The Absent-Minded Fiend!

(aus “Mysterious Adventures” Nr. 7, im April 1952 von Story Comics veröffentlicht)

Schon vom Start weg ein herrlicher Käse ist diese an den Haaren herbeigezogene Plotte aus dem Gurken-Stadl der Story Comics. Auf nur zwei Bildern (Rekord!) erzählt, sollen wir folgende Prämisse schlucken:

Ein junges Paar auf Hochzeitsreise in der Karibik nimmt an einem wilden Eingeborenenritual teil, die Frau trinkt dabei von einem verbotenen Trunk („Do not drink the forbidden juice… for natives only!“ – „If they can drink it, I can too!“). Was der Trunk bewirkt, müssen wir uns selber denken – offenbar alles, was nun geschieht.

Denn die junge Frau ist eh schon „fasziniert von Kannibalismus“ und steigert sich in ihr „Hobby“ hinein. Drei Regalmeter dicke Bücher hat sie bereits zu Hause gehortet (natürlich, Bücher über Kannibalismus gibt es ja wie Sand am Meer). Ihr Mann versucht heimlich, diese zu vernichten. Es kommt zum Ehekrach, er zieht ins Hotel, sie bleibt schmollend daheim.

Da entdeckt sie einen halben Arm im Kleiderschrank, hält das für einen Scherz ihres Mannes und fährt in ihre Jagdhütte. Dort findet sie ein abgetrenntes Bein auf dem Fußboden. Sie fährt zurück nach Hause und versöhnt sich (zum Schein) mit ihrem Mann. Am nächsten Tag will sie die Polizei benachrichtigen, weil sie glaubt, ihr Mann habe sie mit Leichenteilen in den Wahnsinn treiben wollen.

Am Morgen jedoch erwacht sie mit lehmbeschmutzten Händen und weiß sofort, es ist „clay only to be found in the cemetery“ (Friedhofslehm, aha, soso). Sie beschuldigt den Mann, die Pampe heimlich im Schlaf an ihre Hände geschmiert zu haben und schreit nach dem Hausmeister. Der rückt mit Security an und jagt den Mann durchs Wohnzimmer. Der hüpft aufs Fensterbrett, rutscht dort aus (!) und stürzt etliche Stockwerke zu Tode.

Das jedoch ist noch immer nicht das Finale in dieser wirren Plotte! Halten Sie durch bis zum Ende in unserem FIFTIES HORROR- Vollscan.

AbsMindFiend1

AbsMindFiend2AbsMindFiend3AbsMindFiend4AbsMindFiend5AbsMindFiend6AbsMindFiend7Erfrischend, dass hier mal eine Frau der Kannibale sein darf (und sich nicht mit Salat begnügt)!
Oder wäre es dann ein Fleischsalat?!
Diese Geschichte zählt zu meinen Lieblingsgurken und wurde ausgewählt, als Skript für unser FIFTIES HORROR-Filmprojekt zu dienen!
Und da die Jungs jetzt endlich, endlich im Schnitt sind, präsentiere ich hier schon mal die Handlung (die wir komödiantisch weiter „ausgeschlachtet“ haben), Entschuldigung.

Sollten SIE sich, liebe Leserinnen und Leser, genötigt sehen, ein paar Euro Filmfördergelder springen zu lassen, so können Sie dies unbürokratisch über den Spenden-Button auf unserer Rubrik „Filmprojekt“ tun.

Jeder Pfennig landet in den blutigen Händen unseres Schnittmeisters.

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FIFTIES HORROR hält die Hand auf!

 


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