veröffentlicht)

Die übliche Comicheft-Dreimann-Expedition (bestehend aus Dr./Prof., dessen schönem Töchterlein und einem kernigen Abenteurer/ Gehülfen) entdeckt das Grab von Dschingis Khan – und darinnen eine magische Schriftrolle, die Tote erwecken kann. Was umgehend ausprobiert werden muss…

Bezaubernd banale und Banane-Hauruck-Horrorstory aus der zweiten Ausgabe der legendären DARK MYSTERIES. Die ersten drei Ausgaben (die noch niemand kannte) konnte ich von Jim Vadeboncoeur, Jr. leihen und scannen.
Viel Vergnügen bei unserer FIFTIES HORROR-Vollscan-Weltpremiere.

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Leichen pflastern wortwörtlich den Weg der Expedition, die sich anhand einer historischen Blutspur Zutritt zur Gruft Dschingis Khans verschafft. Immerhin lernen wir dabei ein wenig Historie und nützliche Brocken Chinesisch („Ychung Tse Noc Sing Cwon“) – was bestimmt jedem Kellner im Asiarestaurant Beine machen wird.
Dann wird es gewalttätig und hässlich (Pfeil durch die Brust der jungen Dame) – aber dafür hatte Zeichner Lou Cameron schon immer ein gewisses Faible.

O ja, das IST der große Lou Cameron, in seiner kruden Solo-Anfangsphase 1951!
„Book Of The Grey Dragon” gehört zu seinen drei ersten Comic-Arbeiten überhaupt – eine Entdeckung, die den Fan grinsen lässt.

Toll ist auch das groteske Schlusspanorama, in welchem der gebeutelte Abenteurer unglücklich posiert zwischen einem hilfsbereiten Asiaten mit Wasserflasche und einem ketterauchendem Schnösel, der ihm vertraulich die Hand auf die Schulter legt.

Zauberhafte antiklimaktische Bildzauselei!

 


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