Mark Of Violence

(aus “The Thing” Nr. 10, im September 1953 von Charlton Comics veröffentlicht)

In einem (offenbar US-amerikanischen) Bergdorf treibt ein Vampir sein Unwesen. Die Dorfgemeinschaft bildet eine Eingreiftruppe und bringt den Unhold rasch zur Strecke.

Der Clou bei der Geschichte liegt in der darauf folgenden bürokratischen Abwicklung des Vampirzwischenfalls.
Seltsam? Aber hallo! Schauen Sie selbst – in unserem FIFTIES HORROR-Vollscan.

Kuriose Geschichte, die keiner Formel folgt.
Es geht hier überhaupt nicht um den Vampir (ein tumber, stummer, passiver Klotz), sondern um den Bürgermeister. Oder besser: die Karikatur eines Landhonoratioren, der sich nach der weiten Welt sehnt und in seinem Büro ausschließlich Reiseprospekte studiert.

Schon grotesk, dass dieser weichliche „white collar“-Beamte auf Seite 3 eigenhändig (und recht gelangweilt) eine blutige Enthauptung durchführen muss. Noch absurder, dass ihn die Dorfgemeinschaft dabei total im Stich lässt und ihm noch weitere leichenschänderische Gräuel aufträgt.

Man staunt desgleichen über das apathische Zubettgehen auf Seite 4 und das beinah zärtliche Verabschieden des Geköpften. Fehlte noch, dass er ihm einen Gute-Nacht-Kuss verabreicht!
Am nächsten Morgen ist der arbeitsfaule Bürgermeister tot und der körperlose Vampir grinst selig.

Sinn ergibt das von vorne bis hinten nicht. Ich frage mich, ob dieser Horrorquatsch eine verklausulierte Polemik gegen Politiker darstellt….

 


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